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Limburg: Domplateau als Ort der Entspannung

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Von: Robin Klöppel

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Nun kann auf dem Domplateau im Freien mit Großfiguren Schach gespielt werden.
Nun kann auf dem Domplateau im Freien mit Großfiguren Schach gespielt werden. © Robin Klöppel

Zweiter Bauabschnitt ist beendet

Limburg -Der zweite Bauabschnitt der Neugestaltung des Limburger Domplateaus ist fertiggestellt. Selbstverständlich kämen aber, wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) bei der Feier dazu erklärte, noch die Bauzäune weg. Der Wiederaufbau der historischen Mauer entlang des Areals zur Domstraße sei mittlerweile ausgeschrieben worden und solle im kommenden Jahr verwirklicht werden. Die Mauer sei im Rahmen des Neubaus des Bischofssitzes abgerissen worden. Ebenfalls wünscht sich Hahn am Kiosk neue sanitäre Anlagen, da die alten nicht mehr zeitgemäß seien. Zudem solle der Kiosk selbst noch erweitert werden, da dieser auch nicht mehr aktuellen Maßstäben entspreche.

Hahn freut sich, dass auf dem Domplateau bereits etwas Tolles geschaffen worden sei und dankte seinen Mitarbeitern um Abteilungsleiterin Landschaftsplanung, Eva Struhalla. Ebenso dankte er Lars Wittmaack, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg/Diez. Denn die Stadt Limburg hatte für das Projekt über ihn einen Zuschuss in Höhe von 170 000 Euro aus dem Leader-Programm der Europäischen Union erhalten.

Hahn kündigte an, dass auf dem Domplateau künftig kleinere kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen stattfinden könnten. Rund 1400 Quadratmeter ist das Areal groß, das in den vergangenen Monaten Baustelle war und durch die Arbeiten deutlich besser nutzbar geworden ist. Im oberen Bereich ist es auch für mobilitätseingeschränkte Personen nutzbar. Hahn erklärte: "Natürlich ist das nicht mit dem ersten Bauabschnitt zu vergleichen, den wir im Herbst 2019 eröffnet haben und der das Erscheinungsbild rund um den alten Friedhof auf komplett verändert hat." Aber zu einem Mosaik gehörten eben auch kleinere Teile.

Unter anderem gibt es jetzt über eine gut begehbare Treppe eine direkte Verbindung zum unteren Teil der Altstadt und von dem Plateau selbst interessante Perspektiven auf die Bebauung. Ruhebänke laden dort zum Verweilen ein. Es kann Open-Air-Schach gespielt werden, und vor allem die Kinder werden sich sicher über das Bodentrampolin freuen. Für Hahn ist der zweite Abschnitt des Domplateaus ein "Ort der Entspannung" geworden. In den letzten Jahre habe dieser hingegen nicht gerade zum Verweilen eingeladen.

Archäologische Voruntersuchung

Warum die Gesamtmaßnahme stolze 400 000 Euro kostete? Hahn berichtete von aufwendigen Vor- und begleitenden Arbeiten. "Im Vorfeld der Arbeiten sind Baumgutachten vorgenommen worden. Eine zweite archäologische Voruntersuchung gab es dann im März dieses Jahres im Bereich der geplanten Treppenfundamente." Die Landschaftsbauarbeiten hätten anschließend im Mai mit einer archäologischen Baubegleitung und einer Kampfmittelsondierung begonnen. Die Schlosser- und Schmiedearbeiten für die notwendigen Geländer mit Handläufen seien dann schließlich im Juli gestartet.

Mit großer Behutsamkeit habe es bei den Arbeiten gegolten, sich dem bestehenden Baumbestand zu widmen. Deshalb seien die Pläne geändert und dem vorhandenen Baumbestand angepasst worden. Unter dem Terrassenbereich befinde sich auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern eine Wurzelschutzbrücke. Das Ständerbauwerk aus Metall sorge dafür, dass der Wurzelraum der Bäume nicht belastet werde. Das aufwendige Bauwerk sei unter der Terrasse verschwunden. Um den Baumstandort zu stärken, sei die Entwässerung der Terrasse zu den Bäumen hin ausgerichtet worden.

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