Bürgermeister Dr. Marius Hahn (Zweiter von links) ist drin. Den Start des "WLAHN" feierten gestern in Limburg auch Marco Stingl, Gert Vieweg,
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Bürgermeister Dr. Marius Hahn (Zweiter von links) ist drin. Den Start des "WLAHN" feierten gestern in Limburg auch Marco Stingl, Gert Vieweg,

Zwischen Bahnhofsvorplatz und Dom

Limburg: Funkwellen fließen zum Nulltarif

Mit "WLAHN" täglich zwei Stunden lang gratis im Internet surfen

Limburg -Ab sofort gibt es dank einer Initiative der Energieversorgung Limburg (EVL) in der Limburger City kostenfreies "WLAHN" für alle. "WLAHN" mit H, weil die Funkwellen durch die Stadt fließen, wie das Wasser in der Lahn. Das erst einmal vorläufig im Bereich zwischen Bahnhofsvorplatz und Dom, wie EVL-Geschäftsführer Gert Vieweg gestern bei der Präsentation auf dem "Neumarkt" erklärte.

Limburger wie Stadtgäste können so täglich bis zu zwei Stunden gratis surfen. Wie Vieweg erläuterte, soll sich das Projekt über Anzeigen oder kleine Spots örtlicher Gewerbetreibender tragen, die so potenzielle Shopping-Kunden auf ihre Angebote hinweisen können. Das "WLAHN"-Projekt soll in der Kernstadt Zug um Zug noch weiter ausgebaut werden. In Zukunft könnte es auch in den Bürgerhäusern der Stadt sowie in den Bussen der Stadtlinie verfügbar sein.

Zeitverzögerung durch Corona

Das alles ist aber noch Zukunftsmusik. Denn durch Corona habe sich der eigentlich bereits für Anfang des Jahres geplante Projektstart um ein halbes Jahr nach hinten verschoben, so Vieweg. Unter anderem konnte der Dienstleister aufgrund des Lockdowns nicht zum erhofften Termin kommen. Zudem habe Hardware gefehlt. Die letzten vier Wochen wurde getestet, damit jetzt zum Start im genannten Bereich auch schon alles perfekt funktioniert. Wer in Limburg schnell nach Einkaufs- und Gastronomiemöglichkeiten oder anderen Infos suchen möchte, kann sich also ab jetzt einfach einwählen und zwei Stunden surfen, ohne das eigene Datenvolumen zu verbrauchen. Vieweg hält das Konzept für Limburger Bürger wie Touristen als auch die Gewerbetreibenden für sehr spannend. Marco Stingl von der EVL erläuterte, dass man die zwei Stunden Nutzzeit pro Tag natürlich auch auf mehrere Zeitspannen verteilen könne, wenn man jetzt in Limburg sei und ein paar Stunden später wieder.

Werbekampagne "Limburg & Du"

"Langsam kehrt das Leben analog in die Stadt zurück und auch digital", freute sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD). Vieles könne man in der heutigen Zeit ja schon digital machen. Diese Initiative sei nach dem Start der Werbekampagne "Limburg & Du" ein weiterer Schritt, Menschen wieder Lust auf die Limburger Innenstadt zu machen. Nun müsse die Stadt nur noch ein wenig aufgehübscht werden.

Hahn dankte der EVL, dem CityRing sowie den Hauseigentümern, die es gestattet hatten, die für das "WLAHN" nötigen Router an ihren Gebäuden anzubringen. "Das ist keine Selbstverständlichkeit", meinte der Bürgermeister zu einem von ihnen, Paul-Josef Hagen. Hahn betonte, dass es wichtig sei, solche Angebote auch im öffentlichen Personennahverkehr sowie in den städtischen Bürgerhäusern zu schaffen.

Hagen berichtete aus seinen Erfahrungen aus der Limburger Tourist-Info, dass viele Menschen gezielt danach fragten, ob es in Limburg WLAN gebe. Das sei für viele bei der Auswahl ihres Reiseziels in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung. Auch Marius Hahn ist sich sicher, dass eine moderne Stadt so etwas brauche. Ein solches Projekt könne man aber nicht mit jeden machen, meinte Hahn. Von daher dankte er der EVL für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Projektleiter Peter Spöhrer von der EVL gab den Dank für die gute Zusammenarbeit an die Stadt zurück. Horst O. Hoppe, Vorsitzender des CityRing, betonte übereinstimmend, dass das "WLAHN" ein interessantes Angebot für die Geschäftswelt darstelle. Hoppe würde es begrüßen, wenn bald schon die Bürger bereits auf der Hinfahrt in die City im Bus surfen könnten.

Infos im Internet

Nähere Infos erhalten Interessierte unter www.evl.de/wlahn.

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