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Marcel Kremer an einer der neuen Ladestationen im Parkhaus der WERKStadt.

Guter Tipp für E-Auto-Besitzer in Limburg

Kostenlos in der WERKStadt laden

  • Joachim Heidersdorf
    vonJoachim Heidersdorf
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Betreiber und EVL teilen sich die Kosten für die sechs Stationen

Limburg -In besseren Zeiten hätte es wahrscheinlich eine Feier gegeben, in der Corona-Krise bekam niemand etwas mit: Marcel Kremer hat gestern im Parkhaus der WERKStadt vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge freigeschaltet. Still, aber nicht heimlich. . ., denn das wäre nicht im Sinn der guten Sache. Das "Tanken" ist dort nämlich für Kunden kostenlos.

Das ist nach Angaben von Peter Spöhrer von der Energieversorgung Limburg (EVL) sonst in der Stadt nicht möglich. WERKStadt und EVL teilen sich die Kosten. Die EVL will die E-Mobilität in Limburg fördern, für WERKStadt-Chef Marcel Kremer ist es zudem eine (zeitlich nicht befristete) Marketingaktion.

An anderen Stationen werden die üblichen Stromkosten berechnet; für einen durchschnittlichen Ladevorgang von 30 Kilowattstunden also rund 8 Euro. "Damit kommt man etwa 150 bis 200 Kilometer weit", erläutert Spöhrer. Marcel Kremer will den Service weiter ausbauen. Die vier Parkplätze mit "Stromzapfsäulen" sind direkt neben der leistungsstarken Trafo-Station angebracht. "Wir können das Angebot bei Bedarf auf 20 Plätze erweitern", erläutert er. Unabhängig davon soll es im Frühjahr nach dem Abschluss der Bauarbeiten für das Fitnesscenter in diesem Bereich zwei kostenlose Ladestationen auf dem Freigelände eingerichtet werden.

Zu wenig Ladestationen - derzeit ein großes Problem beim Ausbau der Elektromobilität in Deutschland - soll es in der WERKStadt jedenfalls nicht geben.

Tiefgarage

für Fahrräder

In den nächsten Monaten möchte Kremer eine weitere umweltfreundliche Initiative umsetzen: Eine spezielle Tiefgarage für Fahrräder. In der Tiefgarage für Autos sollen rund 200 Quadratmeter für Zweiräder abgetrennt werden. Das Schnelllauftor wird abschließbar und die Fläche videoüberwacht sein. "Wir haben gehört, dass Leute ihre teuren Räder nicht gerne an öffentlichen Plätzen lassen", erklärt Kremer. Das Angebot richte sich vor allem an Dauerparker, an die Mitarbeiter der WERKStadt sowie anderer Geschäfte und Unternehmen. Die Räder könnten nach seinen Worten sicher und bequem und vor Wind und Wetter geschützt abgestellt und E-Bikes zudem kostenlos geladen werden.

"Natürlich möchte ich den Kunden einen Mehrwert bieten", sagt Kremer. "Um so besser, wenn die WERKStadt damit auch einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Limburg leisten kann."

Der Investor weist darauf hin, dass er dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit bereits beim Umbau des ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerks zum Einkaufs- und Dienstleistungszentrum einen hohen Stellenwert beigemessen hat. Unter anderem befindet sich auf dem Dach die größte Photovoltaikanlage Limburgs, die insbesondere die notwendige Energie für die Kühlung im Sommer liefert. hei

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