Mit dem nötigen Abstand warten viele junge Leute auf den Einlass bei New Yorker am Limburger Neumarkt.
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Mit dem nötigen Abstand warten viele junge Leute auf den Einlass bei New Yorker am Limburger Neumarkt.

Folgen der Corona-Beschränkungen

Limburg: Vor den Geschäften Schlange stehen

In Limburg bedeuten die Corona-Regeln auch Schlange stehen vor Geschäften. Die Rekationen sind unterschiedlich.

  • Wer in Limburg einkaufen möchte, braucht aktuell mehr Zeit.
  • Corona*-Regeln sorgen für viele Schlangen in Limburg.
  • Die Reaktionen auf die Wartezeiten sind unterschiedlich.

Limburg - Die aktuellen Corona-Regelungen beim Einkaufen können dazu führen, dass gerade in Spitzenzeiten der eine oder andere in Limburg vor einem Geschäft in der Schlange auf Einlass warten muss. Da die Zahl der zugelassenen Kunden pro Geschäft je nach Größe auf eine bestimmte Zahl beschränkt ist, heißt es vor dem Bekleidungsgeschäft, dem Metzger, der Drogerie oder dem Handyshop Geduld zu haben, bevor man seine Erledigungen machen kann.

Passanten haben Verständnis für Corona-Beschränkungen in Limburg

Die klare Mehrheit der Passanten in der Limburger Fußgängerzone sagt, dass sie aufgrund der Corona-Gefahr die Beschränkungen verstehen kann, auch wenn natürlich niemand gerne wartet. Nico Becker steht schon eine Viertelstunde vor einem Handyladen am Neumarkt und sagt: "Das Warten ist für mich kein Problem." Er habe Verständnis für die momentane allgemeine Situation. Die Leute in den Geschäften täten doch ihr Bestes. "Ich habe kein Problem damit, die Vorgaben einzuhalten", betont Becker.

Maher Sakbani sagt: "Die Wartezeit geht für mich noch. Es ist auf jeden Fall besser so, als wenn alle Geschäfte noch zu wären." Sakbani versichert, dass er lieber wartet und dann auch sein Problem gelöst bekommt, als sich den Stress anzutun, sein Anliegen über eine Telefon-Hotline zu klären. "Klar ist das Einkaufen gerade anstrengender als sonst, aber die Einschränkungen müssen gerade so sein", sagt Sakbani.

Kunden der Geschäfte in Limburg überlegen schon zu Hause

Patricia Leber steht vor einer Drogerie. Bei schönem Wetter mache ihr das Warten nichts aus. Sie bleibe einfach entspannt, bis sie dran komme, "und dann ist alles gut". Sie habe ihr Einkaufsverhalten aber schon umgestellt, verrät Leber. Sie kaufe mehr nach Bedarf ein, überlege sich schon zu Hause, was sie wirklich brauche. Wichtig sei gerade, mehr Zeit fürs Einkaufen einzuplanen und sich keinen Stress zu machen.

Wilfried Schmaler hat prinzipiell Verständnis, dass es derzeit aufgrund der Corona-Pandemie Einschränkungen geben muss. Vor der Metzgerei versucht er also "entspannt zu bleiben". Das ständige Tragen der Maske sei aber schon störend.

Corona-Regelungen in Geschäften in Limburg stoßen auch auf Kritik

Bärbel Faustmann aus Hadamar dagegen findet die Regelungen übertrieben. Sie ist der Meinung, dass regelmäßiges Hände waschen und Abstand halten auf alle Fälle reichen sollte. Sie müsse nicht ständig so eine Maske als Verkleidung beim Einkaufen tragen. Dadurch könne man sich noch eine Pilzinfektion einfangen. "Ich meide, so weit es geht, die Situationen, bei denen ich beim Einkaufen Mundschutz tragen muss", sagt sie. Und wenn es sich nicht vermeiden lasse, dann versuche sie, so schnell wie möglich den Markt wieder zu verlassen. Auf dem Limburger Wochenmarkt versuche sie, sich die meiste Zeit am Rand aufzuhalten, wo nicht so viele Leute unterwegs seien.

Eine junge Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, sagt offen, dass sie keine Lust auf die Warterei habe. "Ich gehe nur noch alle zwei Wochen einkaufen und das Gekaufte muss dann für diesen Zeitraum reichen", sagt sie. Und obwohl viele predigen, gerade jetzt in Corona-Zeiten lokal einzukaufen, gibt sie zu, dass die Wartereien dazu führen, das sie gerade deutlich mehr als sonst online einkaufe.

Freude darüber überhaupt wieder in Limburg einkaufen zu können

Dieter Heissler aus Münster findet es schön, dass er mit seiner Frau Hanne überhaupt mal wieder nach Limburg zum Einkaufen fahren kann. "Wir sind älter und haben Geduld", betont er. Dieter Heissler ist es lieber, wenn die Leute draußen mit Abstand auf den Einlass in ein Geschäft warteten, als wenn es innen für die Kunden zu eng werde. Gerade bei den Außengastronomien bemerke er, dass viele doch schon wieder zu eng zusammensitzen würden, so Heissler. "Wir beide halten uns an die Corona-Vorschriften, tragen unsere Masken, wo es gefordert ist", sagt der Münsterer.

Charlotte Lyndian sagt, dass es mit der Corona-Lage in Deutschland auch noch wesentlich schlimmer hätte kommen können und meint, dass für sie Warten, um Krankenzahlen niedrig zu halten, überhaupt kein Problem sei. 

Gelassenheit beim Warten vor Geschäften in Limburg

Auch Robert Diewock, der geduldig vor einem Marktstand ansteht, sagt gelassen: "Man muss sich in der aktuellen Lage einfach den Gegebenheiten anpassen." Keiner warte gerne, doch die Vorgaben seien gerade eine Notwendigkeit. Ihm sei es lieber, ein paar Monate mit Einschränkungen einzukaufen, als wenn eine neue Corona-Welle komme und die Geschäfte wieder ganz zumachen müssten. "Das kann keiner wollen", denkt Diewock.

Britta Herrmann erklärt: "Ich gehe jetzt schon weniger einkaufen und kaufe gezielter ein." Dennoch findet sie die Einschränkungen nötig. Es sei wichtig, auch für das Wohl anderer Menschen Verantwortung zu übernehmen. "Es gibt Schlimmeres, als hier ein paar Minuten zu warten", betont Herrmann.

Da der Einzelhandel stark von der Corona-Krise getroffen wurde, sollen zwei verkaufsoffene Sonntag in Limburg* helfen. Während der Hochzeit der Pandemie waren fast alle Geschäfte in Limburg geschlossen*.

Das Landgericht Limburg verlegt große Prozesse in ein Zelt*. Corona-Auflagen und Sicherheitsaspekte sind für die Pläne in Limburg entscheidend.

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