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Grenzenlos-Messe: „Das ist kein Hokuspokus“

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Zum zweiten Mal hatte am Wochenende die Grenzenlos-Messe in der Limburger Stadthalle ihre Türen geöffnet. An drei Tagen konnten sich die Gäste über Gesundheit, Spirit und Heilen informieren. Aber auch die Besucher hatten sich vorbereitet.

Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft, Klangschalenklänge sind zu hören. An den Infoständen herrscht reger Betrieb, ebenso in den Vorträgen. Das Thema Gesundheit beschäftigt die Menschen. Und das wurde auf der Grenzenlos-Messe in der Limburger Stadthalle an diesem Wochenende nicht nur schulmedizinisch beleuchtet, sondern auch auf anderen Wegen.

Daher präsentierten sich an Infoständen unter anderem Heilpraktiker, Spirituelle Heiler, Expertinnen für Hand- und Gesichtslesen, Tarot-Kartenleserinnen oder Fachleute im Bereich Störfelder, Tierkommunikation, Seelenbilder und viele weitere. „Es sei folgerichtig auf der Suche nach ganzheitlicher Gesundheit auch Körper, Seele und Geist miteinzubeziehen“, hieß es im Programmheft von Veranstalter Roland Häke dazu.

Es sei die großen Themenvielfalt, die den Besuchern Freude bereite, ist sich Roland Häke, der diese Messe seit fast 20 Jahren an verschiedensten Orten anbietet, sicher. Das Publikum sei bunt gemischt, junge und alte Menschen seien gleichermaßen zu Gast. „Es ist ein interessiertes Publikum“, weiß er durch Gespräche. Aus reiner Langweile heraus kämen die Menschen nicht zur Messe, sondern weil sie an den Themen interessiert seien. Viele der Gäste hätten sich gezielt vorbereitet auf den Messebesuch und sich beispielsweise im Vorfeld schon notiert wann sie welche Vorträge besuchen und wann sie Zeit für Besuche an den Infoständen hätten, erklärt der Veranstalter.

Andere kommen aber einfach, um sich von der Vielfalt inspirieren zu lassen. Dazu gehört auch Monja Ahrens, die von der Mosel an die Lahn gereist war. „Es gibt viele Dinge die wir nicht sehen und greifen können, die aber trotzdem da sind“, ist sie sich sicher. Sie wolle sich inspirieren lassen, sagte sie während ihres Messebesuchs.

Ähnlich sieht das auch Besucherin Bibiana Frazzetto, die mit Ehemann und Enkelin zu Gast auf der Messe war. „Hier ist es toll“, sagt sie während sie Klängen von Musikinstrumenten aus aller Welt am Stand von Florian Raeck lauscht. „Es gibt etwas zwischen Himmel und Erde“, ist sie sich sicher und freute sich über das vielfältige Angebot zu Themen, die genau das bedienen. Besonders das Thema Engel liegt der Frau am Herzen: „Ohne mein Engelbuch gehe ich nicht aus dem Haus“, sagt sie und zieht dieses aus der Tasche. Dort finde sie Antworten auf viele ihrer Fragen. Fragen, das ist es auch, was viele andere Besucher auf diese Messe treibt: Fragen zu ihrer Gesundheit, zu den Gründen ihrer Krankheit oder auch zu Lebensfragen.

Rund 120 Aussteller gaben Impulse, diese auf unterschiedlichste Art und Weise anzugehen. Eine von ihnen ist eine Frau, die sich Avangelina nennt. Sie ist Akasha-Chronik-Beraterin und -Ausbilderin und hielt an ihrem Stand Informationen zu der Aksaha-Chronik bereit. Dieses sei ein universelles Weltengedächtnis, erklärte sie. Dort lägen Antworten auf viele Fragen bereit, die es zu lesen gelte. Durch einen heiligen Schlüssel ließe sich dieses öffnen.

„Das ist kein Hokuspokus“, sagte Avangelina. Dies gelte ebenso wenig für die Tierkommunikation. Diese nämlich helfe den Tierbesitzern ebenso wie den Tieren selbst. „Ich kann mit Tieren sprechen“, sagte sie. Ihrem Hund Lisa beispielsweise könne sie so die Angst vor dem Tierarzt nehmen, indem sie ihm alles vorab erklärt. Das geschehe telepathisch mit einer Seelenverbindung.

Sprichwörtlich greifbarer ist die Tätigkeit von Monika Müller aus Villmar. Sie bot neben einer Tarot-Karten-Beratung auch Finger-Yoga an. „Finger-Yoga tut mir gut“, sagte die Reflexologin und Ausbilderin, die am Messe-Samstag auch einen Vortrag dazu anbot. „Die Hände hat man immer dabei, das ist praktisch“, sagte sie. So könne man Finger-Yoga immer und überall machen.

„Tolle Menschen, interessante Gespräche und viele spannende Sachen“, fasste Besucherin Monika, die ihren Nachnamen nicht nennen wollte, die Messe zusammen. Sie hatte ihren Hund dabei und zeigte sich offen für viele Themen, auch für die Tierkommunikation. Allerdings hinterfrage sie manche Dinge auch kritisch und hoffe nicht auf eine spontane Sofortheilung. Jeder müsse für sich selbst herausfinden was ihm helfe und was seine Selbstheilungskräfte in Bewegung setze. Dazu hatten de Besucher bei der Grenzenlos-Messe in der Stadthalle jeden Menge Gelegenheiten.

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