Dr. Klaus Valeske (links) und Marion Schardt-Sauer gratulierten Maximilian Acht zur Nominierung.
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Dr. Klaus Valeske (links) und Marion Schardt-Sauer gratulierten Maximilian Acht zur Nominierung.

Liberale willen Spitzenposition

Die Herausforderungen von morgen lösen

  • vonRobin Klöppel
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FDP nominiert den 31 Jahre alten Maximilian Acht als Limburger Bürgermeisterkandidaten.

Maximilian Acht ist erwartungsgemäß zum offiziellen Kandidaten des FDP-Ortsverbandes Limburg für die Bürgermeisterdirektwahl am 14. März 2021 gewählt worden. In einer Mitgliederversammlung im Clubraum der Stadthalle erhielt der 31-jährige IT-Systemadministrator und Limburger seit Geburt in geheimer Wahl neun Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. "Max" Acht stellte klar: "Mir geht es nicht nur um ein ordentliches Ergebnis. Ich will diese Wahl gewinnen."

Die FDP-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer sagte selbstbewusst: "Limburg kann mehr. Darum wollen wir die Poleposition." Um die Stadt zu gestalten und zukunftsfit zu machen, benötige die FDP die Spitzenposition im Rathaus. Schardt-Sauer hält Acht für den richtigen Bewerber. Denn er sei jung, kreativ, authentisch und werde der Limburger Politik neue Impulse geben.

So werde der Wahlkampf verstärkt im Internet stattfinden, sagte Schardt-Sauer. Acht wolle aber trotz Corona die älteren Generationen persönlich erreichen. Beispielsweise habe er sich die Mühe gemacht und sich mehrere Stunden auf den Bahnhofsvorplatz gestellt, um die Bürger nach ihren Problemen zu fragen.

"Ich glaube, Du kannst auf Bürger zugehen und sie gut vertreten", sagte der Limburger Stadtverbandsvorsitzende Dr. Klaus Valeske, der Acht im Namen des Vorstandes und der Stadtverordnetenfraktion vorschlug. Es sei ein mutiger Schritt, sich in jungen Jahren für eine solche Kandidatur zu entscheiden. Denn es werde ein sehr anstrengendes halbes Jahr für den Kandidaten, aber auch eine gute Erfahrung für sein Leben sein.

Wirtschaftsstandort

Acht sieht es als gutes Omen an, dass der neue Bürgermeister das achte gewählte Stadtoberhaupt Limburgs seit 1945 werde. Der in einer festen Partnerschaft lebende Acht betonte, Limburg sei für ihn "Heimat im allerbesten Sinn". Er fühle sich der Stadt und der Region eng verbunden und wolle darum an verantwortlicher Stelle einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass "unsere Stadt an der Lahn auch in Zukunft nicht nur eine attraktive Wohnstadt bleibt, sondern mehr denn je zu einem blühenden Wirtschaftsstandort mit Strahlkraft in der Region wird". Dafür sollten sich existierende Unternehmen weiterentwickeln, aber auch neue mit innovativen Ideen ansiedeln oder gegründet werden.

Der 31-Jährige betonte: "Ich möchte dazu beitragen, dass Limburg eine generationsübergreifende attraktive Kommune wird, in der ein funktionierendes Gemeinwesen dafür sorgt, dass Menschen miteinander in Kontakt bleiben und kommen, dass sich gegenseitig unterstützt wird, dass Vereine, Verbände und Institutionen in allen Lebensbereichen aktiv für das Gemeinwohl arbeiten und sich vielfältige Möglichkeiten bieten, wie sich jeder - Alteingesessene und Neue - nach seinen Ideen und Wünschen einbringen kann." Dazu gehöre, dass für ein tiefes Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung ebenso gesorgt werde (Digitalisierung), wie für ein tragfähiges Sicherheitsgefühl der Einwohner und Besucher unserer Stadt.

Limburg müsse auch als Bildungsstandort in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Acht sagte: "Wir müssen alles daran setzen, dass beispielsweise die Technische Hochschule Mittelhessen in Limburg bleibt und ein attraktives, relevantes Studienprogramm anbietet". Über diesen Hebel müsse es geschafft werden, dass Limburg für junge Fachkräfte noch attraktiver werde.

Dass man mit Rezepten von gestern die Herausforderungen von morgen auch nicht lösen werde, sagte Acht mit Blick auf seine 31 Lebensjahre. Er ist sich sicher, dass er seine Erfahrungen im IT-Bereich mit maximalem Nutzen für die Stadt einbringen könne, wenn es darum gehe, die Verwaltung zu modernisieren. Er habe ein gutes Gefühl dafür, was die Menschen aktuell bewege. Er habe sich beispielsweise die Brennpunkte der Stadt angesehen und Ideen entwickelt. Die Spanne reiche von einer besseren Vernetzung von Ordnungsamt und Polizei über die Schaffung von mehr sicheren Parkmöglichkeiten, mehr Präsenz des Ordnungsamtes an Brennpunkten bis hin zu gezielten Kontrollen, um Raser und Verkehrsrowdies zu stoppen. rok

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