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Schon im vergangenen Jahr gab es einen Ostermarsch durch die Limburger Innenstadt: Rund 150 Bürger setzten sich für Toleranz und Weltfrieden ein.

„Abrüsten statt Aufrüsten – Nein zum Krieg“

Das müssen sie zum 2. Limburger Ostermarsch am Karsamstag wissen

Am Karsamstag startet der 2. Limburger Ostermarsch auf dem Bahnhofsplatz - hier alle Details

Limburg - Erst wird marschiert, dann geredet. Beim Limburger Ostermarsch am Karsamstag werden von 13 Uhr an auf der Plötze in der Altstadt unter anderem Bischof Dr. Georg Bätzing, Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD), die heimische DGB-Vorsitzende Viktoria Spiegelberg-Kamens und Pfarrer Herbert Leuninger, Thomas Meinhardt (Pax Christi) und Axel Gerntke (IG Metall Wiesbaden-Limburg) zu Wort melden sprechen.

Die Initiative zum Ostermarsch geht vom Bündnis Courage Limburg-Diez aus und wird von mehreren Parteien – SPD, Grüne und Linke –, Gewerkschaften und kirchlichen Organisationen unterstützt. „Wir demonstrieren an Ostern für Frieden, Abrüstung, Demokratie, soziale und globale Gerechtigkeit – für eine bessere Welt“, heißt es im Aufruf zum Ostermarsch.

Wie Dr. Sebastian Schaub vom Kreisvorstand der Grünen mitteilt, ruft auch der Grünen-Kreisverband Limburg-Weilburg zur Teilnahme am Ostermarsch auf, ohne sich jedoch ausdrücklich dem Trägerkreis anzuschließen. Auch die Grünen seien dafür, Nachrüstung zu verhindern, atomare Waffen zu ächten und Rüstungsexporte zu stoppen.

Im Aufruf zum Ostermarsch fordert das Bündnis Courage:

  • den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, wie es der Bundestag bereits 2010 gefordert hat;
  • den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UN;
  • ein „starkes diplomatisches Engagement“ der Bundesregierung für Erhalt und Einhaltung des INF-Vertrags, der die Stationierung landgestützter Mittelstreckenraketen auch in Europa untersagt. Demonstriert werde
  • für Abrüstung statt weiterer Aufrüstung;
  • für die Finanzierung dringender gesellschaftlicher Aufgaben zu lasten der Rüstung;
  • für eine friedliche, demokratische und soziale Entwicklung der Europäischen Union und gegen deren zunehmende Militarisierung;
  • gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und statt dessen nicht-militärische Konfliktlösungen;
  • gegen alle Rüstungsexporte und für eine „sozialverträgliche Umstellung der Rüstungsindustrie“ auf Zivilproduktion;
  • gegen die deutsche Beihilfe zu den „Drohnenmorden der USA“ über die Air Base Ramstein. Gefordert wird
  • die Beseitigung der Fluchtursachen wie Kriege, Gewalt, Hunger, wirtschaftliche Ausbeutung, Unterdrückung, Umweltzerstörung und Klimawandel;
  • Schluss mit der „todbringenden Abschottung Europas“ und dem „Mittelmeer als Massengrab für Flüchtlinge“; W zivile Konfliktbearbeitung, gerechte Handelsbeziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Zum Limburger Ostermarsch rufen unter anderem auf: Bündnis Courage, SPD-Unterbezirk Limburg Weilburg, Ortsverbände der Grünen Aar-Einrich-Diez und Bad Camberg, die, Kreisverbände der Linken, DGB Limburg-Weilburg, IG Metall Wiesbaden-Limburg, „Aufstehen“ Diez–Limburg, BUND-Kreisverband Limburg, die Demokratische Gesellschaft der Kurden in Limburg, die Deutsche Friedensgesellschaft Hessen, die Föderation demokratischer Arbeitervereine, der Eine-Welt-Laden Limburg, die Friedenswerkstatt Sophie Hedwig, der Gesprächskreis „Nachdenkseiten“ Diez–Limburg– Bad Camberg, die GEW-Kreisverbände Limburg und Oberlahn, das Idsteiner Friedensbündnis, KAB-Bezirksverband, Pax Christi Idstein und der Regionalverband Rhein Main sowie terre des hommes Limburg. Außerdem wird der Ostermarsch von Einzelpersonen unterstützt.

(red)

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