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Der Limburger Bischof Georg Bätzing. 

Flyer in ganz Deutschland aufgetaucht

"Menschenverachtende Kampagne": Limburger Bischof erneut angegriffen

Limburgs Bischof Georg Bätzing ist offenbar erneut Opfer einer Schmutzkampagne. In mehreren Städten seien am Wochenende Flyer aufgetaucht. Der katholische Geistliche hat juristische Schritte eingeleitet. 

Limburg - Das Bistum Limburg hat erneut wegen einer "entwürdigenden und menschenverachtenden" Kampagne gegen Bischof Georg Bätzing juristische Schritte eingeleitet. Gegen den katholischen Geistlichen gerichtete Flyer seien am Wochenende in Limburg, Köln und möglicherweise auch in Süddeutschland aufgetaucht, sagte ein Sprecher des Bistums am Mittwoch. "Das ist eine komplett neue Sache, wir kennen den Autoren." Er sei nun von Rechtsanwälten aufgefordert worden, eine Unterlassungsverpflichtungserklärung zu unterzeichnen und die Flyer nicht weiter zu verbreiten.

Frankfurter Landgericht gibt Limburger Bischof Recht – auch neue Kampagne gegen den Bischof soll unterbunden werden

"Wenn nicht, wird es weitere juristische Schritte geben. Wir wollen das unterbinden", sagte der Sprecher. Hintergrund ist die Diskussion in der katholischen Kirche, Segensfeiern unter anderem auch für homosexuelle Lebenspartnerschaften zuzulassen. Zuvor hatte die "Westerwälder Zeitung" hierüber berichtet.

Der Autor hatte nach Angaben des Bistumssprechers den Bischof bereits als Unterstützer der "Abtreibungsindustrie" bezeichnet. Hiergegen war Bätzing erfolgreich juristisch vorgegangen. Mit einer Entscheidung des Landgericht Frankfurt wurde dem Autoren im Februar untersagt, solche Äußerungen zu verbreiten.

dpa

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Hetzkampagne gegen Bischof Georg BätzingAnfangs wetterten katholische Fundamentalisten nur im weltweiten Netz gegen den Limburger Bischof, nun sind sie auch in der Stadt aktiv gewesen – und sogar vor seinem Wohnhaus. Nicht nur die Vertreter des Bistums sind empört.

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