Kongress in Limburg

Mit Geodaten zum sauberen Wasser

Wie geht der benachbarte Hochtaunuskreis mit seinen Geodaten um? Darüber tauschten sich Fachleute beim diesjährigen GeoForum des Amtes für Bodenmanagement Limburg aus.

Wie kann die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie funktionieren? Wie hat der Hochtaunuskreis seine Geodateninfrastruktur aufgebaut? – Das waren die zentralen Fragen auf dem diesjährigen GeoForum des Amtes für Bodenmanagement Limburg (AfB), über die sich Bürgermeister und weitere Fachleute der Kommunen ausgetauscht haben.

Die Schwerpunkte auf dem GeoForum stellten in diesem Jahr die Wasserrahmenrichtlinie und die Geodateninfrastruktur dar. Aus den Kommunen des Hochtaunuskreises, des Landkreises Limburg-Weilburg, des Main-Taunus-Kreises, des Rheingau-Taunus-Kreises und der Städte Frankfurt und Wiesbaden sind rund 50 Fachleute darunter auch elf Bürgermeister der Einladung gefolgt.

Ziel in weiter Ferne

„Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollten alle Gewässer bis 2015, unter Anwendung von Ausnahmeregelungen bis spätestens 2027, im guten Zustand sein. Die jüngste Berichterstattung der EU-Mitgliedstaaten zeigt, dass dieses Ziel noch in weiter Ferne liegt und weiterhin große Anstrengungen zur Zielerreichung notwendig sind“, so das Umweltbundesamt auf seiner Webseite.

Die Städte und Gemeinden wissen: Gewässer brauchen Raum. Häufig handelt es sich dabei jedoch um Flächen, die sich nicht in kommunaler Hand befinden. Um dennoch die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen und den dazugehörigen Maßnahmenplan umzusetzen, bietet das ländliche Bodenmanagement Möglichkeiten, Flächen an Gewässern bereitzustellen und gleichzeitig einen Ausgleich der Nutzungskonkurrenzen zu erzielen.

In allen Kreisen ist der Austausch von Geodaten über eine Geodateninfrastruktur ein interessantes Thema im Zeitalter der Digitalisierung. Der benachbarte Hochtaunuskreis baut mit seinen Kommunen eine Geodateninfrastruktur mit Unterstützung des Förderprogramms für Interkommunale Zusammenarbeit auf. Es werden hierbei die verteilt liegenden Geodaten in den einzelnen Kommunen beim Kreis einheitlich gebündelt. Danach können alle über ein Portal auf die eingestellten Geodaten zugreifen. Ob Bebauungspläne, Schulstandorte, Gewerbeflächen oder Feuerwehrwachen, alle Daten werden nach und nach auf die Datenplattform übertragen und stehen dann allen Kommunen im Kreis zur Verfügung. Das AfB berät die Landkreise beim Aufbau einer Geodateninfrastruktur.

Die Immobilienwerte

In weiteren Vorträgen sind aktuelle Themen und Neuigkeiten aus dem Liegenschaftskataster erörtert worden.

Das GeoForum des AfB stellt eine Plattform für Bürgermeister und Fachleute der Kommunen für Informationen und Austausch rund um „Bodenmanagement“, „Liegenschaftskataster“ und „Immobilienwerte“ dar – die zentralen Aufgaben des AfB.

(red)

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