Schulleiterin Regine Eiser-Müller (rechts), Sportlehrer und Schüler freuen sich über den neuen Fitnessraum der Tilemannschule.
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Schulleiterin Regine Eiser-Müller (rechts), Sportlehrer und Schüler freuen sich über den neuen Fitnessraum der Tilemannschule.

Kraftraum für Schüler

Limburg: Damit die Schüler noch fitter werden

  • VonRobin Klöppel
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Neuer Kraftraum für die Tilemannschule - Auch andere Sportler können ihn nutzen

Limburg -Seit Ende der 1970er-Jahre hatte die Tilemannschule im Untergeschoss der Sporthalle einen Kraftraum, der aber in die Jahre gekommen war. Nun konnte dieser endlich an selber Stelle durch einen den modernsten Ansprüchen genügenden Fitnessraum ersetzt werden. Diesen sollen vor allem die Oberstufengruppen im Grund- und Leistungskurs Sport nutzen können, aber auch Schüler ab der neunten Klasse sowie Lehrer, wie Ulf Smolka erläuterte. Der Schulsportleiter sagte: "Ich kann mir auch vorstellen, freie Trainingsstunden für Schüler unter Aufsicht anzubieten."

Wie der Leiter des Schulsportzentrums Limburg-Weilburg, Siegfried Böckling, erläuterte, werden auch die Limburger Leistungsruderer und Hockeyspieler in Zukunft den Raum nutzen. Auch die Kreisvolkshochschule darf dort ihre Kurse anbieten, hat sie sich doch auch mit 5000 Euro an den Gesamtkosten beteiligt.

Großes Engagement der Schulgemeinde

Schulleiterin Regine Eiser-Müller zeigte sich beeindruckt, wie stark sich die Schulgemeinde für einen neuen Raum engagiert habe. So liefen die Schülerinnen und Schüler 2017 bei einem Spendenlauf insgesamt 4249 Ein-Kilometer-Runden dafür. Alleine die damalige 6 g 4 schaffte 284 Runden.

Eiser-Müller findet, dass auch die ganze Schule den Raum nutzen können sollte, wenn auch alle zu dessen Einrichtung beigetragen hätten. Smolka sagte, dass sicher entsprechende AGs angeboten werden könnten. Jedoch ergebe Krafttraining erst ab einem gewissen Alter Sinn.

Bei dem Spendenlauf waren insgesamt 18 000 Euro zusammengekommen. Der Landkreis als Schulträger beteiligte sich laut Smolka mit 8000 Euro, der Förderverein der Tilemannschule mit 6000 und das Schulsportzentrum mit 5000 Euro.

Erster Turm passte nicht durch die Tür

Die Geräte wurden, wie die Schulleiterin berichtete, bereits vor Jahresfrist bestellt. Allerdings gab es mit dem Turm für Kraftübungen als Mittelpunkt des Raumes Probleme. Es wurde, wie Eiser-Müller erzählte, ein Turm geliefert, der so riesig gewesen sei, dass er gar nicht durch Tür gepasst habe. Dann habe er über Monate vor dem Raum gestanden, ohne dass jemand von der Lieferfirma aus China reagiert habe. Plötzlich sei der Turm nach den Sommerferien verschwunden gewesen, ohne dass jemand von der Schule informiert gewesen sei. Die 41 000 Euro seien aber schon überwiesen gewesen, doch das chinesische Unternehmen habe auf Nachfragen nicht mehr reagiert.

Eiser-Müller hat dann übers Internet die persönliche Adresse des Geschäftsführers herausgefunden und über eine Mail an ihn dann doch noch plötzlich innerhalb kürzester Zeit etwas kleineren Ersatz bekommen. Folglich konnten die Verantwortlichen der Schule aufatmen, dass ihr Geld nicht in den Sand gesetzt war. So konnte die Schulleiterin Smolka für die Geräteauswahl loben. Denn die Geräte wurden von den leistungsorientierten Schülern der Schule bereits getestet und für gut befunden.

Smolka hatte sich bei anderen Schulen der Region und im Netz informiert, welche Geräte für einen solchen Schulfitnessraum Sinn ergeben. Nun gibt es eine Hängewand, Spinningräder, Kraftbänke und einiges mehr, so dass eine ganze Schülergruppe dort gleichzeitig beschäftigt werden kann.

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