Limburg-Weilburg

Grenzwert im Landkreis überschritten

  • Joachim Heidersdorf
    vonJoachim Heidersdorf
    schließen

Die Bürger müssen mit erhebliche Einschränkungen rechnen - Ab Montag fahren zusätzliche Schulbusse

Limburg-Weilburg. Im Landkreis ist gestern mit einem Inzidenzwert von 36 bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus die kritische Schwelle überschritten worden. Das bedeutet, dass der Kreis höchstwahrscheinlich heute die angekündigte Allgemeinverfügung erlassen wird und die Bürger einen Tag nach der Veröffentlichung, also ab Mittwoch, mit verschiedenen Einschränkungen leben müssen.

Dieser Ablauf werde möglicherweise um einen Tag verschoben, sagte Landrat Michael Köberle (CDU) am Sonntag auf Anfrage dieser Zeitung. Er wolle das Vorgehen gerne mit dem Land Hessen abstimmen.

Zu den erwarteten Anordnungen zählen eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern und bei Veranstaltungen, eine Ausweitung der Maskenpflicht sowie eine Sperrstunde.

Drei Patienten auf der Intensivstation

Der Inzidenzwert steht für die Zahl der Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Samstag sind acht und am Sonntag noch einmal elf neue Fälle gemeldet worden.

Drei Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden.

Die aktuell 92 Infizierten im Landkreis verteilen sich auf Limburg (22), Hünfelden (9), Bad Camberg (8), Weilburg (7), Hadamar (7), Waldbrunn (7), Löhnberg (5), Beselich (5), Weilmünster (4), Runkel (3), Elz (3), Villmar (3), Mengerskirchen (2), Merenberg (2), Dornburg (2), Brechen (2) und Selters (1).

Insgesamt gab es bislang 601 bestätigte Fälle in Limburg-Weilburg. 501 Personen sind inzwischen genesen, 553 Menschen befinden sich in Quarantäne

Aufgrund der neuen Entwicklung setzt der Kreis von heute an und damit direkt zum Schulstart nach den Herbstferien zusätzliche Schulbusse ein. Dies teilte die Verwaltung am Wochenende mit und verwies auf eine Entscheidung von Landrat Michael Köberle (CDU) und einen entsprechenden Beschluss des Kreisausschusses.

Danach werden bei einem Inzidenzwert von mehr als 20 oder einer Überlastung von Buslinien bis zu elf zusätzliche Busse im Schülerverkehr eingesetzt. Künftig werde täglich überprüft, so Pressesprecher Jan Kieserg, ob weitere Fahrzeuge benötigt würden. hei

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare