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Soll weiter die heimischen Interessen im Europaparlament vertreten: Michael Gahler.

Europaparlament

Kreis-CDU unterstützt den Europa-Abgeordneten Michael Gahler

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Der CDU-Kreisverband Limburg-Weilburg setzt bei der Europawahl auf den Michael Gahler aus Hattersheim. Zufrieden zeigte sich die Union mit den Wahlergebnissen des zurückliegenden Jahres.

Der CDU-Kreisverband Limburg-Weilburg hat auf seinem Kreisparteitag am Samstag im Offheimer Bürgerhaus die Weichen für die Europawahl am 26. Mai gestellt. Die heimischen Christdemokraten hoffen, dass auch künftig der Hattersheimer Michael Gahler ihre Interessen im Europa-Parlament vertritt.

Kreisvorsitzender Andreas Hofmeister wünscht sich, dass er bei der Listenaufstellung der hessischen CDU am 16. Februar in Alsfeld auf Platz eins oder zwei gesetzt wird. Denn mehr Vertreter wird die Partei aus Hessen wohl nicht in die Fraktion der Europäischen Volkspartei bekommen. Die heimische CDU ist in Alsfeld mit 15 Delegierten vertreten. 

Die EU ist zusammen größer als USA und China

Hofmeister meinte, dass in der Vergangenheit Europawahlen bei der CDU immer ein bisschen am Rande gelaufen seien. Das sei diesmal anders. „Es ist gerade vieles im Umbruch“, sagte er. Da dürfe man die Errungenschaften Europas nicht leichtfertig aufs Spiel setzen und Ergebnisse mit unsicheren Mehrheiten produzieren.

„Das Projekt Europa wurde von Anfang an von Christdemokraten geführt und hat Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in die Ländergemeinschaft zurückgebracht“, erinnerte Gahler. Er kritisierte, dass die AfD einen Europa-Ausstieg propagiere und damit antideutsche Politik mache. Es gebe gute Gründe, die EU fortzusetzen. Hessen habe beispielsweise mit seinen Produkten und Dienstleistungen stark vom europäischen Markt profitiert. „Alleine kann Trump uns fertigmachen“, glaubt Michael Gahler. Doch zusammen sei die EU auch ohne Großbritannien weiterhin größer als die USA und andere Konkurrenten auf dem Weltmarkt wie China.

Ein geeintes Europa sei für die Sicherheit jedes einzelnen Bürgers wichtig. Nur wenn die Länder noch stärker kooperierten und Daten austauschten, sei eine effektive Terrorabwehr möglich. 

Coup auch in Runkel?

Zum Diesel-Skandal sagte Gahler, die Anforderungen an Fahrzeuge dürften nicht so hoch werden, dass kein deutscher Autohersteller mehr in der Lage sei, legal zu produzieren. Zur EU-Datenschutzgrundverordnung sagte er, dass die Vereine ausgeklammert worden wären, wenn seine Fraktion eine Mehrheit im Europaparlament gehabt hätte.

„2019 wird nicht langweilig“, ist Andreas Hofmeister sich sicher. Mit den heimischen CDU-Ergebnissen zeigte der Kreisvorsitzende sich weitgehend sehr zufrieden, auch wenn er sich natürlich für die CDU im Landtag eine klarere Mehrheit gewünscht hätte. Es habe aber auch uneingeschränkt positive Momente für die CDU gegeben. Hofmeister erinnerte aber auch an die souverän gewonnene Landratswahl von Michael Köberle, die durch eine „tolle Teamleistung und einen sehr engagierten, bürgernahen Kandidaten“ zustande gekommen sei. Eine Sensation sei die Wahl des CDU-Kandidaten Matthias Rubröder zum neuen Bürgermeister gewesen, der den Amtsinhaber schlug.

Hofmeister ist überzeugt davon, dass ein ähnlicher Coup am 26. Mai auch in Runkel mit dem Kandidaten Bernd Schäfer gelingen könne. Außerdem will die Partei dieses Jahr den parteilosen CDU-Kandidaten Michael Franz bei seiner Wiederwahl in Beselich unterstützen. Zufrieden ist Hofmeister ebenso, dass in Weilmünster mit Mario Koschel ein CDU-naher Kandidat neuer Bürgermeister wurde. Andreas Hofmeister hofft, dass Dr. Christoph Ulrich (Waldbrunn) von Ministerpräsident Volker Bouffier am Freitag nach seiner Wiederwahl als Regierungspräsident für Gießen bestätigt wird.

Michael Köberle bedankte sich bei der Basis für die tolle Unterstützung im Wahlkampf. „Wir leisten gute Arbeit in den Kommunen, müssen weiter nahe an den Menschen bleiben“, so der neue Landrat. Auf das, was sein Vorgänger Manfred Michel geschaffen habe, könne er gut aufbauen.

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