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Das Luftbild verdeutlicht die Dimension des neuen Quartiers.

Platz für Wohnungen, Läden und Büros

In Klostergärten wächst ein Quartier

„In den Klostergärten“ wächst ein richtiges neues Stadtquartier mit Wohnungen, Einkaufsgelegenheiten und Büros.

51 Wohnungen und 21 Einfamilienhäuser, ein Lebensmittelmarkt und Blumenladen, ein Ärztehaus sowie Wohnen und Büro für die Lebenshilfe Limburg-Diez wachsen dank der Albert Weil AG und ihrer Noll Baugesellschaft mbH, beide Limburg, in den ehemaligen Klostergärten der Pallottiner in Limburg. Außerdem ist dort noch ein Bürokomplex mit rund 140 Arbeitsplätzen entstanden.

Arbeitskräfte und knapp 200 Einwohner werden auf dem Areal „Pallottiner Klostergärten“ in Limburg ihre Zukunft finden.

Als 1895 die Pallottiner in Limburg eine Neuerrichtung eines deutschen Missionshauses für Afrika beschlossen und am Stadtrand zwischen der Frankfurter und der Wiesbadener Straße ein Areal von sieben Hektar erwarben, konnte niemand ahnen, dass gut 120 Jahre später auf Teilen dieses Areals ein beachtliches neues Stück Limburger Stadtentwicklung stattfindet. 2012 starteten die Albert Weil AG und ihre Noll Baugesellschaft Verhandlungen mit dem Verein der Norddeutschen Pallottiner und der Stadt Limburg. Es erfolgte die Entwicklung von Nutzungsideen sowie Bebauungs- und Erschließungs-konzepten. Insgesamt erwarben Albert Weil AG und Noll Baugesellschaft 5,1 Hektar Grundflächen.

2015 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan und 2017 folgte der Satzungsbeschluss und damit das Baurecht für den anspruchsvollen Standort zwischen zwei Bundesstraßen, und dabei war noch die Trasse für eine Limburger Südumgehung zu berücksichtigen. Von der ersten Idee über zahlreiche Gespräche und Verhandlungen sowie Entwürfe und detaillierte Planungen bis zur Verwirklichung der Ideen sind gerade einmal fünf Jahre vergangen. Dies sei das „Ergebnis eines zügigen und zielorientierten Wirkens“, schreibt die Noll Baugesellschaft in ihrer Pressemitteilung. Bedenken hatte es zuletzt in der Stadtverordnetenversammlung nur noch zum höheren Verkehrsaufkommen gegeben, weshalb die Planer bis zuletzt immer wieder die Verkehrsströme auf dem Gelände anders lenken mussten.

An der Frankfurter Straße entsteht ein Rewe-Lebensmittelmarkt mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Untersuchungen hätten ergeben, dass an diesem Standort der Stadt ein Lebensmittelmarkt zur wohnortnahen Versorgung notwendig sei. Der Markt soll im Herbst eröffnet werden. Außerdem wird bei dem Rewe-Markt auch ein Blumenladen angesiedelt. Des Weiteren umfasst der Marktstandort Parkplätzen für den Markt, aber auch für die Kreismusikschule Limburg und weitere Anrainer; dabei wird auch die Dachfläche des Rewe-Marktes genutzt, so wird die Nutzung von kostbarem Grund und Boden erspart.

Im Bereich an der Wiesbadener Straße entsteht ein Wohn- und Bürogebäude der Lebenshilfe Limburg-Diez, das somit in der fußläufigen Nähe zur Zentrale der Lebenshilfe liegt. Sechs Wohnappartements und 20 Büro-Arbeitsplätze umfasst das Vorhaben.

An der Wiesbadener Straße wachsen 21 Einfamilienhäuser. Alle Bauplätze seien „aufgrund ihrer attraktiven Lage“ binnen kürzester Zeit verkauft worden und werden derzeit bereits bebaut, so dass die ersten Familien in diesem Jahr einziehen werden.

Zwischen dem Lebensmittelmarkt und dem Gebiet mit den Einfamilienhäusern sind drei Komplexe mit insgesamt 51 Wohnungen im Bau. Über 90 Prozent der Wohnungen seien bereits verkauft und die Wohnungen werden spätestens im Januar 2019 übergeben. Zu diesen Wohnungen gehört auch eine Tiefgarage. Die Federführung für diese drei Häuser obliegt der gb city Gmbh, Limburg. Die drei Häuser tragen in Erinnerung an die Pallottiner die Namen der Ordensbrüder Hugo, Rochert und Tamm.

Überhaupt erinnert in dem Entwicklungsgebiet vieles an die Pallottiner, so auch die Straßennamen „In den Klostergärten“, „Pater-Henkes-Straße“, „Bruder-Karl-Straße“ und „Bruder-Kremer-Straße“.

Die Schaffung eines Ärztehauses für zwei Zahnärzte rundet die Nutzung ab. 3000 Quadratmeter Grund und Boden sind derzeit noch frei.

Angrenzend an die Stadtentwicklungsfläche „Pallottiner Klostergärten“ der Albert Weil AG ist ein neuer Bürokomplex für die MNT entstanden, in dem 140 Arbeitsplätze mit höchst qualifizierten Bedingungen bestehen. Der Bürokomplex stellt von der Frankfurter Straße aus gesehen einen Blickfang dar.

Die Klostergärten der Pallottiner befanden sich auf dem Gelände der alten Roteisenerzgrube „Gabriel“. Daher waren jetzt vor Baubeginn grundlegende Bodenuntersuchungen notwendig. Drei ehemalige Schächte wurden untersucht und verfüllt. Da sich das Roteisensteinlager an der Erdoberfläche befand, sei der Bereich der Klostergärten aus bergbaulicher Sicht problemlos bebaubar.

Vorstandsvorsitzender Diplom-Kaufmann Klaus Rohletter von der Albert Weil AG ist höchst zufrieden mit dem sich abzeichnenden Ergebnis: „Mit den Klostergärten leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Entwicklung der Stadt, die mit dem Projekt noch urbaner, noch mehr Stadt mit zentraler Bedeutung wird. red

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