Carsten Fruhner (links) holte sich bei Klaus Lanio seine bereits vierte Impfung ab.
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Carsten Fruhner (links) holte sich bei Klaus Lanio seine bereits vierte Impfung ab.

Ohne Wartezeiten

Corona-Impfung: Genügend Impfstoff und flotte Abwicklung

  • VonRobin Klöppel
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In Limburg muss man nicht viel Zeit mit bringen, um sich die Impfung gegen Corona abzuholen. Auch Kinder-Impftermine gibt es.

Limburg - Wer kostenlos und ohne Voranmeldung eine Corona-Impfung bzw. Auffrischung bekommen will, der bekommt sie beim Kreisverband Limburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch. Und das ohne lange Wartezeiten, wie gestern beim Impftermin in den DRK-Räumen am Kornmarkt in der Altstadt zu sehen war. "Wer zu uns kommt, der kommt in der Regel schnell dran. Und genügend Impfstoff ist auch da", sagt der stellvertretende DRK-Rettungsdienstleiter Carsten Fruhner, der für den Kreisverband die Impftermine organisiert.

Jeden Mittwoch und Freitag können Interessierte von 14 bis 18 Uhr ins DRK-Büro am Kornmarkt kommen, dienstags und Donnerstag zur selben Zeit zur DRK-Zentrale in der Senefelder Straße auf der "Dietkircher Höhe". Nächsten Mittwoch gibt es im Elzer Bürgerhaus von 14 bis 20 Uhr laut Fruhner zudem einen speziellen Kinder-Impftermin für Kinder ab fünf Jahren. Dort können sich aber natürlich ebenfalls auch Erwachsene impfen lassen.

Impfung gegen Corona: In Limburg gibt es für unter 30-Jährige Biontech

Es gibt einen Extra-Impfstoff für Kinder bis elf und dann einen weiteren für Jugendliche bis 18. Unter 30-Jährige werden, wie Fruhner erläutert, in Limburg mit Biontech geimpft, Ältere mit Moderna. Wie der Organisator der Impforganisationen verrät, seien beim ersten Sonderimpftermin im Dezember 280 Impfwillige gewesen. Mittlerweile kämen pro Impftermin zwischen 100 und 150 Personen.

Der aktuelle Impfstoffvorrat beim DRK reicht laut Fruhner voraussichtlich noch bis Mitte Februar. Dann sollte der neue Impfstoff da sein, den Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nachbestellt habe, berichtet Kreisverbandsarzt Klaus Lanio. Es sei wichtig, festzuhalten, dass es derzeit in der Region keinen Impfstoffmangel gebe.

Lanio spricht sich für Booster aus: Zwei Impfungen bieten bei Omikron keinen ausreichenden Schutz

Lanio sagt deutlich, dass Studien bewiesen hätten, dass man sich für die beste Impfwirkung gegen die Omikron-Variante auf jeden Fall die dritte Impfung als Booster geben lassen solle. Zwei Impfungen alleine würden, wie Lanio weiß, bei der neuen Variante nicht für den optimalen Impfschutz reichen. Der Kreisverbandsarzt appelliert, dass wer könne, sich auch schon die vierte Impfung geben lassen solle. Jedoch solle man, so Lanio, zwischen zwei Impfdosen immer drei Monate Zeit lassen.

Klaus Lanio sagt, dass die Bürger sich nicht durch ohne fachliche Grundlage im Netz verbreitete Falschbehauptungen verunsichern lassen sollten. Natürlich könne man in der Medizin nie ausschließen, dass jemand eine Impfung schlecht vertrage oder trotz Impfung einen schweren Verlauf habe, doch die Wahrscheinlichkeit, nicht schwer zu erkranken, sei bei dreifach Geimpften am höchsten. Carsten Fruhner sagt, dass zu den Sonder-Impfterminen in Limburg vor allem die kämen, die bereits geimpft seien, um sich ihre Impfung auffrischen zu lassen. Diese wüssten schon, wie das Impfen funktioniere. Das seien nicht die Leute, die über den Sinn von Impfungen diskutierten, über ein paar Minuten Wartezeit oder den Impfstoff.

Corona-Impfung für Kinder: Omikron stellt auch eine Gefahr für Kinder da

Lanio ermuntert Eltern, mit ihren Kindern zu Kinderimpfterminen zu gehen. Kinder würden, wie er weiß, zwar weniger häufig erkranken. Doch durch die große Zahl neuer Omikron-Infektionen steige auch die Gefahr, dass mehr ungeimpfte Kinder schwer erkrankten. Von daher sollten sich diese ebenfalls Schutz holen. Eine, die sich Freitag die Booster-Impfung holte, war die 16-jährige Janina Thiel.

 Nach den ersten beiden Impfungen hatte ich körperlich keinerlei Probleme

Janina Thiel nach ihrer Booster-Impfung

Die Limburgerin betont, dass es ihr wichtig sei, sich die dritte Impfung zu holen, um sich und andere vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Sie will noch ein Foto ihrer Impfung bei Instagram posten, um auch ihre Freunde darauf aufmerksam zu machen, dass es in Limburg spontane Impfmöglichkeiten gebe.

Kein Verständnis für Hetze: „Froh, wenn es überhaupt Impfmöglichkeiten gibt“

Dr. Karim Tabatabai, der ihr die Impfung verabreicht, kann es nicht verstehen, dass im Netz und auf der Straße gegen Impfungen gehetzt habe. "In anderen Ländern sind die Menschen froh, wenn es überhaupt Impfmöglichkeiten gibt und nutzen diese auch ohne Diskussionen", sagt der Mediziner. Von daher solle man als Bürger in Deutschland einfach mal dankbar dafür sein, dass es genügend Impfstoff für alle gebe.

Ein junger Nutzer des Impftermins möchte seinen Namen nicht nennen. Der Limburger sagt aber, dass er vor allem komme, weil er ohne Impfung bei vielen Veranstaltungen nicht mehr hereinkomme. Ein ebenfalls um Anonymität bittender Mann mittleren Alters meint, dass er sich die Impfung hole, um bei einer möglichen Corona-Erkrankung eine höhere Chance auf einen leichten Verlauf zu haben. (Robin Klöppel)

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