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Limburg: Hallenbadverein braucht mehr Unterstützung

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Von: Stefan Dickmann

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Deutlich höhere Ausgaben für Abwasser, Wärme und Strom haben bereits zu einer Erhöhung der Nutzungsgebühren des Hallenbads in Offheim vom nächsten Jahr an geführt.
Deutlich höhere Ausgaben für Abwasser, Wärme und Strom haben bereits zu einer Erhöhung der Nutzungsgebühren des Hallenbads in Offheim vom nächsten Jahr an geführt. © Robin Klöppel

Stadt will Zuschuss erhöhen - Neben höheren Kosten stehen Investitionen an

Offheim -Der Hallenbadverein Offheim soll von der Stadt Limburg einen höheren Zuschuss bekommen. Wie die Stadt mitteilt, gebe es vom Betreiber des Hallenbads in Offheim den Wunsch, den jährlichen Zuschuss von 35 000 auf 40 000 Euro zu erhöhen. Der Magistrat empfiehlt den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag, 18. Juli, den Zuschuss ab dem kommenden Jahr anzuheben.

Nach Angaben der Stadt ist der jährliche Zuschuss Bestandteil des Pachtvertrags, der seit 2005 besteht. Der Hallenbadverein hatte sich damals gegründet, um das von der Stadt betriebene Hallenbad zu übernehmen; andernfalls wäre das Bad geschlossen worden. Nach dem Pachtvertrag wird dem Verein ein Kostenzuschuss für Wasser und Abwasser in Höhe von maximal 35 000 Euro gewährt. Der Betrag sei seitdem nicht angehoben worden.

Schon seit dem Jahr 2017 reiche der städtische Zuschuss an den Hallenbadverein nicht mehr aus, um die Wasserkosten und Abwassergebühren zu begleichen, teilt die Stadt weiter mit. Der Verein hätte also nachzahlen müssen, der Betrag sei gestundet worden. Aktuell bearbeite die Stadt einen Antrag des Vereins, in dem er darum bitte, die Kosten für das Jahr 2019 erlassen zu bekommen.

Zudem muss der Hallenbadverein nach Angaben der Stadt erhebliche Mehrkosten für Wärme und Strom tragen - mit Preisanstiegen von 65 Prozent innerhalb von rund 15 Monaten. Vor diesem Hintergrund hatten die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung im April entschieden, den Jahresbeitrag vom kommenden Jahr an für ein Einzelmitglied von 90 Euro auf 120 Euro zu erhöhen, Familienmitglieder, die seit dem Jahr 2020 180 Euro zahlen, müssen dann 240 Euro überweisen. Ebenso angehoben werden nach Angaben des Hallenbadvereins die Beiträge für die Sauna-Jahreskarte (120 Euro statt 90 Euro) sowie die 10er-Karte für Wassergymnastik (20 Euro statt 15 Euro).

"Durch die Beitragsanpassung soll der Betrieb des Bades sichergestellt und die Kostensteigerung abgefangen werden", teilt der Verein auf seiner Homepage mit. Die stark gestiegenen Kosten für elektrische Energie und Heizung hätten den Vorstand gezwungen, die Beitragserhöhung zu beantragen. Wie die Stadt ergänzend mitteilt, müssen vom 1. Januar 2023 an Nutzer wie der Landkreis (Schulschwimmen) oder die Bundespolizei ebenfalls höhere Nutzungsgebühren entrichten.

In den Sommerferien wird das Bad erneuert

Neben den laufenden Kosten, die deutlich gestiegen sind, muss der Hallenbadverein aber auch regelmäßig in das Gebäude investieren. In den anstehenden Sommerferien (wenn das Hallenbad in der Sommerpause ist), soll die Wasserenthärtungsanlage erneuert werden, was Ausgaben in Höhe von rund 35 000 Euro nach sich ziehe, teilte gestern auf Anfrage der Erste Vorsitzende Georg Westerfeld mit. Deutlich teurer werde dann die im Sommer 2023 anstehende Investition: So sollen sowohl der Eingangsbereich als auch die Spinde automatisiert werden. Westerfeld rechnet mit Ausgaben in Höhe von rund 100 000 Euro, abzüglich der Förderung durch die Stadt und vor allem das Land Hessen in einer Größenordnung von rund 30 Prozent. Die restliche Summe müsse der Verein durch Mitgliedsbeiträge und Eigenleistungen aufbringen.

Jedes Mitglied hat bereits eine elektronische Karte und könnte damit den neuen Eingangsbereich per Drehkreuz passieren und würde keinen Mitarbeiter mehr benötigen, um einen Schlüssel für den Spind zu bekommen, weil mit der Karte auch die Nutzung des Spinds automatisch freigeschaltet werden könnte. Der Vorteil für den Verein: Die Mitarbeiter an der Kasse könnten stattdessen für die Schwimmbad-Aufsicht oder die Reinigung eingeteilt werden.

Der Hallenbadverein Offheim leidet noch unter den durch die Pandemie verursachten Mitgliederschwund. Derzeit liegt die Zahl der Mitglieder laut Westerfeld zwischen 4500 und 5000, zum Glück wieder mit steigender Tendenz. Vor der Pandemie, die zu zahlreichen Einschränkungen des Badebetriebs führte, seien es rund 6000 gewesen.

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