Spatenstich im strömenden Regen (von links): Dekan Ulrich Reichard, Dekan Manfred Pollex, Oberkirchenrat Markus Keller, Christina Risch und Klaus Rohletter.
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Spatenstich im strömenden Regen (von links): Dekan Ulrich Reichard, Dekan Manfred Pollex, Oberkirchenrat Markus Keller, Christina Risch und Klaus Rohletter.

Fusion nimmt baulich Gestalt an

Limburg: Erster Spatenstich für das gemeinsame Dekanatsgebäude

Der Anfang ist gemacht. Das neue Dekanatsgebäude in Limburg nimmt Formen an. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Der Umzug ist für Herbst des kommenden Jahres geplant

Limburg - Die Fusion der Evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg zum neuen weitestgehend den Limburg-Weilburger Kreisgrenzen entsprechenden Evangelischen Dekanat an der Lahn hat auch bauliche Konsequenzen.

Gestern wurde auf einem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Limburg der erste Spatenstich für das gemeinsame Dekanatsgebäude im Dietkircher Weg 5a in Limburg vorgenommen. Bis Herbst 2022 soll mit der Limburger Immobilien-Projektentwicklung Albert Weil GmbH als Partner für 1,5 Millionen Euro ein modernes, zweigeschossiges Bürogebäude inklusive Kellergeschoss mit einer Nutzfläche von 680 Quadratmetern entstehen. Das Gesamtgrundstück ist rund 1400 Quadratmeter groß und bietet Platz für 18 Pkw-Stellplätze, moderne Arbeitsplätze und großzügige Besprechungsräume. Im März dieses Jahres war die Baugenehmigung von der Stadt Limburg erteilt worden.

Nach Fusion der evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg: Neues Gebäude entsteht in Limburg

"Wir freuen uns sehr, dass dieses für uns so wichtige Projekt nun in die Umsetzungsphase geht. Insbesondere möchten wir uns bei der Zentralen Pfarreivermögensverwaltung in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Standort, Dekan Ulrich Reichard, und seinem Kollegen Manfred Pollex für das Vertrauen und den stets konstruktiven Dialog bedanken", betonte Klaus Rohletter, Geschäftsführer der Immobilien-Projektentwicklung (IPE).

Nach dem Erstkontakt im Jahr 2018 übernahm die IPE die Projektentwicklung sowie Projektsteuerung. Ausgeführt werden die Bauarbeiten durch die Bauunternehmung Albert Weil. Die Planung des Projektes übernahmen die Bad Camberger Traut-Architekten. Bauherr ist die Zentrale Pfarreivermögensverwaltung, die das Gebäude im Sommer kommenden Jahres an das fusionierende Dekanat mit dem neuen Namen Evangelisches Dekanat an der Lahn übergeben wird. Das Dekanat ist nur Mieter und muss folglich keine Baukosten tragen.

Neues Dekanatsgebäude in Limburg bietet 20 Mitarbeitern Platz: Kein Stellenabbau durch Fusion

Einziehen werden an die 20 Dekanatsmitarbeiter, wie dessen Sprecher Peter Wagner gestern erklärte. Stellen würden durch die Zusammenlegung nicht abgebaut, versicherte dieser. Der bisherige Weilburger Standort im Hild-Haus bleibe auch ein "Ort der Kirche".

"Durch die Entscheidung der Synode für den Standort Dietkircher Weg und die Zusammenarbeit mit der IPE im November 2019 wurde die wesentliche Weiche für das Projekt gestellt", so IPE-Prokuristin Nina Hildebrandt. "Dank des Engagements und der kreativen Ideen seitens Michael Traut konnten alle Überlegungen in eine moderne Architektursprache umgesetzt werden. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle noch mal herzlich bedanken. Die letzten Jahre und Monate der Planung sowie Zusammenarbeit verliefen stets höchst vertrauensvoll sowie ziel- und lösungsorientiert."

Neues Dekanatsgebäude in Limburg: Baustart wesentlicher Schritt im Fusionsprozess

Auf der gemeinsam Herbstsynode am 15. November 2019 haben die Synodalen der Dekanate Runkel und Weilburg beschlossen, den gemeinsamen Dienstsitz des vereinigten Dekanates nach Limburg zu legen. Grundlage für die Wahl dieses Standortes war laut Dekanats-Pressesprecher Wagner ein Kriterienkatalog, der viele Gebäude- und Standortoptionen vorsah und zur jetzigen Lösung führte. Kriterien waren unter anderem Energieeffizienz, flexible Raumgestaltung, Netzwerkfähigkeit und Verkehrsanbindung. Mit dem Baustart wurde laut Wagner ein wesentlicher Schritt im Fusionsprozess getan, der seit mehreren Jahren läuft und der mit dem neuen Gebäude ein sichtbares Zeichen mit Symbolkraft für gemeinsames Wirken und evangelisches Leben in der Region repräsentiert.

Ein Umzug von den beiden bisherigen Standorten in der Diezer Straße in Limburg und im Weilburger Helmut-Hild-Haus ist für Herbst kommenden Jahres geplant. Dekan Reichard sagte: "Was mit einem ersten persönlichen Kontakt im Rahmen des Jugendkirchentages 2018 in Weilburg hier in Limburg begann, ist in den Jahren danach zu einer vertrauensvollen Kooperation und Investition für die Zukunft unserer Kirche in der Region geworden. Mag auch in einem für die beiden Dekanate Runkel und Weilburg nicht einfachen und zuweilen sehr streitbaren Prozess der Standort des neuen Evangelischen Dekanats an der Lahn nun in Limburg und nicht in Weilburg liegen, so ahnen doch diejenigen, sie sich federführend und intensiv mit diesem Prozess beschäftigen, dass uns von Weilburg aus nach Limburg mit diesem neuen Gebäude der Kirche ein wichtiger Brückenschlag gelungen ist, den vor 2018 niemand für möglich gehalten hätte. Dass viele Menschen diesen ,Brückenschlag' erkennen mögen, ist eine Herausforderung, der wir uns in den folgenden Jahren stellen müssen."

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