Unter den Folgen der Pandemie leiden auch Einzelhandel Gastronomie und die Hotelbranche. Blick auf die Häuserzeile am Bischofsplatz in der Limburger Altstadt.
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Unter den Folgen der Pandemie leiden auch Einzelhandel Gastronomie und die Hotelbranche. Blick auf die Häuserzeile am Bischofsplatz in der Limburger Altstadt.

Vor der Stichwahl am 28. März

Laux fordert Aktionsprogramm für die Innenstadt

Limburger Bürgermeisterkandidat erwartet mehr Engagement von der Stadt für Einzelhandel und Gastronomie.

Limburg -Wie sollen der Einzelhandel und die Gastronomie in Zeiten der Pandemie erhalten und unterstützt werden? Wie soll die Limburger Innenstadt gestärkt und neu belebt werden? Und was muss jetzt getan werden, um greifbare Perspektiven zu geben?

Der von der CDU unterstützte Bürgermeisterkandidat Stefan Laux (CDU) ruft vor dem Hintergrund dieser Fragen in einer Pressemitteilung dazu auf, so zeitnah wie möglich ein Aktionsprogramm zur Stärkung der Innenstadt zu schaffen. Dieses solle umfassender und konkreter sein als eine reine Image-Kampagne. In dem Programm sollten auch jene Initiativen Berücksichtigung finden, die die Stadtverordnetenversammlung zwar bereits beschlossen habe, deren Umsetzung aber noch auf sich warten lasse.

"Die Corona-Pandemie hat und wird auch in unserer Stadt erhebliche Spuren hinterlassen", sagt Laux laut Pressemitteilung. "Einzelhandel, Gastronomie und Hotels sind massiv betroffen. Gleiches gilt für Feste und Großveranstaltungen, deren Ausfall die Veranstaltungsbranche, Schausteller, Kunst- und Kulturschaffende vor existenzbedrohende Probleme stellt." Sein klarer Vorwurf: "Bisher wurde da seitens der Stadt zu wenig getan! Die genannten Branchen fühlen sich in großen Teilen im Stich gelassen und erwarten nun auch seitens der Stadtpolitik und des Bürgermeisters konkrete Hilfestellungen." Dies sei deshalb auch besonders unverständlich, weil die Stadtverordnetenversammlung schon vor geraumer Zeit entsprechende Aktivitäten des Magistrats eingefordert habe.

Daher schlägt Laux kurz vor der Stichwahl gegen Amtsinhaber Dr. Marius Hahn (SPD) am kommenden Sonntag vor, unter Einbindung zahlreicher Akteure wie dem City Ring, dem Altstadtkreis, Gastronomen und Hoteliers, Immobilienbesitzern sowie Veranstaltungsagenturen ein praxistaugliches Aktionsprogramm zu entwickeln, welches so schnell wie möglich starten könne. "Die betroffenen Branchen brauchen jetzt eine echte Perspektive und Hilfe, nicht erst ,nach' der Pandemie", sagt Laux. "Gerade auch die kleinen Läden und Gastronomen in der Altstadt benötigen einen gemeinsamen positiven Neustart."

Eine attraktive und lebendige Innenstadt sei das Herz jeder Stadt. "Auch wenn es jetzt geschwächt ist, müssen wir gemeinsam alle verfügbaren Kräfte bündeln, um wieder eine vitale City mit hoher Publikumsfrequenz und hoher Kaufkraft zu werden."

Fördermittel

beantragen

Nach seiner Auffassung ist dazu ein großer gemeinsamer Kraftakt aller erforderlich. Es gehe insbesondere auch darum, all diejenigen an einen Tisch zu holen, die als Betroffene realisierbare und pragmatische Vorschläge und Ideen einbringen könnten. Und gleichzeitig müsse die Stadt alles in ihrer Macht Stehende tun, um die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch sollten entsprechende Fördermittel von Bund und Land beantragt und sinnvoll genutzt werden.

Und das sind sieben

konkrete Vorschläge

Das können aus Sicht von Bürgermeisterkandidat Stefan Laux (CDU) konkrete Bestandteile eines Aktionsprogramms für die Limburger Innenstadt sein:

Eine stadteigene Online-Plattform für alle Limburger Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen, die keinen eigenen Online-Shop betreiben können oder wollen. Über diese Plattform hätten die heimischen Unternehmer die Möglichkeit, Fotos von ihrem Sortiment und Betrieb, Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Bewertungen ohne großen Aufwand online zu veröffentlichen, unterstützt durch einen städtischen "Digitalisierungs-Lotsen" oder das Stadtmarketing. Interessierte Kunden könnten bequem online bestellen.

Ein zweijähriger Verzicht auf Gebühren und vermeidbare Vorschriften für Außenbewirtschaftung, um die Gastronomen zu entlasten.

Das unbürokratisch eingeräumte Nutzungsrecht von innerstädtischen Plätzen durch Gastronomen, Marktbeschicker, Schausteller, Künstler und Kulturschaffende.

Ein kostenloser Stadtlinienverkehr an Aktionstagen/-wochen (zum Beispiel Oster- und Adventszeit) als zusätzlicher Anreiz, in die Innenstadt zu kommen.

Mehr Vielfalt bei der Zwischennutzung von Leerständen, zum Beispiel durch das Konzept der "Pop-up-Stores" (kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden).

Verwirklichung der Einkaufsgutscheinaktion, die finanziell von der Stadt subventioniert wird. "Hier warten alle Beteiligten auf die konkrete Umsetzung des bereits im Dezember 2020 beschlossenen ,Limburg Plus'-Gutschein-Programms", sagt Laux.

Eine verbesserte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch mehr Sitzgelegenheiten, erweiterte Spielmöglichkeiten für Kinder, attraktivere Gestaltung des Neumarkts inklusive Platanen, kulturelle Angebote (zum Beispiel offene Bühne im corona-konformen Open-Air-Format, kleine Events wie etwa Street-Food-Festival) und saubere öffentliche Toiletten. red

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