Schulleiter Stefan Laux (von links), Schulamtsleiter Michael Scholz und Landrat Michael Köberle freuen sich auf das neue Technologiezentrum.
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Schulleiter Stefan Laux (von links), Schulamtsleiter Michael Scholz und Landrat Michael Köberle freuen sich auf das neue Technologiezentrum.

Richtfest gefeiert

Limburg: Bildungsstätte für die Fachkräfte der Zukunft

  • vonRobin Klöppel
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Das Technologiezentrum an der Friedrich-Dessauer-Schule schreitet voran. Allein der Bau kostet 2,2 Millionen Euro.

Limburg -Für das neue Technologiezentrum an der Limburger Friedrich-Dessauer-Schule wurde Richtfest gefeiert. Dafür werden an reinen Baukosten 2,2 Millionen Euro investiert. Denn durch die Umstellung der Produktionsweise in Industrie und Handwerk werden neue Ausbildungsschwerpunkte für den Erhalt des Ausbildungsstandortes Limburg durch die Digitalisierung, die Robotik, die E-Mobilität und die Industrieproduktion 4.0 immer wichtiger.

Da dies allen Verantwortlichen bewusst ist, untersuchten die Friedrich-Dessauer-Schule, das Amt für Jugend, Schule und Familie sowie der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg gemeinsam, wie diese Inhalte in der vorhandenen Werkstattfläche der Dessauer-Schule zukünftig abgedeckt werden könnten.

Notwendig wird, wie Landrat Michael Köberle (CDU) erklärte, eine teilweise Umnutzung und Umstrukturierung des vorhandenen Werkstattgebäudes. Da die benötigten Flächen sowohl in der Anzahl als auch in der Qualität hier nicht vollständig zu realisieren gewesen seien, sei ein Anbau von rund 790 Quadratmetern mit etwa 4400 Kubikmetern Rauminhalt zusätzlich notwendig. "Um auf die zukünftigen Anforderungen der digitalen Produktion und Ausbildung sowie der Vernetzung reagieren zu können, soll der Anbau als möglichst flexibel zu nutzende Hallenkonstruktion ausgeführt werden", erläuterte Köberle.

Geplant ist der Anbau als eigenständiger Baukörper mit eigenem Zugang, aufgeteilt in drei Unterrichtsräume und drei Hallenteile mit unterschiedlicher Größe. Das geplante Gebäude wird in Massivbauweise mit Wärmedämmsteinen errichtet. Im Bereich der Lernfelder wird eine Stahlbetondecke mit Flachdach und einer umlaufenden Attika (wandartige Erhöhung der Außenwand über den Dachrand hinaus zur Verdeckung des Daches) zur Ausführung kommen. Die Technologieräume erhalten ein Pultdach mit Fünf-Grad-Neigung und werden mit Sandwichdachelementen eingedeckt. Diese werden auf einer Stahlkonstruktion befestigt. Baubeginn war im März. Die Fertigstellung des neuen Technologiezentrums ist für Ende des Jahres geplant.

Schulleiter Stefan Laux sagte, von der ersten Idee für das Technologiezentrum bis heute seien gerade einmal 24 Monate vergangen. Für einen Bau in dieser Größenordnung der öffentlichen Hand bedeute das schon Lichtgeschwindigkeit. Die Schule habe die vergangenen Jahre improvisieren müssen. Er habe, so Laux, aber gemerkt, dass es so nicht weitergehen könne und habe Gespräche mit dem Kreis gesucht. Für ihn sei der Bau ein Muss, weil an der Dessauer-Schule die Fachkräfte der Region von morgen in Berufen mit deutlichen Wachstumsprognosen ausgebildet würden. Mit den Möglichkeiten dieses Technologiezentrums brauche sich Limburg vor anderen Ausbildungsstandorten wie Wiesbaden oder Gießen nicht zu verstecken, ist Stefan Laux überzeugt.

wird attraktiver"

Die Ausbildungsbetriebe lobten, dass es klasse sei, was die Schule und der Kreis hier zusammen auf die Beine stellten. Robotertechnik und Elektromobilität seien Themen der Zukunft, weiß der Schulleiter. In diesen Bereichen sei die Dessauer-Schule bei den Limburger Berufsschulen führend.

Der Landrat sagte, dass schon unter seinem Vorgänger Manfred Michel (CDU) 200 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des Schulwesens im Kreis gesteckt worden seien. Mit dem Bau des Technologiezentrums werde daran nahtlos angeknüpft. Zu den 2,2 Millionen Euro Baukosten kämen ja noch weitere Ausgaben für die Inneneinrichtung, aber in junge Köpfe investiertes sei gut investiertes Geld, glaubt Michael Köberle.

Der Chef der Kreisverwaltung sprach von einem "attraktiven, gelungenen Bau". Der große Raum darin biete der Schule viele Möglichkeiten. "Wir könne aber nur die Rahmenbedingungen bieten", meinte Köberle zu Stefan Laux. Die Verantwortlichen der Schule müssten dann daraus etwas entwickeln.

Der Leiter des Staatlichen Schulamtes Limburg-Weilburg, Michael Scholz, merkte an: "Wir stärken die Region und das Bildungswesen dadurch, dass wir solche Gebäude aufstelle." Dieser Neubau mache den Schulstandort attraktiver und zukunftsorientiert. Er stärke die Region. Scholz meinte: "Es ist nun an dem Kollegium der Schule, das Gebäude mit Leben zu füllen". Er hoffe auch, dass die Dessauer-Schüler zu schätzen wüssten, was ihnen durch die Investition künftig an Ausbildungsmöglichkeiten geboten würden.

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