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Limburg: Mehr Schutz vor Sonne und Regen

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Von: Stefan Dickmann

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Was als Überdachung für die Tische und Stühle draußen beim Café Meloni (links) schon seit dem Jahr 2019 steht, wird es nun auch auf der gegenüberliegenden Seite vor der Gaststätte "Batzewert" geben.
Was als Überdachung für die Tische und Stühle draußen beim Café Meloni (links) schon seit dem Jahr 2019 steht, wird es nun auch auf der gegenüberliegenden Seite vor der Gaststätte "Batzewert" geben. © Sebastian Semrau

Auf dem Kornmarkt will auch der "Batzewert" eine Überdachung wie das Café Meloni bekommen

Limburg -Um Schutz vor Sonne und Regen geht es der festen Überdachung, die es schon seit dem Jahr 2019 vor dem Café Meloni auf dem Limburger Kornmarkt gibt und die nun auch die Gaststätte "Batzewert" auf eigene Kosten umsetzen möchte. Noch steht die schriftliche Baugenehmigung aus, aber diese ist wohl nur noch Formsache und soll schon bald erfolgen. Der Betreiber des "Batzewert" kündigte auf Anfrage bereits an, dann rasch mit den Bauarbeiten beginnen zu wollen.

Ursprünglich sollte und wollte auch das benachbarte Eiscafé Venezia eine solche feste Überdachung mit ein- und ausfahrbarem Sonnenschutz anbringen lassen. Doch vorerst hat sich dieses Thema erledigt, obwohl die Stadt sich dies anders gewünscht hat. Auf Anfrage teilte die Besitzerin mit, sie habe weder dieses noch nächstes Jahr die Absicht, eine solche anbringen zu lassen; die Gründe will sie nicht nennen.

Stadt macht Vorgaben, was nicht erlaubt ist

Zwingen kann die Stadt sie dazu ohnehin nicht. Es ist eine freiwillige Entscheidung der jeweiligen Betriebe, zumal die Investitionssumme nicht gerade klein ist, denn die schon vor einigen Jahren ausgewählte Ausführung ist sehr hochwertig. Und mit allen drei Parteien war besprochen worden, dass die Überdachung in jedem Fall "einheitlich" aussehen soll und muss, also so, wie es sie schon bei Meloni gibt.

Vorausgegangenen war bereits vor mehreren Jahren eine gemeinsame Initiative der drei Betriebe, eine solche feste Überdachung freiwillig anbringen zu wollen. Nach einem von einer Architektin vorgelegten Entwurf stimmten sowohl Magistrat als auch Bauausschuss dem grundsätzlich zu, sofern es eine einheitliche Bauausführung gibt.

Wie aus einer aktuellen Informationsvorlage des Magistrats an die politischen Gremien hervorgeht, über die auch der Ortsbeirat Innenstadt am Dienstagabend reden wird, hat der Betreiber des "Batzewert" bereits im Juli vergangenen Jahres einen Bauantrag zur Überdachung der Fläche vor der Gaststätte in gleicher Ausführung wie Meloni eingereicht. "Die Maßnahme wurde erst einmal zurückgestellt, um Klarheit mit der Betreiberin des Eissalons herbeizuführen, dass auch die Flächen vor dem Eissalon in gleicher Ausführung überdacht werden", heißt es in der Vorlage. Doch die hat es sich zum Leidwesen der Stadt inzwischen anders überlegt.

Die neue Konstruktion auf dem Kornmarkt, vor dem Café Meloni, hatte nach Angaben des Magistrats nach deren Fertigstellung im Jahr 2019 "für viel Diskussionsstoff gesorgt". Denn die Konstruktion ist nicht gerade unauffällig. Doch schon damals sei klar gewesen, dass erst durch den Bau der zweiten Anlage, in gleicher Ausführung auf der gegenüberliegenden Seite ("Batzewert" und Eiscafé Venezia) "das Gesamtpaket" erst vervollständigt werden sollte.

Der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) räumt in der Vorlage ein, dass "einige Anstöße beziehungsweise Kritikpunkte aus der Diskussion im Jahr 2019 und auch heute noch nicht unbegründet sind". Denn seitdem habe sich "leider" gezeigt, dass über das Beschlossene hinaus "nach und nach Maßnahmen durchgeführt wurden, die von der Grundlage des Magistratsbeschlusses mit seinen zeichnerischen Darstellungen abweichen und im Rahmen der neuen Nutzungsvereinbarung für die Fläche des im Eigentum der Stadt Limburg befindlichen Kornmarktes in der Saison bzw. das Jahr 2022 so nicht mehr zugelassen werden dürfen". Und das will und wird die Stadt nicht mehr hinnehmen. Sie macht deshalb folgende Vorgaben:

"Die Verschattung darf nicht dauerhaft ausgefahren sein. Je nach Witterung darf sie lediglich als Sonnen- oder Regenschutz ausgefahren werden. Insbesondere gilt dies für die Dachfläche in Richtung Gebäude", heißt es wörtlich in der Magistratsvorlage.

Die Einhausung der Außenfläche mit mobilen Trennwänden "darf nicht mehr vorgenommen werden", heißt es weiter. "Gemeinsam mit dem ausgefahrenen Wetterschutz wird hier ein geschlossener Gastraum geschaffen, für den vom Betreiber keine Stellplätze nachgewiesen werden können. Eine Ablösung ist nach der Stellplatzsatzung nicht möglich."

Die für die Windlast erforderlichen Zugstäbe dürfen nach Angaben des Magistrats lediglich mit einfachen, bepflanzten Kübeln geschützt werden. "Auf die Weinfässer ist zu verzichten. Die Ausführung ist mit der Verwaltung abzustimmen."

Der Fußweg entlang des gastronomischen Betriebs ist "von jeglicher Nutzung und Möblierung freizuhalten". Fußgänger und insbesondere behinderte Personen müssen nach Angaben des Magistrats "uneingeschränkt dort entlang gehen können und müssen nicht auf die Verkehrsfläche des Kornmarkts wechseln". Doch derzeit sei dies "schwer möglich", erklärt der Erste Stadtrat, da der Eindruck vermittelt werde, die Fläche gehöre zum gastronomischen Betrieb.

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