Um der unter der Pandemie leidenden Gastronomie und dem Einzelhandel zu helfen, wird eine Plattform im Internet geschaffen.
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Um der unter der Pandemie leidenden Gastronomie und dem Einzelhandel zu helfen, wird eine Plattform im Internet geschaffen.

Projekt „Limburg & Du“

Das Corona-Leid von Gastronomie und Einzelhandel: Gemeinsame Plattform soll helfen

  • Stefan Dickmann
    vonStefan Dickmann
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So wollen die Stadt Limburg und die Werbegemeinschaft City Ring der Corona-Pandemie trotzen.

Limburg - Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und Kultur unter einem Dach, das soll das neue Gemeinschaftsprojekt „Limburg & Du“ vom Stadtmarketing und der Werbegemeinschaft City Ring bieten. Dahinter steckt eine gemeinsame Plattform im Internet, die möglichst schnell an den Start gehen soll.

Unter www.limburg-und-du.de wird dann den Besuchern, Kunden und Bürgern der Stadt eine Möglichkeit gegeben, sich online einen Termin bei den Händlern oder Gastronomen ihrer Wahl zu buchen. Jeder Gewerbetreibende legt den Rahmen dafür selbst fest. Ob im 15-, 30- oder 60-Minuten-Takt, jeder kann selbst bestimmen, wie viele Termine bei ihm buchbar sind. Der Vorteil für den Kunden im Corona-Lockdown: Nur einmal anmelden und buchen, statt jede einzelne Homepage einzeln besuchen zu müssen.

Projekt „Limburg & Du“: Einkaufen soll in der Corona-Pandemie leichter gemacht werden

„Wir versuchen mit diesem Angebot, es für jeden so einfach wie möglich zu halten“, sagt der Vorsitzende des City Rings, Horst O. Hoppe, „und wir hoffen, dass jeder damit zurechtkommt.“ Hoppe rechnet mit einem Start Ende April. Wie die Stadt mitteilt, laufen derzeit die letzten Entwicklungsschritte und Praxistests. Der Magistrat habe die benötigten finanziellen Mittel der Stadt bereits freigegeben. Eine Einführung für die Gewerbetreibenden per Videoschulung erhalten Interessierte noch im April. Um sich für die Schulung anzumelden, einfach eine E-Mail an schulungen@clickandmeetlimburg.de senden - die auf die Anmeldung verschickte Antwort informiert darüber, wann die Schulungen stattfinden.

Dramatische Corona-Lage im Einzelhandel: Hoppe fordert ein Ende des „Hin und Her“

Die Lage für die Einzelhändler in Limburg sei dramatisch und die Unzufriedenheit mit der Politik wachse. „Der Bezug des Impfstoffs in Deutschland bleibt ein großes Desaster“, sagt Hoppe. Was bisher in diesem Land geimpft wurde, sei lächerlich wenig. Der Vorsitzende des City Rings sieht den Einzelhandel in der Pandemie als Sündenbock. „Dass der Handel funktioniert und kein Treiber der Pandemie ist, sieht man doch an den täglich geöffneten Lebensmittelmärkten.“ Das Hauptproblem in der Pandemie sind aus seiner Sicht private Treffen mit zu vielen Menschen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen. Es sei doch nicht wirklich begründbar, warum Blumenläden und mitunter Baumärkte sowie Möbelgeschäfte öffnen dürften, aber nicht andere Händler. Hoppe erwartet ein Ende des „Hin und Her“, notfalls müsse für ein bis zwei Wochen alles dicht machen, aber das müsse dann eben für jeden gelten.

Ein großer Hoffnungsträger ist nun die gemeinsame Plattform im Internet für den Handel, die Gastronomie, das Handwerk und die Kultur. Unter einem gemeinsamen Dach werden sich dort die Limburger Geschäftstreibenden mit Unternehmensprofil und Angeboten präsentieren. Gleichzeitig gibt es weitere Informationen: Wo befinden sich Testzentren, welche Geschäfte nehmen an der Gutschein-Aktion „Limburg Plus“ teil, wer bietet „Click & Collect“ (online bestellen und im stationären Einzelhandelsgeschäft abholen), wer einen Bringdienst und vieles mehr. Die Besucher sollen so alle wichtigen Informationen erhalten, die zum Erleben und Einkaufen in der Stadt in der Pandemie notwendig sind. Dabei wird das Informationsangebot auf dieser Gewerbe-Plattform mit integriertem Termin-Tool für die Gewerbetreibenden kostenlos sein.

Einzelhandel in Limburg: Kontaktnachverfolgung als Teil des Corona-Gesamtkonzepts

Die Nachverfolgbarkeit der Terminbuchungen bei Auftreten einer Corona-Infektion ist nach Angaben der Stadt ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts. Im Fall der Fälle könne jeder Gewerbetreibende zurückverfolgen, wer am betreffenden Tag zu welcher Zeit in seinem Geschäft war und könne diese Informationen dem Gesundheitsamt zur Verfügung stellen.

„Es gibt keine Patentrezepte in dieser Zeit, die erprobt sind und von denen wir aus Erfahrung wissen, dass sie funktionieren und anschlagen. Wir müssen nach neuen Wegen schauen“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD). Die Krise könne dabei auch eine Chance sein, das gemeinsame Tun und Handeln für den Standort Limburg zu stärken und so zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl zu kommen. (Stefan Dickmann)

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