Die Kirmesburschen und -mädchen legten nach dem Hochamt einen flotten Tanz hin.
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Die Kirmesburschen und -mädchen legten nach dem Hochamt einen flotten Tanz hin.

Organisiert von ehemaligen Kirmesburschen

Hollese genießt seine "Biergarten-Kirmes"

  • VonRobin Klöppel
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550 Gäste kommen zum Open-Air-Hochamt im Limburg Stadtteil

Limburg -Die Lindenholzhäuser "Biergarten-Kirmes" ist am Wochenende bei den Besuchern super angekommen. Am Sonntag beim Open-Air-Hochamt mit Pfarrer Dr. Andrzej Majewski versammelten sich 550 Gläubige auf dem Platz hinter der Kirche.

Margarete Condermann vom Pfarrgemeinderat St. Jakobus freute sich, dass das im vergangenen Jahr zum ersten Mal erprobte neue Gottesdienstformat draußen auch zahlreiche Menschen anlockte, die sonst nicht in der Kirche zu sehen sind. Die meisten blieben anschließend noch, als die Ehemaligen-Jahrgänge ihre Fahnen schwenkten und die aktuellen Kirmesburschen mit ihren Mädchen um den Baum tanzten.

Ortsvorsteherin Barbara Bäcker (CDU) findet es schön, dass die Kirmes in "Hollese" in diesem Jahr nicht ganz ausfallen musste, nachdem die Vereinsgemeinschaft erklärt hatte, unter den unsicheren Corona-Bedingungen 2021 die Ausrichtung einer Kirmes abzulehnen. Deshalb ist Bäcker dankbar, dass eine Gruppe ehemaliger Kirmesburschen das Heft in die Hand genommen und die Neuen bei den Planungen unterstützt hat. Denn nach einem ersten Abstimmungstermin mit der Limburger Stadtverwaltung seien die Kirmesburschen noch sehr enttäuscht gewesen, dass sie nicht die erhoffte Hilfe angeboten bekommen hätten, so Bäcker. Dann sei ein Hygienekonzept erstellt und auch vom Landkreis so genehmigt worden.

"Die Vorschriften wurden hier am Wochenende sehr ernst genommen", versicherte die Ortsvorsteherin. Um 0.15 Uhr sei auf dem Platz auch wirklich Feierabend gewesen. Barbara Bäcker war auch für die Ausrichtung einer Biergartenkirmes in einem kleineren Rahmen, denn im Supermarkt könnten sich die Menschen genauso mit Corona anstecken. Zudem seien ja nur Geimpfte, Genesene oder Getestete aufs Gelände gekommen. Die Ortsvorsteherin erinnerte daran, dass es 2020 außer dem Hochamt keine offizielle Kirmesveranstaltung gab. Deshalb seien die Burschen und -mädchen des Jahrgangs 1999/2000 froh, dieses Jahr noch einmal mit dem nächsten Jahrgang Kirmes halten zu können.

"Alle in Lindenholzhausen sind froh, dass wieder was läuft", meinte Bäcker. Nach solch langer Auszeit sei einfach ein großes Bedürfnis da, mal wieder in der Gemeinschaft zu feiern. Und so waren am Sonntagmorgen sogar neun der zwölf Kirmesburschen von vor 60 Jahren da, um gemeinsam auf ihre Diamantene Kirmes anzustoßen. Der Jahrgang war vollzählig erschienen, drei Kameraden sind leider inzwischen verstorben. Winfried Breser freute sich, dass 60 Jahre nach ihm dieses Jahr sein Enkel Enrique bei den Kirmesburschen dabei war.

Aus Kirmespaaren wurden Eheleute

Doch vor 60 Jahren hatten es die Männer aber noch besser, erinnerte sich Winfried Breser. Damals habe es 24 Kirmesmädchen bei nur zwölf Kirmesburschen gegeben. Bei dieser großen Auswahl ist es wohl kein Wunder, dass aus dem Kirmesjahrgang neun Ehen hervorgingen, die heute noch bestehen.

Für den gestrigen Montag waren noch einmal alle Ehemaligen-Jahrgänge eingeladen, sich am Festplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus einzufinden, um sich am Umzug durchs Dorf zu beteiligen. Zum Frühschoppen war vorher der Biergarten geöffnet. Nach der auch online übertragenen Verlosung und der Kirmesübergabe endete dann gegen Mitternacht das Kirmestreiben.

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