Die Lehrer des Tanz-Centrum Josat-Dörr (von links) Ralf Josat, Jan Müller, Fiona Hafeneger und Dorena Schmidt freuen sich schon auf die ersten Tanzkurse nach der Corona-Pause.
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Die Lehrer des Tanz-Centrum Josat-Dörr (von links) Ralf Josat, Jan Müller, Fiona Hafeneger und Dorena Schmidt freuen sich schon auf die ersten Tanzkurse nach der Corona-Pause.

Freizeit

In Limburg geht es wieder aufs Parkett

Die Tanzschulen öffnen ab Montag wieder, aber mit deutlich kleineren Kursen.

Limburg -Walzer, Foxtrott, Rumba oder doch lieber Hip Hop und Breakdance? Tanzen ist abwechslungsreich und fördert Kondition sowie Koordination. Für viele Menschen aus allen Altersgruppen ist die Sportart Hobby und Leidenschaft zugleich. Sie hatten es allerdings in den vergangenen Wochen nicht leicht, denn Tanzschulen, Discotheken und Clubs mussten wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Nun dürfen zumindest die Tanzschulen unter strengen Auflagen wieder öffnen.

"Wir sind ganz heiß darauf, dass es endlich losgeht", sagt Ralf Josat, Geschäftsführer des Limburger Tanz-Centrums Josat-Dörr. "Es fällt uns Tanzlehrern nämlich sehr schwer, still zu sitzen." Man habe besonders den persönlichen Kontakt mit den Kursteilnehmern vermisst.

Auch das Team der Limburger Tanzschule Schöffl fiebert dem Start entgegen. "Wir alle sind Tanzlehrer aus Leidenschaft und können es kaum noch abwarten, bis die ersten Unterrichtsstunden beginnen", sagt Leiter Markus Schöffl.

Kursangebot soll bald erweitert werden

Bereits von Montag, 18. Mai, an finden wieder Kurse im Tanz-Centrum Josat-Dörr statt. Eine Woche später öffnen auch die Türen der Tanzschule Schöffl. Zunächst werden in beiden Einrichtungen Solo-Tanzkurse wie beispielsweise Hip Hop, Breakdance und Zumba angeboten. Außerdem dürfen sich Paartänzer, die in einer Hausgemeinschaft zusammenleben, darauf freuen, wieder zu tanzen. "Unser Plan ist es, von Woche zu Woche das Kursangebot zu erweitern. Auch die ganz Kleinen ab drei Jahre sollen bald die Möglichkeit bekommen, mit ihren Eltern in die Kurse zu kommen", erklärt Ralf Josat.

Die Teilnehmerzahl pro Kurs ist abhängig von der Größe der Tanzfläche. Neun Quadratmeter müssen für jedes Paar oder jeden Einzeltänzer zur Verfügung stehen. Beide Tanzschulen planen mit Gruppengrößen von bis zu zehn Personen. Um das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, wollen sowohl Josat als auch Schöffl ihre Tanzflächen in Bereiche einteilen. "Dadurch ist der Mindestabstand sicher gewährleistet", sagt Markus Schöffl. Auch der Ein- und Auslass der Teilnehmer wird in beiden Einrichtungen so geregelt, dass es nicht zu Menschenansammlungen kommt. Alle Mitarbeiter der Limburger Tanzschulen haben bereits an einer Hygieneschulung teilgenommen, um bestmöglich auf den Start vorbereitet zu sein. "Ich möchte außerdem noch Hinweistafeln mit Hygieneregeln in den Räumen aufhängen", so Schöffl.

Für Josat und Schöffl ist die Wiederöffnung eine echte Erleichterung. Denn sie haben aufgrund der Corona-Pandemie, auch mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. "Es fehlen komplett alle Einnahmen von Neu-Einsteigern, Spezialkursen, Workshops, Auftritten, Bällen und weiteren Veranstaltungen sowie auch der komplette Getränke-Umsatz des Bistro-Bereichs", erklärt Josat. Markus Schöffl ergänzt: "Die Krise hat uns sehr getroffen, da wir keine neuen Kurse anbieten konnten." Die beiden Tanzlehrer sind sehr dankbar, dass Stammkunden und Clubmitglieder ihnen während der Ausnahmesituation treu geblieben sind. "Wir werden für sie die ausgefallenen Tanzkurse so schnell wie möglich nochmals anbieten", sagen die Schulleiter übereinstimmend.

Online-Unterricht wird fortgesetzt

Obwohl die Limburger Tanzschulen in den vergangenen Wochen geschlossen waren, mussten die Kunden nicht komplett auf ihr Hobby verzichten. "Wir haben ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt", sagt Schöffl. "In Online-Kursen bringen die Tanzlehrer ihren Schülern jeden Tag neue Schritte bei. Dieses Angebot wird es auch in den kommenden Wochen noch geben." Während dem Online-Unterricht dürfen sich die Teilnehmer immer wieder über Grußworte von bekannten Persönlichkeiten wie Joachim Llambi und Thomas Anders freuen, mit denen Markus Schöffl bereits mehrfach zusammengearbeitet hat.

Auch das Tanz-Centrum Josat-Dörr hat sich einiges für die Schüler einfallen lassen. "Wir haben noch kurz vor dem offiziellen Lockdown begonnen, Videos für unsere Kursteilnehmer zu produzieren, in denen neue Schritte und Variationen gezeigt werden", so Ralf Josat. Dabei sei das komplette Kursangebot abgedeckt worden. "Von Rumba bis Zumba ist nahezu alles dabei." Seit rund zwei Wochen gibt es zusätzlich Live-Stream-Unterricht, bei dem sich jeder Kunde einloggen kann, um in Echtzeit den Tanzunterricht im Wohnzimmer zu erleben. "Dies wird auch weiterhin parallel zum ab Montag beginnenden eingeschränkten Unterricht angeboten werden", sagt der Geschäftsführer des Tanz-Centrums. Laut Schöffl und Josat sei das Online-Angebot sehr gut angenommen worden. "Es ist toll, dass die Tänzer auch während der Corona-Krise ihrem Hobby mit Begeisterung nachgehen", betont Schöffl. Dennoch sei ein solches Alternativprogramm natürlich nicht mit Kursen in den Tanzschulen vergleichbar, die nun endlich wieder stattfinden dürfen.

Tobias Ketter

Die Menschen kommen sogar aus dem Ruhrgebiet und Schwaben zu Ikke Hüftgold und Co. in den Kreis Limburg-Weilburg. Es ging um 500 Fässer Bier, die sonst im Müll gelandet wären.

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