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Aus dem gesamten Verbreitungsgebiet kamen gestern Leser in den Paulaner Biergarten zum NNP-Leserfest. Viele genossen die schöne Atmosphäre und sagten, wie wichtig ein solches Lokal für die Fußgängerzone ist. Torsten Anders und sein Team hatten alles gut im Griff.

Schöne Atmosphäre

Große Resonanz beim Leserfest der NNP

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Die Turbulenzen im NNP-Blätterwald haben sich wieder zu einem harmonischen Rauschen entwickelt. Das jedenfalls war die vorherrschende Meinung beim gestrigen Leserfest dieser Zeitung im Paulaner Biergarten. Der Slogan „Näher dran“ trifft zu, fanden die meisten Gäste. Ein bisschen näher darf´s aber noch werden.

Wenn morgens, nach dem Hochziehen der Rollläden und vor dem Kaffeekochen, die NNP nicht im Postkasten steckt, werde er „ganz wispelig“, sagte Emil Weißer aus Ahlbach. Seit 30 Jahren haben er und seine Frau Anita die Heimatzeitung abonniert. Ein Frühstück ohne diese Lektüre ist für die beiden undenkbar. Dabei sei ihre langjährige Treue durchaus in der Vergangenheit auf eine harte Probe gestellt worden, sagten sie. Im vergangenen Jahr nämlich, als man sich in der geänderten Struktur des Blattes kaum mehr habe orientieren können. Seitenweise seien Orte, Regionen und Themen durcheinander gepurzelt, „und dann kamen immer wieder Artikel über Frankfurt“, die vermutlich auch interessant waren, ihn und seine Frau aber nur mäßig beschäftigten. Da sei man schon sehr nahe an der Abbestellung gewesen, räumte Emil Weißer im Paulaner Biergarten ein.

Einen Nachmittag lang war das Gartenlokal in der Innenstadt der erweiterte Redaktionsraum der NNP, in dem Anregungen und Meinungen ausgetauscht wurden und Kritik geübt werden konnte. Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf und seine Mannschaft, Gebietsverkaufsleiterin Sabine Gilbert sowie Lesermarktchef Martin Bopp waren hochzufrieden mit der Resonanz. Und FNP–Chefredakteur Matthias Thieme resümierte, es freue ihn sehr, dass die „Leser hier eng mit ihrer Zeitung verbunden sind“.

Die Nähe zu ihrer Lokalzeitung bewiesen auch Reiner und Annemarie Laux aus Villmar, die in die Domstadt geradelt waren, um beim Leserfest dabei zu sein. Schließlich lesen sie seit beinahe 40 Jahren die NNP, und dass ihr Heimatort seit einiger Zeit wieder mehr Beachtung findet, freute sie besonders. Denn, sagte Annemarie Laux, tatsächlich hätten sie und ihr Mann im vergangenen Jahr mit einer anderen Tageszeitung aus der Region „geliebäugelt“ und sogar ein Probeabonnement bezogen. Nur gefallen hat ihnen das nicht. Zu wenig Nachrichten aus dem Limburger Raum, fanden sie und blieben bei der NNP. Manchmal sei die zwar „ein bisschen dünn“, und manchmal sind viele Tippfehler drin, aber „wir sind zufrieden“. Und: „Man kann natürlich nicht jeden Tag jedem Menschen nach dem Mund schreiben.“

Ausgewogen müsse die Zeitung sein, formulierte Margot Boch aus Bad Camberg. Und das sei die NNP auch – wieder. Das Intermezzo der zurückliegenden Monate, in denen sie sich kaum habe zurechtfinden können, sei glücklicherweise vorbei. Selbst Meldungen aus dem Camberger Ortsteil Würges am äußersten Zipfel des Verbreitungsgebiets kommen nun wieder im Blatt vor, stellte sie fest. „Weiter so!“

Das wünscht sich Elsbeth Schuch aus Weilburg, die seit rund einem Jahr die NNP abonniert, auch. Die kleinteilige Berichterstattung gefalle ihr, stellte sie klar, fügte aber einen grammatikalische Verbesserungsvorschlag an: Nachberichte sollten bereits in der Überschrift als solche erkennbar sein. „Was war, darf keine Schlagzeile im Präsenz haben“, findet Elsbeth Schuch.

Zu den treuesten NNP-Lesern in Limburg zählt neben Ernst Nasgowitz, einem ausgewiesenen Fan des Sportteils, auch Edmund Menges. Bisweilen brauche er an einem Tag sogar zwei Exemplare, „für mein Archiv“, erzählte der Senior im Paulaner Biergarten. Das Abo kündigen? Unter keinen Umständen. „Die Zeitung lese ich bis ich sterbe.“ Ebenfalls eine treue Leserin der NNP ist die 81-jährige Margrit-Louise Müller. „Ich lese die Zeitung schon, seit ich lesen kann“, sagte sie im Gespräch mit NNP-Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf. Schon ihre Urgroßmutter, die 1957 gestorben sei, habe den Nassauer Boten gelesen. „Ich lese die Zeitung von vorne bis hinten“, sagte die Limburgerin, die in der Innenstadt wohnt.

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