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Limburg: Gewerbegebiet nicht über Dehrner Weg anbinden

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Von: Robin Klöppel

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Der Ortsbeirat Ahlbach fürchtet, dass die Anbindung von drei neuen Gewerbegebieten die B49-Zufahrt Dehrn/Ahlbach deutlich überfordern könnte.
Der Ortsbeirat Ahlbach fürchtet, dass die Anbindung von drei neuen Gewerbegebieten die B49-Zufahrt Dehrn/Ahlbach deutlich überfordern könnte. © Robin Klöppel

Ortsbeirat fürchtet, dass die Kapazität der Anschlussstelle für mehr Verkehr nicht ausreicht

Ahlbach -Der Ortsbeirat Ahlbach wird sich dagegen wehren, dass das Offheimer Gewerbegebiet "Nördlich der Kapellenstraße" nach seiner Erweiterung künftig über den Dehrner Weg an die B49-Auffahrt Dehrn/Ahlbach angebunden werden soll und hat einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wie Ortsvorsteher Heinz Nettesheim (CDU) am Dienstagabend in der Ortsbeiratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus erklärte, entstehe ja auch in Ahlbach das neue Gewerbegebiet "Im Mergel" sowie in Dehrn das "Auf dem See". In der Begründung des Beschlusses heißt es: "Der Ortsbeirat Ahlbach hat hierbei deutliche Bedenken, ob die Kapazität der Anschlussstelle für das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen (aus drei Gewerbegebieten) ausreicht."

Die Ahlbacher Fraktionsvorsitzende der FDP-Stadtverordnetenfraktion, Marion Schardt-Sauer, meinte dazu: "Vor einem Beschluss der Stadtverordneten muss für den kompletten Bereich ein Verkehrskonzept her." Der Ortsbeirat wünscht auch, dass die Umleitung für die aktuelle Baustelle aufgrund der Erschließung des neuen Gewerbegebietes "Im Mergel" besser ausgeschildert wird. Denn viele Kraftfahrer würden andere örtliche Straßen nehmen und dabei noch zu schnell fahren.

Nettesheim glaubt auch, dass die Einwohnerzahl weiter steigen werde, wenn Limburg weiter neues Gewerbe ansiedele. Von daher vertritt der Ortsvorsteher die Auffassung, dass die Stadtteile weitere Bauplätze bräuchten, gerade für örtliche Interessenten. Nettesheim teilte mit, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet "Im Mergel" von der Stadt bereits vergeben seien. Bis Ende März solle die Vergabe der Grundstücke im Mischgebiet erfolgen. Anschließend solle die Vergabe für die drei städtischen Grundstücke für Wohnbebauung vorgenommen werden. Hierbei sollten, so Nettesheim, Ahlbacher Bürger bevorzugt werden.

Ein weiteres Thema des Ortsbeirates war die Situation in der Dehrner Straße. Ein Bürger sagte verärgert: "Das ist abends eine Rennstrecke. Da fahren sie teilweise mit 70 bis 80 Stundenkilometern." Ortsvorsteher Nettesheim schlug eine Geschwindigkeitsmessanzeige an der Kreuzung Langstraße in Fahrtrichtung Sportplatz vor. Ein Teil der Autofahrer bremse, so Nettesheim, erwiesenermaßen durch eine Geschwindigkeitsanzeige ab. Dadurch werde auch eine Lärmreduzierung erreicht. Der Ortsbeirat beschloss die Anschaffung der Tafel einstimmig. Die Kosten in Höhe von 3500 Euro sollen über den Limburger Haushaltsposten Sofortmaßnahmen für die Stadtteile finanziert werden.

Schilder für einen sicheren Schulweg

Die Entscheidung für oder gegen eine Einzeichnung von Parkflächen auf der Dehrner Straße und der Klosterstraße wurde aufgrund unterschiedlicher Meinungen auf einen zweiten Beratungsgang vertagt. Wie Nettesheim berichtete, würden aktuell in den Straßen Autofahrer halb auf dem Bürgersteig und halb auf der Straße stehen, was nicht zulässig sei. Nettesheim hofft, dass auf den beiden genannten Straßen die Autofahrer durch eingezeichnete Parkplätze künftig korrekt parken werden. Dadurch werde auch die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs reduziert.

Katharina Fleger fragt sich aber, ob es nicht für den fließenden Verkehr zum Problem werden könnte, wenn Autos mitten auf der Fahrbahn parkten. Günter Müller (SPD) meinte, wenn da Fahrzeuge auf der Straße parkten, kämen die Anwohner nicht mehr aus dem Hof. Harald Kremer (CDU) dagegen erklärte, dass man die Fahrer auch mal ärgern müsse, damit die Lastwagen die Umgehung nehmen würden. "Wir müssen überlegen, was uns wichtiger ist", sagte Heike Beichert (BGA).

Ein weiteres Thema war die Schulwegsicherung. Hier soll der Magistrat vom Ortsbeirat auf Anregung des Ortsvorstehers gebeten werden, an der Kreuzung Ziegel-/Jahnstraße/Am Sportplatz noch Schilder mit der Beschriftung "Achtung Fußgänger" aufzustellen.

Bei der Diskussion über den Regionalplanentwurf Mittelhessen betonte Nettesheim, dass er es nicht gut finde, die Verkaufsflächen für den Handel für Ahlbach auf 800 Quadratmeter zusätzlich zu beschränken. "Der Oma in Ahlbach nutzt der Supermarkt in Dietkirchen nichts", sagte er. Fleger wies auf den großen Lidl in Dehrn hin, der auch genehmigt worden sei, Kremer auf mehrere Märkte bei Lindenholzhausen.

Voraussichtlich im März oder April möchte der Ortsbeirat das Stadtbauamt sowie Vertreter der Schule, des Kindergartens und der Ahlbacher Vereine einladen, um über das Konzept für die zukünftige Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses zu sprechen. Bis zur Jubiläums-Kirmes anlässlich des 1250. Orts-Geburtstages im September sollten auch die teilweise in einem schlechten Zustand befindlichen Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus technisch erneuert werden. Im März soll auch mit der Raumplanung des neuen Kindergartens begonnen werden.

Der Ortsbeirat wünscht sich auch eine neue Begrüßungstafel sowie mehr Fingerspitzengefühl vonseiten des Ordnungsamtes beim Aufschreiben von Falschparkern. Katharina Fleger berichtete, dass es an der Kirche kaum reguläre Parkplätze gebe und abgestellte Autos dort sonntags niemanden störten. Dennoch seien an Gläubige während eines Gottesdienstes "Knöllchen" verteilt worden.

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