Die medizinische Leiterin des Impfzentrums Limburg-Weilburg, Dr. Gundi Heuschen, vor den Empfangsboxen. Hier werden alle Bürger, die sich gegen Corona impfen lassen wollen, digital erfasst und erhalten den Aufklärungsbogen.
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Die medizinische Leiterin des Impfzentrums Limburg-Weilburg, Dr. Gundi Heuschen, vor den Empfangsboxen. Hier werden alle Bürger, die sich gegen Corona impfen lassen wollen, digital erfasst und erhalten den Aufklärungsbogen.

Start der Impfkampagne

In den Startlöchern: Alles Wichtige zum Corona-Impfzentrum in Limburg-Weilburg

  • vonSebastian Semrau
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Im regionalen Corona-Impfzentrum des Kreises Limburg-Weilburg steht alles bereit für die Impfungen. Zunächst mit 80 bis 100 Terminen pro Tag. 

Limburg – Endlich ist es so weit: Das Impfzentrum des Landkreises Limburg-Weilburg wird am Dienstag, 9. Februar, eröffnet werden. Termine dafür werden ab Mittwoch, 3. Februar, vergeben. Bisher wurde im Landkreis nur von mobilen Teams geimpft. Personen der Priorisierungsgruppe 1 konnten allerdings schon seit dem 19. Januar in Wiesbaden geimpft werden - wenn sie denn einen Termin bekamen.

Das wird aber auch im heimischen Impfzentrum, das bereits seit dem 12. Dezember einsatzbereit ist und wo auch schon ein erfolgreicher Testlauf absolviert wurde, kaum anders sein. Zwar soll nun jeder Berechtigte einen Termin erhalten, aber Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose sagen auch: "Wir werden noch viele Wochen für die höchstpriorisierte Gruppe benötigen." Denn am Impfstoffmangel hat sich nichts geändert - auch wenn dieser vorher dem Land als Argument diente, nur sechs regionale Impfzentren zu öffnen.

Stationäre Senioren-Einrichtungen im Kreis Limburg-Weilburg: Großteil hat bereits Corona-Impfungen erhalten

Dort wurden für drei Wochen insgesamt laut Land rund 60 000 Termine vergeben. Wer einen solchen hatte, wird auch dort seine Zweitimpfung erhalten. Wie viele Personen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg dabei in Wiesbaden geimpft wurden und werden, kann das Land nicht beantworten.

Im Landkreis selbst sind bisher (Stand gestern) 2724 Menschen geimpft worden. Die mobilen Teams haben mit Stand Freitag 23 der 30 stationären Senioren-Einrichtungen, die nach den Vorgaben von Bund und Land durchgeimpft werden, mit der Erstimpfung versorgt, zwölf auch mit der Zweitimpfung. Bis Ende der ersten Februarwoche sollen diese dann alle versorgt sein. Insgesamt gibt es 40 stationäre Einrichtungen im Kreis, aber etwa die Heime der Lebenshilfe gehören nicht zur ersten Priorität laut Bund und Land.

Corona-Impfungen in Pflegeheimen: 58,3 Prozent der Bewohner im Kreis Limburg-Weilburg geimpft

Kreissprecher Jan Kieserg konkretisiert die Zahlen: Von insgesamt 1780 Bewohnerinnen und Bewohnern wurden mit Stand Donnerstag 1038 geimpft (58,3 Prozent), hinzu kommen bislang geimpfte 763 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Die Impfbereitschaft liegt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bei rund 90 Prozent, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas darunter", so Kieserg.

Nun wird es dann auch im Impfzentrum in Dietkirchen losgehen. Dies wird allerdings zunächst bei weitem nicht ausgelastet sein. Die Impfdosenzahl geben Bund und Land vor - sie verwalten den Mangel, indem sie jeweils nach Bevölkerungszahl zuweisen. "Ausgehend von den verfügbaren Impfdosen werden voraussichtlich zunächst 80 bis 100 Personen pro Tag geimpft", sagt Kieserg mit Blick auf das Impfzentrum in Dietkirchen, wo 1000 Impfungen und mehr pro Tag möglich werden. Daher werde es zunächst auch nur eine eingeschränkte Öffnungszeit geben - montags bis freitags jeweils von 10 bis 16 Uhr.

„Ich freue mich, dass unser Impfzentrum des Landkreises Limburg-Weilburg seine Pforten am 9. Februar 2021 für unsere Bürgerinnen und Bürger öffnen wird“, sagt Landrat Michael Köberle (CDU). „Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Kreisverwaltung, die im Zuge der Vorbereitung dort Großartiges geleistet haben, sowie bei den DRK-Kreisverbänden Limburg und Oberlahn sowie bei den Maltesern für das große Engagement. Ich hoffe, dass wir zur Öffnung unseres Impfzentrums auch ausreichend Impfstoff bekommen werden, um dort so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich mit der Impfung versorgen zu können.“ Man sei sich aber bewusst, dass zu wenig Impfstoff vorhanden ist, auch wenn nun erstmals auch Impfstoff von Moderna angekündigt wurde. Dieser soll künftig mobil verimpft werden, der von Biontech im Impfzentrum. Wie der gestern zugelassene Impfstoff von Astrazeneca verteilt wird, ist noch unklar. Klar ist allerdings eins: Im Impfzentrum gibt es keine Anmeldungen. „Persönliches ‚Vorbeikommen‘ hilft auch nicht, auch Anmeldungen per E-Mail oder Telefonanruf sind erfolglos und führen nicht zu einem Termin im Impfzentrum“, betont Kieserg.

Das sollte man zum Corona-Impfzentrum des Landkreises Limburg-Weilburg in Dietkirchen wissen:

  • Terminbuchung: Diese erfolgt für die Bürgerinnen und Bürger der Priorisierungsgruppe 1 ab Mittwoch, 3. Februar, ausschließlich über das Land Hessen. Dies geht an den Hotlines 11 61 17 oder (06 11) 50 59 28 88 sowie unter www.impfterminservice.hessen.de oder unter www.corona-impfung.hessen.de. Es werden immer zwei Termine vergeben. Bis zum 3. Februar kann man sich schon registrieren. Diese Registrierungen bleiben auch ohne Termin bestehen.
  • Impfort: Impfzentrum Limburg-Weilburg, Senefelderstraße 2, 65553 Limburg-Dietkirchen (Zufahrt gegenüber der OHL-Heat-Halle, Auf der Heide 3, 65553 Limburg).
  • Anfahrt und Erreichbarkeit: Mit dem Bus: die Linie 6 der Stadtlinie (gleiche Linie, die auch die Außenstelle der Stadt Limburg auf dem ehemaligen Campus Mundipharma anfährt) - Fahrtzeit von Campus bis Impfzentrum etwa vier Minuten.
  • Mit dem Auto: Die Einfahrt erfolgt über die Straße "Auf der Heide", Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden.
  • Mitzubringen sind: Personalausweis, Krankenkassenkarte, Terminbestätigung (kommt per Post oder per E-Mail) und Impfpass (ansonsten wird eine Ersatz-Impfbescheinigung am Tag der Impfung ausgestellt). Mitarbeiter im Gesundheits- oder Pflegesektor müssen zudem eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen.
  • Ablauf: Im Eingangsbereich des Impfzentrums wird zunächst die Temperatur gemessen. Danach folgt die Anmeldung, bei der die Unterlagen vorgelegt werden müssen. Danach folgen Anamnese und das Aufklärungsgespräch, ehe es zur Impfung geht. Anschließend folgen die Ausstellung und Aushändigung der Impfbescheinigung sowie die Möglichkeit zur medizinischen Beobachtung bei Bedarf, ehe es nach Hause geht.
  • Begleitung: Impfberechtigte können bei ihrem Termin im Impfzentrum von einer Person begleitet werden.

Corona-Impfzentrum in Lahnstein: Bisher zeigen sich alle Beteiligten zufrieden

Die Verwaltung des Rhein-Lahn-Kreises ist zufrieden mit dem Verlauf der bisherigen Impfungen. Im Impfzentrum in Lahnstein wurde am vergangenen Mittwoch sogar mit der Zweitimpfung begonnen. In den Seniorenzentren und Pflegeheimen beginnt die zweite Impfung am kommenden Montag, das teilte die Pressesprecherin des Rhein-Lahn-Kreises, Saskia Daubach-Metz, dieser Zeitung mit. Sie fügte hinzu, dass auch die Terminvergabe jetzt besser laufe und es zu keinen weiteren Beschwerden gekommen sei.

Bislang seien die Impfungen durch die mobilen Impfteams in den 18 Seniorenzentren und Pflegeheimen des Kreises gut verlaufen. Im Impfzentrum in Lahnstein erhielten mit Stand gestern bislang 3799 Personen eine Erstimpfung. Aufgrund von Lieferengpässen wurden vom Land Rheinland-Pfalz jedoch weitere Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren erst einmal abgesagt. Diese sollen Mitte Februar wieder fortgesetzt werden.

"Die Lieferengpässe haben dafür gesorgt, dass wir leider Termine zu Erstimpfungen in den Impfzentren verschieben mussten", sagt Landesimpfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm. "In Rheinland-Pfalz gibt es jedoch keine Absagen. Alle Betroffenen bekommen unmittelbar in der Nachricht über die Terminverschiebung neue Termine mitgeteilt." (Sebastian Semrau)

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