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Interkulturelle Woche in der Kindertagesstätte „St. Georg“ eröffnet

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Miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen. Das gehört zu den Zielen der Interkulturellen Woche. Bei der Eröffnung in der Kita „St. Georg“ funktionierte das schon gut.

Die diesjährige Interkulturelle Woche in Limburg ist gestern Nachmittag offiziell unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ in der Limburger katholischen Kindertagesstätte „St. Georg“ eröffnet worden. Wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) erklärte, würden bis Donnerstag, 4. Oktober, viele weitere Veranstaltungen stattfinden. Es gibt Konzerte, Theater, Diskussionen und einiges mehr.

Aller Ziel müsse es sein, so Hahn, „kulturellen Austausch zu pflegen und vernünftig miteinander umzugehen“. Gerade die Vorfälle in Chemnitz hätten jüngst gezeigt, wie nötig es sei, miteinander in Berührung zu kommen, sich vernünftig auszutauschen. Von daher freut sich Hahn, dass auch den Verantwortlichen der Kita „St. Georg“ der integrative Ansatz wichtig sei. Folglich war schon vergangenes Jahr klar, dass gerade hier die nächste Eröffnung der Interkulturellen Woche stattfinden werde.

Gemeinsam mit Kita-Leiterin Christiane Abel schnitt der Bürgermeister symbolisch das Band mit vielen internationalen Flaggen zur Eröffnung durch. Zuvor hatten die kleinen Bewohner von „St. Georg“ die zahlreichen Gäste mit einem Lied erfreut. In dem Song von Kinderliedermacher Reinhard Horn heißt es: „Wir brauchen Farben, um zu leuchten. Wir brauchen Rot und Gelb und Blau. Wir brauchen keine Einheitsfarben, das weiß ich ganz genau“.

Abel sagte, dass es enorm wichtig sei, unabhängig von Kulturen, Religionen oder Hautfarben friedlich zusammenzuleben. In der Kita „St. Georg“ gelinge dies hervorragend, obwohl dort täglich Kinder aus 20 Nationen zusammenkämen, mit völlig unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Religionen. „Ein friedliches Miteinander ist möglich, wenn Menschen offen und tolerant aufeinander zugehen, dem anderen zuhören und sich respektvoll begegnen“, sagte Abel. Die Mitarbeiterinnen der Kita erlebten diese Vielfalt täglich aufs Neue und würden die interkulturelle Arbeit als Bereicherung ansehen.

Die Eltern der Kitakinder hatten eifrig aus ihren Heimatländern leckere Speisen und Getränke für das interkulturelle Buffet gespendet. Im Personalraum konnten die Besucher den Film „Die Herberge“ zum Thema Flucht sowie einen weiteren zum fairen Handel sehen, der den Erzieherinnen genauso wichtig ist. Abel betonte, es gehe auch um die faire Bezahlung von Menschen sowie um Kinderrechte und -arbeit in der „einen Welt“. Aus diesem Grund gab es fairen Kaffee und faire Kekse. Viele Produkte aus dem Weltladen in Limburg fanden guten Anklang bei den Besuchern.

Im Eingangsbereich wurden das faire Projekt der Kinder „Alles Banane“ und Bücher zur Thematik vorgestellt. In einem Gruppenraum gab es die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von „Pro Asyl“, in einem anderen Gruppenraum wurden interkulturelle Spiele, Puzzle und Lieder für Kinder angeboten. Überall gab es die Möglichkeit, zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war eine interaktive Theateraufführung der „theater monteure“ aus Sankt Augustin mit dem Stück „Raus bist du noch lange nicht“. Sich in einer Gruppe zurechtzufinden, ist nicht einfach. Damit dies gelingen kann, benötigt es Toleranz und ein soziales Miteinander, das von Respekt geprägt ist. Die beiden Schauspieler Karoline von Lüdinghausen und Joachim von der Heiden setzten den Fokus genau auf diese Themen und wussten das Publikum zu begeistern und mitzunehmen. Mit viel Neugierde und Witz suchten sie so die Annäherung an das vermeintlich Fremde. Viele fleißige Helfer und großzügige Spender haben dazu beigetragen, dass das Fest in der Kita „St. Georg“ ein voller Erfolg wurde und dass Menschen über die Themen Flucht, Migration, Inklusion und fairer Handel ins Gespräch kamen.

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