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Trotz wolkenverhangenem Himmel waren die Stände am Marktplatz beim Street-Food-Festival sehr gut besucht und man ließ es sich schmecken.

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Riesen-Andrang an den Food-Trucks auf dem Limburger Marktplatz

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Zweite Auflage des Festivals auf dem Marktplatz trifft offensichtlich den Geschmack vieler BesucherDas Foodtruck-Festival auf dem Marktplatz trotzte dem kühlen Wetter. Bei fast allen Händlern fällt das Fazit positiv aus. Auch die Stadt zeigt sich positiv überrascht von der Resonanz. Ob es eine Fortsetzung gibt, entscheiden die Stadtverordneten.

Limburg - Das zweite Limburger Food-Truck-Festival ist mit einem Besucheransturm belohnt worden. Auch der Marktplatz an der Ste.-Foy-Straße als neuer Standort kam bei Besuchern und den rund 30 Händlern sehr gut an - obwohl das Wetter an den drei Veranstaltungstagen Freitag bis Sonntag nicht optimal war.

Wird es 2020 eine Fortsetzung geben? "Das entscheiden die Stadtverordneten noch vor der Sommerpause", sagt Ulrich Wolf vom Stadtmarketing auf Anfrage dieser Zeitung. Es sei aber von einer positiven Bewertung des Magistrats auszugehen. Über den enormen Zuspruch trotz des kühlen Wetters sei die Stadt selbst positiv überrascht.

"Besser geht es nicht"

Entsprechende Signale hat auch Kai Kauermann vom Wiesbadener Veranstalter, der Stadtleben GmbH, vernommen, die bundesweit Foodtruck-Festivals organisiert. Sollte in Limburg eine Fortsetzung gewünscht sein, werde es im nächsten Jahr - erneut im April und gerne auf dem Marktplatz - fünf bis zehn weitere Essensstände mit internationalen Speisen geben, kündigt er gegenüber dieser Zeitung an.

Dass die Markthalle mitgenutzt werden konnte, sei gut angekommen. Allerdings sei es wegen der Brandschutzauflagen nicht erlaubt gewesen, in der Halle zu kochen. Es gebe den Wunsch, dass dies künftig möglich ist, um unabhängiger vom Wetter zu sein.

Zum ersten Mal beim Foodtruck-Festival in Limburg dabei und auch den nächsten Besuch schon ins Auge gefasst, hat Oliver Thiel von "Wäller BBQ". "Sehr gut", lautet sein knappes Fazit. Noch besser klingt es bei "Toao Burger". Wer sich an der dampfenden Pfanne vorbei schlängelt, kann sich mit den Angestellten unterhalten. "Sehr zufrieden, besser geht es nicht", ist hier zu hören. Kein Wunder bei einem Blick auf die lange Schlange vor dem Stand.

Positiv überrascht, vor allem mit Blick auf die Gäste, ist der Stand "Frankfoods". Mitarbeiterin Dr. Brigitte Eisenkolb lobt die Stadt ("Gefällt uns") und vor allem die Gäste auf dem Marktplatz. "Dies hat man nicht überall so."

Lässt man einen Blick über den Marktplatz schweifen, lässt dies für einen kurzen Augenblick so etwas wie Oktoberfeststimmung aufkommen. Hunderte von Besucher belagern die vielen Bänke und auf den Tischen türmen sich die vielen Essensangebote.

Die vielen Duft-Variationen lassen spontan Hungergelüste aufkommen. An einem Stand kündigt Zwiebelduft ein eher deftiges Mahl an, einen Stand dominiert Süßes mit Vanille- und Schoko-Düften.

Hüpfburg in Markthalle

Auch der Genuss eines speziellen Gins war möglich - offenbar "ein Genuss", wie einer der Besucher sagt. Dieser muss sich in die Markthalle begeben, wo auch ein Spielepark für Kinder und Jugendliche aufgebaut wurde. Hier können Papa und Mama in Ruhe ihren draußen erworbenen Hamburger genießen, während ihre Sprösslinge auf der Hüpfburg toben.

Sarah Bellinger aus Ransbach-Baumbach gehört zu den Street-Food-Fans, findet das Überangebot an Burger-Ständen hier in Limburg aber nicht optimal. Sie, wie auch ihr Mann, vermisst Pizza "und auch Flammkuchen". Auch der Dietkircher Horst Rommelsheim lässt es sich mit seiner Familie auf dem Marktplatz schmecken. Er fände es aber besser, wenn das Foodtruck-Festival wieder in der Innenstadt angeboten wird. "Dann könnte man noch was anderes machen."

Die erfolgreiche Premiere des Foodtruck-Festivals in Limburg - die FDP-Fraktion hatte die Veranstaltung vorgeschlagen - fand im Jahr 2017 mit 19 Ständen noch auf dem Neumarkt statt. Die Verwaltung sollte auf Wunsch der Stadtverordneten schon im vergangenen Jahr ein weiteres Festival organisieren. Weil es nach Angaben des Magistrats aber Unstimmigkeiten mit dem Veranstalter von 2017 gab, war für 2018 die Fortsetzung mit einem anderen Veranstalter geplant. Noch im April vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) ein Foodtruck-Festival im August auf dem Neumarkt und dem Kornmarkt angekündigt. Es folgte eine Verschiebung auf den November - aber auch dieser Termin konnte nicht eingehalten werden, weil der damalige Veranstalter nicht genug Anmeldungen von Food-Truck-Betreibern bekam.

Mit dem neuen, dritten Veranstalter, bewahrheitet sich nun offenbar das Sprichwort, dass aller guten Dinge drei sind.

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