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Ein Diakon des Bistum Limburg ist wegen des Besitzes von Kinderpornos bestraft worden.

Maß steht fest

Kinderpornos im Bistum Limburg: Kirche bestraft Ex-Büroleiter von Bischof Georg Bätzing

Ein Diakon des Bistums Limburg ist mit kinderpornografischem Material erwischt worden – jetzt hat er seine Strafe bekommen.

Limburg - Das kirchenrechtliche Strafverfahren gegen einen Diakon des Bistums Limburg, der in Besitz kinderpornografischen Materials war, ist abgeschlossen. Der Mitarbeiter der Diözese und ehemalige Büroleiter von Bischof Georg Bätzing darf in den kommenden fünf Jahren nicht als Diakon arbeiten und keinerlei Aufgaben (Assistenz in der Liturgie, Verkündigung des Evangeliums, Spendung von Segnungen) übernehmen, die mit diesem geistlichen Amt verbunden sind.

Er darf zudem nicht mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und muss sich 150 Tage unentgeltlich im sozialen, karitativen Bereich engagieren. Der Diakon bleibt Mitarbeiter des Bistums. Er wird künftig eine Aufgabe in der Verwaltung des Bischöflichen Ordinariats übernehmen.

Kinderpornos im Bistum Limburg: Strafbefehl gegen Geld beendet

Das Bistum hatte den Mitarbeiter im Februar 2017 vom Dienst freigestellt. Das staatliche Ermittlungsverfahren wurde im Mai 2018 mit dem Erlass eines Strafbefehls und der Zahlung von 12.000 Euro beendet.

Danach konnte das von Bischof Dr. Georg Bätzing initiierte kirchenrechtliche Strafverfahren weitergeführt werden, das nun mit dem Erlass des Strafdekrets, gegen das der Bestrafte keine Rechtsmittel eingelegt hat, abgeschlossen ist. (chw)

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Kinderpornos: Bischof sehr betroffen, Bistum tief erschüttert

Nach dem Exklusiv-Bericht der Frankfurter Neuen Presse war es heute freilich allen Beschäftigten des Bistums klar, um wem es sich handelt. Viele zeigten sich tief erschüttert. Der 55-Jährige Theologe und Kirchenrechtler nimmt nicht nur als Büroleiter und enger Vertrauter des Bischofs eine herausragende Stellung im Bistum ein: Er ist Domdiakon, Richter am bischöflichen Ehegericht und Ausbildungsleiter der Diakone.

Bistum Limburg steht unter Schock

Bischof Bätzing reagierte gestern sehr betroffen auf die Kinderpornografie-Vorwürfe gegen seinen Büroleiter. Das Bistum hat Fotos von einem Gutachter prüfen lassen und die Führungskraft danach freigestellt. Die Auswertung der Datenträger wird mehrere Wochen dauern.

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