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Die Platanen auf dem Neumarkt werden gefällt. 

Entscheidung gefallen

Die Platanen auf dem Limburger Neumarkt sollen weg!

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Die Entscheidung ist gefallen: Die Platanen auf dem Limburger Neumarkt sollen weg. Nur noch ein Bürgerbegehren kann das Entfernen der Bäume noch verhindern.

Limburg - Die Entscheidung ist am Dienstagabend um 21.30 Uhr im Limburger Rathaus gefallen: Die Platanen auf dem Neumarkt sollen weg!

Die überraschend wenigen Zuhörer warteten fast zwei Stunden, bis als letzter Tagesordnungspunkt der Stadtverordnetenversammlung die mit Spannung erwartete Entscheidung über die Neugestaltung des Neumarkts anstand. Nach wochenlangen emotionalen Diskussionen ging dann alles ganz schnell und ruhig über die Bühne.

Mit großer Mehrheit beschloss das Stadtparlament, dass die 20 Platanen gefällt und durch 16 neue ersetzt werden. 26 Ja- und vier Nein-Stimmen bei einer Enthaltung sorgten für klare Verhältnisse. Die Christdemokraten votierten bis auf eine Enthaltung geschlossen für den Entwurf, von der SPD nur drei Vertreter dagegen. Grüne, FDP und Linke lehnten die Vorlage ab. Nun kann nur noch ein Bürgerbegehren das Entfernen der Bäume verhindern.

Kritik an intransparentem Verfahren – Platanen könnten erhalten bleiben

Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Sebastian Schaub kritisierte das intransparente Verfahren. Er sagte auch, dass vom Magistrat keine entscheidungsreife Vorlage vorliege und die Platanen mit befahrbaren Baumscheiben erhaltbar seien.

CDU-Fraktionschef Dr. Christopher Dietz entgegnete, die moderne Gestaltung des Platzes sei notwendig, um die Innenstadt als Gewerbestandort attraktiv zu halten. Es müsse auch öffentlich viel deutlicher gemacht werden, dass bei der neuen Planung wertvollere neue Bäume gepflanzt würden.

SPD-Fraktionsvorsitzender: Erhaltung der Platanen würde deutliche Einschränkungen bringen

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Rompf betonte, seine Fraktion habe sich mehrheitlich für Gestalten entschieden. Die Platanen erhalten würde deutliche Einschränkungen bei Veranstaltungen und dem Markt bringen.

FDP-Fraktionschefin Marion Schardt-Sauer sagte, das Planungsbüro der einzige Gewinner. Es werde unsinnig viel Geld ausgegeben, ohne Mehrwert für den Platz. Eine kleinere Renovierung tue es auch. 

rok/hei

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