Ein starker Jahrgang, die C-Junioren von 2004: Peter Schmitt, Shefget Bicaj, Benedikt Pötz, Michael Schmitz, Patrick Schmitt, Julian Heep, Axel Breidenbach, Raffael Laux, Dennis Wagenknecht, Steffen Breidenbach (oben von links). Unten: David Zimmermann, Max Büns,l Julian Brüh, Fabian Frieling, Jörn Heep, Clemens Wenzel und Daniel Ries.
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Ein starker Jahrgang, die C-Junioren von 2004: Peter Schmitt, Shefget Bicaj, Benedikt Pötz, Michael Schmitz, Patrick Schmitt, Julian Heep, Axel Breidenbach, Raffael Laux, Dennis Wagenknecht, Steffen Breidenbach (oben von links). Unten: David Zimmermann, Max Büns,l Julian Brüh, Fabian Frieling, Jörn Heep, Clemens Wenzel und Daniel Ries.

100 Jahre Fußball beim TuS

Limburg: Ein Höhenflug nach dem anderen

  • VonRobin Klöppel
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Die Nachwuchsarbeit des TuS kann sich sehen lassen

Dietkirchen -Der TuS Dietkirchen kann dieses Jahr auf 100 Jahre Fußball zurückblicken. Dass es die letzten Jahre derart sportlich aufwärts ging, die ersten Herren heute in der Hessenliga spielen, hat auch viel mit der überragenden Jugendarbeit zu tun.

Dabei begann nach dem Zweiten Weltkrieg alles noch sehr bescheiden, als in den 1950er Jahren der Nachwuchsspielbetrieb mit je einer Jugend- und Schülermannschaft wieder aufgenommen wurde. Bereits 1957 gewann die A-/B-Jugend die Kreismeisterschaft. Die Zeiten waren noch andere, wie ein Rückblick zeigt. In den 50er Jahren wurden die Strecken zu den Spielen von den Aktiven meist noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Da die Lahnbrücke damals noch nicht gebaut war, liefen die Spieler beispielsweise über die Autobahn nach Elz. Dummerweise war dort aber kein Gegner anzutreffen, so dass die Spieler gleich wieder umkehren und zurück nach Dietkirchen marschieren konnten.

Der Einsatz lohnte aber, denn die Jugendarbeit führte die kommenden Jahre bereits zu mehreren Kreismeisterschaften und Pokaltiteln von der F7- bis zur A-Jugend. 1965 wurde die D7 Kreismeister, 1969 und 1970 die A-Jugend, die ersten Double aus Kreismeisterschaft und Pokal holten sich 1974 die D7-Jugend und 1975 die E7-Jugend. Und 1977 holte sich die D7 erneut den Pokal.

Auch die 1980er Jahre starteten erfolgreich, mit einem Pokalsieg der A-Jugend 1982, dem Double der B-Jugend 1983 sowie der Meisterschaft der A-Jugend 1985. Kein Wunder, dass auf dem Winterfest 1988 dem TuS Dietkirchen der "Sepp-Herberger-Preis" für hervorragende Jugendarbeit verliehen wurde.

Für ein Novum sorgte der TuS noch im gleichen Jahr: er war der erste Verein im Kreis Limburg, der eine Minikicker-Mannschaft gründete. 1989 wurde der Grundstein für die heutige Jugendspielgemeinschaft mit dem SC Offheim gelegt. Dietkirchen hatte in diesem Jahr nicht genügend B-Jugend-Spieler, um eine eigene Mannschaft zu melden. Daher wurden die Spieler an Offheim ausgeliehen.

Dankeschön an Helmut Neidhöfer

In der Saison 1989/90 nahm zum ersten Mal die B-Jugend dieser Jugendspielgemeinschaft am offiziellen Spielbetrieb teil. Dafür sagt der TuS dem damaligen Jugendleiter Helmut Neidhöfer ein großes Dankeschön. Auch internationale Kontakt wurden damals schon von den Dietkirchener Jugendteams gepflegt. Ostern 1992 nahm die A-Jugend an einem internationalen Turnier in Lloret de Mar teil, im Mai 1994 waren erstmals polnische Jugendfußballer von Ruch Chorzow zu Gast. 1998 wurde offiziell die Kooperation zwischen dem TuS Dietkirchen und dem SC Offheim gegründet, der sich drei Jahre später auch der TuS Ahlbach und der TuS Dehrn zur sogenannten "ADDO". Damaliger Jugendleiter war Gerhard Edel.

Die "ADDO" war in der Anfangszeit sehr erfolgreich und schaffte mit der B-Jugend den Aufstieg in die Bezirksliga. Unter den Trainern Ulrich Schmitt, Dieter Schmidt und Werner Burggraf war das der erste Aufstieg in eine überregionale Liga überhaupt.

Doch es kam zu unüberbrückbaren Differenzen unter den beteiligten Vereinen, so dass Dietkirchen und Offheim 2001 erneut eine JSG Dietkirchen/Offheim gründeten. Diese setzte die Jahre darauf zu einem enormen Höhenflug an, als nacheinander bis 2005 die D-, C-, B- und A-Jugend in die Bezirksliga Wiesbaden aufstiegen. 2005/06 spielten alle Jugendteams der Spielgemeinschaft in dieser Liga und behaupteten sich dort die Jahre darauf gut.

Die Dietkircher Jugendarbeit trug große Früchte, was sich unter anderem daran zeigte, dass die aus ihr hervorgegangen Laux-Brüder zu Bundesligisten wechselten. Der spätere Abteilungsleiter Seniorenfußball Peter Schmitt sei hier stellvertretend genannt, der in über 25 Jahren Jugendarbeit zahlreiche Nachwuchsspieler in die Dietkircher Seniorenmannschaften brachte.

Im Sommer 2008 übernahm Mario Heep die Jugendleitung. Seine erste Aufgabe war es, den Jugendförderverein (JFV) Dietkirchen/Offheim zusammen mit Tobias Jeuck, Michael Laux und Thomas Meuser ins Leben zu rufen. Die Gründung eines eigenständigen Vereins wurde für notwendig erachtet, da einige Teams Aufstiegsambitionen in die Hessenliga hatten. 2010 konnte die B-Jugend erstmalig die Bezirksmeisterschaft erringen. Im darauffolgenden Jahr konnte die A-Jugend mit den heutigen Hessenligaspielern Max Zuckrigl und Marco Müller durch den Regionalpokalsieg sowie das Erreichen des Hessenpokal-Viertelfinals für Aufsehen sorgen. Da die Dietkircher Jugendarbeit so im hessischen Umland bekannt wurde, schloss der Drittligist SV Wehen/Wiesbaden im Frühjahr 2013 mit Dietkirchen/Offheim eine Kooperation ab. Mittlerweile war der JFV längst der stärkste Jugendverein im ganzen heimischen Landkreis. 2014 übernahm hier für fünf Jahre Bernhard Jeuck die Geschicke. In diese Zeit fielen drei Aufstiege in die neu gegründete Verbandsliga. Hier wurde der Grundstein für den Aufstieg der Herren 2019 in die Hessenliga gelegt. Ein Riesenerfolg war im selben Jahr mit dem 2001-er Jahrgang der Aufstieg in die Verbandsliga Süd. Das neue Team um Jugendleiter Sven Bauer möchte an diese Erfolge anknüpfen und sieht trotz Corona die Jugendarbeit für die Zukunft gut aufgestellt.

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