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Sechs neue Busse bekommt die Stadtlinie Limburg. Der erste ist bereits im Verkehr unterwegs. 

Verkehr 

Sechs neue Busse für die Stadtlinie – Kameras im Innenraum

In Limburg sind neue Busse unterwegs. Sie verbrauchen weniger Sprit, sorgen für bessere Luft – und sicherer sollen sie auch sein. 

Limburg – Seit gestern sind sechs neue Busse der Limburger Stadtlinie unterwegs, die fünf übrigen Busse gehen im Laufe des Monats an den Start. Die Fahrgäste werden daher jetzt in Busse einsteigen, die nicht in der gewohnten Stadtlinien-Optik unterwegs sind. Die bisherigen Busse werden nicht mehr eingesetzt, da sie nicht die geforderte Fahrgastzählung vornehmen können. Bis zur kompletten Umstellung auf die neuen Busse werden die Fahrgäste zunächst in rote Busse ohne Stadtlinien-Outfit einsteigen müssen. Die neuen Busse kommen vom Hersteller direkt in eine örtliche Werkstatt. Dort müssen insbesondere die Drucker verkabelt werden. Sie erstellen nicht nur die Fahrscheine, sondern steuern auch die Haltestellenanzeigen und -ansagen.

Die neuen Busse haben weitere Vorteile: Sie entsprechen der Schadstoffklasse Euro 6d, die seit September 2019 für alle Neufahrzeuge gilt. "Konkret bedeutet dies weniger Kraftstoffverbrauch und damit einen geringeren Schadstoffausstoß", sagt 1. Stadtrat Michael Stanke, der gleichzeitig Betriebsleiter der Stadtlinie ist.

Limburg: Neue Busse verbrauchen weniger Kraftstoff 

Die bisher eingesetzten Busse verbrauchen rund 46 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer, die neuen begnügen sich mit weniger als 40 Litern pro 100 Kilometer. Da die Stadtlinie jährlich rund 295 000 Kilometer zurücklegt, sind dies merkliche Einsparungen, die zur Luftverbesserung beitragen. Die neuen und emissionsreduzierten Busse sind auch eine Maßnahme des Masterplans Mobilität, den die Stadtverordnetenversammlung verabschiedete.

Für Senioren und mobilitätseingeschränkte Personen bringen die neuen Busse ebenfalls Verbesserungen, denn sie sind weitgehend barrierefrei. Die Niederflurbauweise ermöglicht mit der Absenkung ein komfortables Einsteigen. Sechs Sitzplätze sind komplett ohne Stufen oder Podeste zu erreichen, weitere Sitzplätze im Heck über den leicht ansteigenden Mittelgang.

Durch die Niederflurbauweise sind die neuen Busse besonders für Senioren und mobilitätseingeschränkte Personen geeignet.

Limburg: Kameras in Bussen sollen Übergriffe eindämmen

Um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu verbessern, sind die neuen Busse mit Kameras im Innenraum ausgestattet. Übergriffe und Fehlverhalten sollen damit vermieden und eingedämmt werden. Zudem besteht mit den Videoaufnahmen bei Vorfällen eine Beweislage.

Bei den neuen Bussen handelt es sich wieder um sogenannte Midibusse, die für die teils enge Streckenführung im Stadtbereich besonders gut geeignet sind. Sie sind 10,90 Meter lang und damit 10 Zentimeter länger als ihre Vorgänger. Zum Vergleich: Ein Standard-Bus ist in der Regel 12,50 Meter lang.

Zuständig für die Stadtlinie ist die Stadt Limburg, die ein Verkehrsunternehmen mit der Durchführung der kompletten Verkehrsleistung nach einer Ausschreibung beauftragt hat. Das Unternehmen beschaffte nach Abstimmung mit der Stadt die neuen Busse und trug die Kosten dafür. Grundlage für die Zusammenarbeit ist ein Vertrag, in dem auch der Antrieb der Busse festgelegt ist, aktuell ist dies Dieselkraftstoff.

Limburg: Elektrischer Antrieb für Stadt-Busse? Wird geprüft!

Bei einer Neuausschreibung 2025 wird geprüft, inwieweit alternative Busantriebe, beispielsweise elektrische, in den Kriterienkatalog aufgenommen werden können. Die Hessen-Agentur hat 2018 ermittelt, dass E-Busse wegen der Topografie und der Länge der Strecken in Limburg nicht infrage kommen. 

(red)

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