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Limburg: Chance für die Südumgehung nutzen

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Die neue Bürgerinitiative will sich für den Bau eines Südstadttunnels auf der Alttrasse einsetzen. Karl-Winfried Seif (Mitte) und Dr. Rainer Jüngst (rechts) erklärten dies im Gespräch mit Bürgern.
Die neue Bürgerinitiative will sich für den Bau eines Südstadttunnels auf der Alttrasse einsetzen. Karl-Winfried Seif (Mitte) und Dr. Rainer Jüngst (rechts) erklärten dies im Gespräch mit Bürgern. © Hans-Peter Günther

Bürgerinitiative will sich mit Partnern aus der Region für Höherstufung im Bundesverkehrswegeplan einsetzen.

Der Vorstand der parteiübergreifenden neuen Bürgerinitiative (BI) "Für Südstadttunnel auf der Alttrasse" hat inzwischen die ersten Aktivitäten und Gespräche mit den Städten Limburg und Diez sowie der Verbandsgemeinde Diez und dem Landkreis Limburg-Weilburg geführt. Die BI sieht sich ermutigt und bestärkt, mit möglichst allen politischen Akteuren auf der kommunalen und regionalen Ebene eine neue Initiative zur unverzüglichen Planung und Realisierung der Umgehungslösung auf der - seit rund 90 Jahren bestehenden - Alttrasse zu starten.

Am Samstag präsentierte sich die BI erstmals mit einem Infostand in der Limburger Innenstadt. Dort wurden auch Unterschriften gesammelt - zu den mehr als 150 Menschen, die sich eintrugen, gehörten auch die Seniorchefs von Schaefer Kalk. Die Wirtschaft aus der Region macht sich schon lange für eine Südumgehung stark. Allerdings gibt es in der Südstadt auch schon lange heftigen Gegenwind für das Projekt. Davon war am Samstag aber nichts zu spüren.

Für den BI-Vorsitzenden Karl-Winfried Seif und dessen Stellvertreter Dr. Rainer Jüngst besteht in der aktuellen Überprüfung des Bedarfsplans für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 die einmalige Chance, eine Neueinstufung der Südumgehung Limburg in den "Vordringlichen Bedarf" zu erreichen. Nach Aussage von Rainer Jüngst wird die Überprüfung des Bedarfsplans auf Bundesebene im kommenden Jahr abgeschlossen.

Nur ein kurzes

Zeitfenster

Daher bestünde nur ein kurzes Zeitfenster für eine erfolgreiche Initiative zur Höhereinstufung der beiden Teilprojekte - dem Tunnel in Limburg und dem Anschluss von Diez - durch den Bund. "Nur wenn beide Kommunen jetzt gemeinsam mit den Landkreisen und mit Unterstützung der Landes- und Bundestagsabgeordneten in Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Bund für die unverzügliche Planung und den Bau des Südstadttunnels intervenieren, haben wir eine Chance", erklärt Rainer Jüngst.

In Gesprächen mit der Bürgerinitiative hätten Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) und der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU), die Bürgermeisterin von Diez, Anette Wick, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, Michael Schnatz (beide SPD), sowie Landrat Michael Köberle (CDU) die Gründung der BI ausdrücklich begrüßt und wollten ihre Aktivitäten unterstützen. Alle Amtsträger erklärten sich nach Angaben der BI bereit, bei der laufenden Bedarfsplanüberprüfung mit einer neuen Initiative gegenüber den Verkehrsministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz sowie des Bundes die Dringlichkeit der Umgehungslösung und die Notwendigkeit der Höherstufung im BVWP nochmals zu betonen. Dabei sollen aktualisierte Daten zum Verkehrsaufkommen, zur Luft- und Lärmbelastung und weitere Argumente für die notwendige Verkehrsentlastung, das Anliegen untermauern.

Jede weitere Unterstützung vonseiten der Abgeordneten in den Landtagen und im Bundestag, der regionalen Gewerbetreibenden, der Industrie- und Handelskammern, des City Rings und auch aus der Bürgerschaft, die sich mit den Unterschriften beteiligen kann, könne für den Erfolg der Initiative nur hilfreich sein, betont Karl-Winfried Seif.

Beteiligung an

den Planungskosten

Um der Forderung nach Höherstufung des Limburger und Diezer Verkehrsprojekts zusätzlich Nachdruck zu verschaffen, wurde in den Gesprächen zudem von der BI angeregt, den Ministerien gegebenenfalls auch einen Beitrag zur Finanzierung der Planungskosten anzubieten. Ein solches Angebot wäre laut Karl-Winfried Seif ein klares Zeichen, um die Entschlossenheit der Region zusätzlich zu belegen.

Sehr wichtig ist der BI darüber hinaus ein gemeinsames Konzept für eine digitale Verkehrssteuerung der beiden Städte, wie sie derzeit in Wiesbaden umgesetzt werde. Dafür müssten Hessen Mobil und der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Abstimmung mit den Verkehrsbehörden der Landkreise und der beiden Städte an einem Strang ziehen, sagten die Vertreter der BI am Infostand in der Innenstadt. Hans-Peter Günther

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