In der Alten Straße schilderten die Anwohner dem Ortsbeirat um Ortsvorsteher Heiko Welker (rechts) ihr Leid mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen.
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In der Alten Straße schilderten die Anwohner dem Ortsbeirat um Ortsvorsteher Heiko Welker (rechts) ihr Leid mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Verkehrsprobleme

Verkehr in Limburg: Anwohner schildern ihren Ärger und ihre Sorgen

  • VonRobin Klöppel
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Vor allem Lärmbelästigung durch landwirtschaftlichen Verkehr und zu wenige Parkplätze ärgern die Limburger Bürger.

Linter - Vor allem mit Verkehrsproblemen hat sich der Ortsbeirat Linter in seiner Sitzung Dienstagabend (07.09..2021) im Bürgerhaus beschäftigt. Vorher wurde ein Ortsrundgang unternommen, bei dem die Bürger ihre Probleme schildern konnten. In der Alten Straße warteten zahlreiche Bürger auf die Mandatsträger. Harald Nink schilderte dem Ortsbeirat und dem Limburger Ordnungsamtsleiter André Tamoschus die Sorgen der Anwohner. Zahlreiche landwirtschaftliche Fahrzeuge würden zu schnell durch die Straße brettern, was den Bodenbelag schädigte sowie zu Lärmbelästigungen und Gefährdungen der Fußgänger führe.

Hier einigten sich die Ortsbeiratsmitglieder darauf, es erst einmal im Guten zu versuchen und die betreffenden Landwirte sowie den Ortslandwirt auf die Problematik anzusprechen. Nink meinte, dass es offizielle Wege für die Landwirte gebe, die aber nicht genutzt würden.

Limburg: Betroffener verliert pro Fahrt zehn Minuten Zeit

Ortsvorsteher Heiko Welker (SPD) sagte, dass ein Betroffener berichtet habe, er verliere pro Fahrt zehn Minuten Zeit, wenn er die offiziellen Wege nutze. Welker hält nichts davon, die Straße für den landwirtschaftlichen Verkehr zu sperren, weil sich dadurch die Problematik nur auf die nächste Straße verlagern würde.

Tamoschus sagte, wenn Gespräche zu nichts führten, müsse man überlegen, was man sonst noch tun könne. Er denkt aber, dass es schon etwas bringe, wenn die Hofbetreiber mit ihren Mitarbeitern mal über das Thema redeten.

In der Mainzer Landstraße ist es ein Problem, dass gerade auf der Dorfhälfte aus Richtung Limburg Parkbuchten in der Ortsdurchfahrt fehlen. Folglich parken viele Autofahrer, die zum Kiosk oder zum Eissalon wollen, wild auf dem Bürgersteig, was dann die Fußgänger ärgert.

Ärger in Limburg: Gespräche mit Hessen Mobil führen

Von Bürgern wurde angeregt, ob nicht Parkplätze halb auf dem Bürgersteig und halb auf der Straße markiert werden könnten. Tamoschus erklärte, dass er das nicht alleine entscheiden könne. Hierüber müssten Gespräche mit Hessen Mobil geführt werden. Eine weitere Problemstelle ist der aus Limburg kommende Fahrradweg auf dem Linterer Bürgersteig der Mainzer Straße, der kurz hinter der Tankstelle abrupt endet.

Hier berichteten Bürger, dass viele Radler das hoch angebrachte Schild übersehen würden, welches das Ende des Radweges markiert, und weiter geradeaus auf dem Bürgersteig in den Ort fahren würden. Das sei problematisch, weil von den Seitenstraßen auf die Hauptstraße abbiegende Autofahrer nicht mit plötzlich ankommenden Radfahrern rechneten. Tamoschus versicherte, die Problematik an seine für Verkehrsplanung zuständige Kollegin Eva Struhalla weiterzugeben.

Verwundert zeigte sich der Ortsbeirat, dass ohne seine Kenntnis mit dem Bau des Kleinspielfeldes hinter dem Bürgerhaus bereits begonnen wurde. Und das auch noch mitten auf dem Gelände, obwohl es viele Linterer, wie Peter Rompf (SPD) ausführte, lieber am Grundstücksrand Richtung Grundschule gehabt hätten. Denn dann wäre auf dem Grundstück noch Platz gewesen, um bei Festen ein Zelt stellen zu können.

Der Ortsbeirat missbilligte das Verhalten des Magistrats, den Ortsbeirat nicht vor Baustart informiert zu haben. Trotzdem gab der Ortsbeirat seine Zustimmung für das Kleinfeld.

Limburg: Arbeiten sollen im September abgeschlossen sein

Martin Rauen von der Stadtverwaltung sagte, dass die Arbeiten noch im September abgeschlossen sein sollen. Der Standort des Feldes sei gewählt worden, weil hier das Bürgerhaus Lärmschutz zur Wohnbebauung hin biete. Rauen sagte, zur Gestaltung des Platzes werde es noch einen Bürgerworkshop geben.

Michael Stock (CDU) regte an, dass der Magistrat prüfen solle, was an Ausbesserungen an der Außenfassade des Bürgerhauses und auf der Grünfläche drumherum nötig sei. In Sachen Endausbau der Straße Töpfererde möchte sich der Ortsbeirat nicht mit der Mitteilung der Stadt zufriedengeben, dass die Mehrheit der Anlieger aus Kostengründen gegen die Pflanzung zusätzlicher Bäume neben den im Bebauungsplan bereits enthaltenen stimmte. Rompf würde gerne wissen, ob es möglich sei, Baumspender zu suchen. Auch im Ebereschenweg ist der Ortsbeirat nicht glücklich mit der ablehnenden Haltung der Stadt, dass es hier aufgrund von Bodenleitungen nicht möglich sei, gefällte Bäume durch neue zu ersetzen.

Denn es gehe, so Rompf, ja gar nicht unbedingt um Bäume. Eine Wiederbegrünung könne ja auch durch kleinere Anpflanzungen geschaffen werden. Von daher wünscht der Ortsbeirat hierfür von der Stadt ein Konzept. Zudem wurden die Eltern der Schulkinder gebeten, künftig nicht mehr weiter im Schulbereich illegal zu parken. Denn sonst könne es schnell passieren, das herumlaufende Kinder zwischen den Autos übersehen und angefahren würden, so Peter Rompf. (Robin Klöppel)

Erst kürzlich redeten die Stadtverordneten über drohende Dieselfahrverbote in Limburg - aber ohne Publikum. Das sorgt für Kritik.

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