Der neue Linterer Ortsbeirat (von links): Karl-Heinz Brecher, Ortsvorsteher Heiko Welker, Winfried Rexroth (alle SPD), stellvertretender Ortsvorsteher Kai-Hagen Maiwald (Grüne), Peter Rompf (SPD), Marianne Ax-Vorndran, Marianne Meudt, Michael Stock und Andreas Wagner (alle CDU).
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Der neue Linterer Ortsbeirat (von links): Karl-Heinz Brecher, Ortsvorsteher Heiko Welker, Winfried Rexroth (alle SPD), stellvertretender Ortsvorsteher Kai-Hagen Maiwald (Grüne), Peter Rompf (SPD), Marianne Ax-Vorndran, Marianne Meudt, Michael Stock und Andreas Wagner (alle CDU).

Konstituierende Sitzung

Limburg: Comeback als Ortsvorsteher

  • VonRobin Klöppel
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Heiko Welker setzt sich in Kampfabstimmung durch

Linter -Heiko Welker hat in Linter das Comeback als Ortsvorsteher geschafft. Nachdem er während der letzten Periode nach eigenen Angaben aus privaten Gründen das Amt vorzeitig niedergelegt hatte, wurde er am Dienstagabend in einer Kampfabstimmung wieder zurück ins Amt und damit zum Nachfolger des nicht mehr kandidierenden Hans-Jürgen Ludwig (SPD) gewählt. In geheimer Wahl erhielt Welker fünf Stimmen, Michael Stock (CDU) nur vier.

Da beide Fraktionen im Ortsbeirat vier Vertreter stellen, war Ortsbeirats-Neuling Kai-Hagen Maiwald (Grüne) das Zünglein an der Waage, der vor der Sitzung eine Kooperationvereinbarung mit der SPD abgeschlossen hatte. Demnach wurde er von diesen auch mit zum stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt, ohne Gegenkandidaten mit fünf Ja- bei vier Nein-Stimmen.

Die kommenden Monate werden zeigen müssen, ob der aktuelle Scherbenhaufen zwischen SPD/Grünen auf der einen und CDU auf der anderen Seite wieder zu kitten und eine professionelle Sacharbeit zum Wohle der Bürger möglich sein wird.

Dass es zwischen einigen Ortsbeiratsvertretern menschlich kriselt, das wurde in der hitzigen Diskussion deutlich. Marianne Ax-Vorndran (CDU) warf dem neuen Ortsvorsteher gar Charakterlosigkeit vor. Wie die Mandatsträgerin vor der Sitzung gegenüber dieser Zeitung erklärte, will sie erst aus der Zeitung erfahren haben, dass SPD und Grüne Michael Stock bei der Ortsvorsteherwahl übergehen wollten, der bei der Kommunalwahl die meisten Direktstimmen geholt habe.

Peter Rompf (SPD) erklärte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass Michel Stock wohl, obwohl beide Fraktionen je vier Sitze im Ortsbeirat hätten, automatisch davon ausgegangen sei, dass er zum Ortsvorsteher gewählt werde und die SPD sich mit dem Stellvertreterposten begnüge. Über 49 Prozent der Stimmen in Linter seien aber nicht die Mehrheit. Und mit Maiwald habe die SPD inhaltlich große Übereinstimmungen festgestellt. Rompf zeigte den Whatsapp-Verlauf mit Stock, aus dem hervorgeht, dass Rompf Stock vor der konstituierenden Sitzung sehr wohl informiert hatte, dass es eine Einigung mit den Grünen gebe.

Maiwald möchte für die Linterer CDU-Anhänger auch nicht der Buhmann sein. Wie dieser betonte, habe Stock ihm nie Gespräche mit der kompletten CDU-Fraktion angeboten. Er habe ihm auch keine Zusammenarbeit angeboten, nur seine Stimme bei der Ortsvorsteherwahl gewollt. Maiwald betonte, dass er über die Kooperation mit der SPD nicht alleine entschieden habe, sondern dass das eine gemeinschaftliche Festlegung der Linterer Grünen-Kandidaten gewesen sei.

Welker war sehr verärgert über die Unterstellung von Charakterlosigkeit seitens der CDU. Denn Stock selbst habe nie die Größe besessen, auf ihn vor der Wahl persönlich zuzugehen, obwohl er als Linterer SPD-Vorsitzender der richtige Ansprechpartner gewesen wäre. In einer verteilten Stellungnahme schießt die CDU-Ortsbeiratsfraktion aber weiter gegen den neuen Ortsvorsteher. Darin heißt es "Die Erfahrung zeigt, dass Heiko Welker nicht geeignet ist, das "Team" Ortsbeirat erfolgreich zu führen und die Interessen Linters im Rathaus nachhaltig zu vertreten". Fünf Jahre habe die SPD Zeit gehabt, Linter voranzubringen, ohne dass es beispielswiese bei dem Kreisel, der Seniorenwohnanlage oder auch Maßnahmen gegen Raser in den Abendstunden trotz unzähliger Beratungen zu nennenswerten Erfolgen gekommen sei.

Gegen Ende der Sitzung herrschte dann aber zumindest zum Vorschlag der Stadt, ein Kunstrasen-Kleinspielfeld der Größe 20 mal 13 Meter auf dem alten Hartplatz zu errichten, Einigkeit. Das könnte für knapp über 20 000 Euro verwirklicht werden, weil die Firma Heus Sportstättenbau dort ein neues Granulat testen will und der Stadt lediglich die Materialkosten in Rechnung gestellt werden sollen. Vorschläge gibt es auch, auf der Fläche noch ein Streetballfeld der Größe 15 Mal 11 Meter sowie eine Tischtennisplatte zu errichten. Auch ein Spielplatz soll dort entstehen, so dass mit dem zur Umgestaltung anstehenden Dorfplatz nebenan ein euer Ortsmittelpunkt entsteht.

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