Eine Ladesäule der EVL im Altstadtparkhaus.
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Eine Ladesäule der EVL im Altstadtparkhaus.

E-Mobilität im Fokus

Limburg: Ladeinfrastruktur reicht der Stadt

  • Stefan Dickmann
    VonStefan Dickmann
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Eigene Säulen sind nicht nötig

Limburg -E-Mobilität gehört die Zukunft. Und das bedeutet, die im öffentlichen Raum noch eher selten anzutreffenden Ladesäulen werden zur Regel. Auch die Stadt Limburg könnte solche Ladesäulen für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und sich ein Teil der Investitionssumme vom Land Hessen oder vom Bundesverkehrsministerium als Förderung erstatten lassen, verzichtet aber bewusst darauf. Das geht aus einer Antwort des Ersten Stadtrats Michael Stanke (CDU) auf eine Anfrage des Stadtverordneten Dirk Fredl (CDU) hervor.

"Da im Stadtgebiet bereits öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur vorhanden ist und der Ausbau von privaten Anbietern ständig forciert wird, wird es nach fachlicher Bewertung und Einschätzung der personellen Ressourcen nicht empfohlen, selbst als Eigentümer aufzutreten", teilt Stanke mit. "Es wird als zielführend erachtet, die professionellen Betreiber bei dem Ausbau der Ladeinfrastruktur zu unterstützen, was auch ständig geschieht."

24 Säulen für 47 E-Fahrzeuge

Unter Berufung auf Angaben der Bundesnetzagentur gebe es in Limburg 24 öffentlich zugängliche Ladesäulen, an denen 47 E-Fahrzeuge geladen werden könnten; vier dieser Standorte seien mit Schnellladesäulen ausgestattet. Darüber hinaus gebe es weitere Standorte in der Stadt, die noch nicht bei der Bundesnetzagentur gelistet sei.

Einer der Anbieter, die sich um die Ladeinfrastruktur kümmern, ist nach Stankes Angaben die Energieversorgung Limburg (EVL), die sich zu 60 Prozent im Besitz der Stadt Limburg befindet. "Ein weiterer Ausbau durch die EVL (beispielsweise eine Ladesäule mit je zwei Ladepunkten in jedem Stadtteil und weitere Standorte in der Limburger Innenstadt) ist geplant", teilt Stanke in seiner Antwort an Fredl schriftlich mit. "Die Stadt Limburg unterstützt den Ausbau und stellt dabei städtische Flächen als Standorte für Ladesäulen zur Verfügung." Zwar könnte die Stadt Ladesäulen selbst beantragen und die vom Bund (60 bis 80 Prozent Förderquote) oder vom Land Hessen (40 Prozent) angebotene Förderung in Anspruch nehmen, "wäre dann jedoch verpflichtet, mindestens sechs Jahre lang Eigentümer der Ladesäule zu bleiben und den Betrieb, zum Beispiel durch eine Vergabe an Drittanbieter, sicherzustellen". Doch Stanke weist darauf hin, dass es im Stadtgebiet bereits eine ausreichende öffentliche Ladeinfrastruktur gebe und der Ausbau von privaten Anbietern ständig forciert werde.

Förderung der eigenen E-Flotte

Die Stadt nehme jedoch ein Förderprogramm in Anspruch "für den Aufbau von nichtöffentlichen Ladesäulen und Wallboxen für Dienstfahrzeuge und Fahrzeuge, die auf Kosten der Stadt Limburg laufen", teilt der Erste Stadtrat weiter mit.

Der Stadtverordnete Fredl hatte in seiner Anfrage darauf hingewiesen, dass das Land Hessen in diesem Jahr 1500 Ladesäulen für E-Mobilität im öffentlichen Raum mit 4,8 Millionen Euro gefördert hat. Deshalb wollte er von der Stadt Limburg wissen, ob diese eine solche Förderung beantragt habe und ob sie sich an einem für das nächste Jahr angekündigten Förderprogramm beteiligen wolle.

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