1. Startseite
  2. Region
  3. Limburg-Weilburg
  4. Limburg

Limburg: Freibad soll später saniert werden

Erstellt:

Von: Stefan Dickmann

Kommentare

Blick durch einen Rettungsring auf das Schwimmbecken im Parkbad. Dass das Becken komplett erneuert werden soll, steht schon länger fest. Vor einer Sanierung sollen aber noch weitere Fragen geklärt werden.
Blick durch einen Rettungsring auf das Schwimmbecken im Parkbad. Dass das Becken komplett erneuert werden soll, steht schon länger fest. Vor einer Sanierung sollen aber noch weitere Fragen geklärt werden. © Stefan Dickmann

CDU und SPD wollen vorher eine Analyse zur energetischen Sanierung erhalten

Limburg -Auf Wunsch der großen Koalition in der Limburger Stadtversammlung soll das Freibad später saniert werden. CDU und SPD sind sich darin einig, vor der bereits von den Stadtverordneten grundsätzlich beschlossenen Beckensanierung vom Magistrat eine Analyse zur energetischen Sanierung des Parkbads vorlegen zu lassen, für die 60 000 Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Bis spätestens Ende kommenden Jahres soll diese Untersuchung vorliegen, um dann Planungs- und Investitionskosten für das Parkbad in den Haushalt 2023 einzustellen.

Ein großer Teil der dadurch im nächsten Jahr eingesparten Summe (600 000 Euro) soll stattdessen als erste Finanzierungsrate für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lindenholzhausen verwendet werden (500 000 Euro).

"Die vorliegende Projektstudie zur Sanierung des Parkbads sagt viel über das Becken aus, aber relativ wenig über die Frage, wie eine energetische Optimierung aussehen muss", heißt es im Haushaltspapier der SPD. "Unter Klimaschutzgesichtspunkten ist das nicht mehr zeitgemäß."

Bei der energetischen Sanierung des Parkbads geht es im Kern um die Schaffung von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen und zusätzlich eine bislang nicht vorhandene Möglichkeit, die Sonnenenergie speichern zu können, um auch frühmorgens den Frühschwimmern eine angemessene Wassertemperatur zu ermöglichen. Die Investitionskosten sollen dabei den derzeit recht hohen Betriebskosten gegenüber gestellt werden, um feststellen zu können, wie wirtschaftlich eine solche Maßnahme ist.

Auf Wunsch der SPD soll zusätzlich geprüft werden, ob für das Freibad eine sogenannte Traglufthalle in Frage kommt, um die Limburger Freibad-Saison früher beginnen und später beenden zu können oder sogar eine ganzjährige Nutzung möglich zu machen. Dabei würde es sich um ein Zelt über dem Schwimmbecken handeln, das mit Hilfe von Druckluft sein Volumen entfalten könnte. Nach Angaben des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Rompf gibt es Freibäder, in denen das bereits praktiziert wird mit zu erwartenden Investitionskosten in Höhe von 500 000 Euro.

Der Haupt- und Finanzausschuss wird in seiner Sitzung über alle Vorschläge zum städtischen Haushalt 2022 von CDU, SPD, Grünen und FDP beraten. Als sicher gilt, dass die Vorschläge von CDU und SPD auch umgesetzt werden, weil beide Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung eine Koalition bilden und über 30 Mandate der insgesamt 45 Mandate verfügen.

Neue Brücke und ein Ort für Grünschnitt

Und das sind einige der anderen Vorschläge von CDU und SPD:

Neue Brücke: Die Schaffung einer Überquerung der Schienen am Stadtbahnhof nur für Fußgänger und Radfahrer für eine bessere Anbindung der Südstadt mit der Innenstadt (und Alternative zur Unterführung) gilt als ein "Leuchtturmprojekt" im Masterplan Mobilität. Auf Wunsch der CDU sollen im Haushalt 2022 100 000 Euro bereit gestellt werden, um diese Schienenquerung endlich planen zu können.

Neuer Gruppenraum in der Kita am Huttig: Für die "bauliche Umwandlung" einer bestehenden Hortgruppe in einen Gruppenraum für Kinder in der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus am Huttig will die CDU 200 000 Euro zur Verfügung stellen (samt Brandschutzmaßnahmen und Herstellung eines zweiten Rettungswegs).

Neue Sirenen: Sie waren schon fast aus der Mode gekommen, aber jetzt sind sie wieder modern - Sirenen, die die Bevölkerung in Katastrophenlagen warnen. Um 19 weitere Sirenen anschaffen zu können, beantragt die CDU, 285 000 Euro in den Haushalt für das kommende Jahr zu stellen.

Katastrophenschutz: In eine ähnliche Richtung, zielt der Vorschlag der SPD, den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Freiwilligen Feuerwehren mit Blick auf mögliche Naturkatastrophen wie Fluten und Starkregen zu überprüfen und anzupassen. Die Ergebnisse sollen spätestens vor Beginn der Haushaltsberatungen im kommenden Jahr vorliegen, um die Limburger Feuerwehren bei Bedarf besser ausstatten zu können mit zum Beispiel Schlammpumpen, mobilen Wassersperren oder mehr Notstromaggregate.

Grünschnittsammelstelle: Die SPD bemängelt, dass es in Limburg keine eigene Sammelstelle für Grünschnitt gibt, anders als in vielen anderen Gemeinden des Landkreises, wo in Kooperation mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb Grünschnittsammelstellen eingerichtet worden seien. Der Magistrat soll deshalb dafür sorgen, "dass im nächsten Jahr mindestens eine Grünschnittsammelstelle in Limburg eingerichtet wird".

Auch interessant

Kommentare