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Beste Stimmung auf dem Limburger Neumarkt: Die 31. Rheingauer Weintage sorgten, trotz der Hitze, vier Tag lang für einen hohen Publikumsandrang in der Innenstadt.

Limburger Weinfest

Heiße und schöne Weintage

Wein geht immer – auch wenn bei der heißen Witterung Mineralwasser sehr gefragt war. Insgesamt waren die Beschicker der Rheingauer Weintage mit dem Besucherinteresse sehr zufrieden. Mehrere Einbrüche und Beschädigungen am Europaplatz trübten die Stimmung.

Einbruch beim Weinfest: Ein Schreck durchfuhr gestern das Team vom Weingut Lorenz Kunz aus Oestrich-Winkel, als sie zum vierten und letzten Tag der Rheingauer Weintage ihren Stand auf dem Europlatz öffnen wollten. Unbekannte hatten die Rollladen beschädigt und die Kasse aufgebrochen. Auch benachbarte Stände und Kühlwagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. So wurde zum Beispiel die Kühlung eines Crèpesstandes aufgebrochen. Mit der Folge, dass zum Beispiel die dort gelagerte Crème fraîche warm und nicht mehr verwendet wurde.

„Es ist etwas passiert, die Anzeigen werden aber gerade noch aufgenommen“, erklärte die Polizei Limburg auf Nachfrage dieser Zeitung. „Der Stand ist neu“, ärgerte sich wiederum der betroffenen Winzer Michael Kunz. Er und sein Team wollen am heutigen Montag abbauen und dann schon in wenigen Tagen beim Weinfest in Königstein mit ihrem Stand präsent sein. Der Einbruch ist aber nicht der einzige Wermutstropfen der letzten Tage. „Die Gebühren sind hier relativ hoch, und es kommen deutlich weniger Gäste als auf dem Neumarkt“, wies seine Frau Tanja auf einen weiteren Kritikpunkt hin. „Auf dem Europaplatz fühlt es sich wie ein separates Fest an.“ Trotzdem werden dort die selben Gebühren wie auf dem stärker frequentierten Neumarkt und Kornmarkt fällig. „Wir probieren es noch zwei Jahre und überlegen dann, ob wir noch weit er nach Limburg kommen“, ergänzte Michael Kunz. Deutlich positiver ist die Stimmung auf dem Neumarkt und dem angrenzenden Teil der Werner-Senger-Straße. „Wir hatten am Donnerstag schon die Hälfte der für das ganze Fest einkalkulierten Wassermenge verkauft“, verwies Markus Zahn vom Weinhaus Zahn in Hünstetten auf die Rekordtemperaturen der letzten Tage. Diese minderten den Kundenandrang aber nicht spürbar: „Insgesamt waren hier zwischen 70 000 und 100 000 Menschen unterwegs“, schätzte der Weinhändler noch.

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