Windkrafträder

Limburg setzt auf grüne Energie

LED in Straßenbeleuchtungen, Windkraftanlagen, Photovoltaik auf Dächern, Verbesserung von bestehenden Heizungen oder auch die energetische Ertüchtigung von älteren Häusern und Gemeinschaftseinrichtungen – es gibt viele Möglichkeiten, weniger Energie zu verbrauchen und das Klima zu schützen.

Energie einsparen, Klima schützen, das haben sich auch die Limburger Stadtverordneten auf die Fahnen geschrieben. Dazu haben sie ein Energie- und Klimaschutzkonzept verabschiedet und eine Energiebauftragte in der Stadtverwaltung eingestellt, die seit rund einem Jahr im Dienst ist. Kathrin Weber legte dem Umweltausschuss und der Stadtverordnetenversammlung nun einen ersten Zwischenbericht vor.

„Es ist erkennbar, wo wir stehen und wo wir hinwollen“, machte Bürgermeister Martin Richard (CDU) deutlich. Wo sie hin will ist klar, ihren Beitrag zu einem geringen Ausstoß an Treibhausgasen senken. Dabei gibt es Vorhaben, die sich kurzfristig umsetzen lassen oder Zeit brauchen, dauerhaft verfolgt werden müssen und einen zeitlich begrenzten Einsatz fordern.

Oft ist die Stadt auch auf Partner angewiesen, wie Kathrin Weber verdeutlichte. Zum Beispiel bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Es gibt in Limburg eine Straße, die auf LED umgerüstet ist, komplett. Es ist allerdings eine kleine Straße, Hans-Adams-Mist (Hansamsmist). Die Umrüstung der Altstadt soll nun folgen. Das geschieht fast zwangsläufig, denn die Leuchten dort sind aufgrund ihrer verwendeten Köpfe nicht mehr zulässig. Nach Angaben der Energiebeauftragten wird eine Liste von der EVL erwartet, die darüber Auskunft geben soll, wie viele Leuchten in der Stadt noch durch LED wirtschaftlich ersetzt werden können. Dabei geht es um die Überprüfung von immerhin 5000 Lampen.

Ein wichtiges Thema ist auch der Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden, vor allem in den Bürgerhäusern. Ein Sanierungskonzept werde derzeit vom Bauamt unter der Berücksichtigung von energetischen Gesichtspunkten erstellt. Dort sind teilweise schon deutliche Verbesserungen erreicht worden. Und nach Einschätzung von Kathrin Weber hängt viel davon ab, wie die Nutzer mit den Verbesserungen umgehen. Wenn Fenster offen bleiben oder andere wichtige Vorgaben nicht beachtet werden, nützten die technischen Verbesserungen nichts.

Der Ausbau der regenerativen Energie ist natürlich auch ein Thema. Angedacht ist zum Beispiel ein Windpark Limburg Nord mit zwei Windkraftanlagen. Vorgespräche laufen dazu bereits. Ein weiterer Standort im Staffeler Wald werden zudem noch geprüft.

In Zukunft soll es in der Stadt auch mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern geben, auch an den Bau solcher Anlagen auf Freiflächen ist gedacht, das scheint derzeit in Limburg aber schwer umsetzbar. Werner Laux (FWG) regte dabei zum wiederholten Mal an, den Lärmschutzwall der Autobahn zu nutzen, allerdings ist die Stadt dort nicht Grundstückseigentümer.

Nach dem vorgelegten Zwischenbericht ist auch eine Erneuerung der Heizungsanlage im Parkbad vorgesehen. Die EVL hat dazu ein sogenanntes Contracting-Angebot vorgelegt, das derzeit von der Verwaltung geprüft wird, um es dann dem Magistrat vorzulegen. Dabei stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Ziel ist es natürlich, den Energiebedarf zum Betreiben des Bads zu senken.

Vorbereitet wird von der Energiebeauftragten eine Informationsveranstaltung, die im Herbst stattfinden soll. Dabei soll es um Heizen mit Holz gehen. Forstamt, Schornsteinfeger, Heizungsbauer und Feuerwehr sollen dabei mit von der Partie sein. Überhaupt sieht Kathrin Weber einen Schwerpunkt ihrer Aufgabe auch darin, Informationen und Beratung zur Verfügung zu stellen.

Marion Schardt-Sauer (FDP) wollte wissen, wie der Stand beim Ausbau der Windernergie ist. Derzeit sind noch planungsrechtliche Fragen zu klären, erläuterte Richard. Natürlich werde die EVL, die als möglicher Investor oder Betreiber in Betracht komme, auch die Frage der Wirtschaftlichkeit prüfen.

Richard Eisenbach (CDU) fragte nach dem Stand des kommunalen Energiemanagements, mit dem die Verbrauchsdaten der städtischen Liegenschaften zunächst erfasst und anschließend möglichst reduziert werden sollen. Verschiedene Daten liegen nach Angaben von Kathrin Weber bereits vor. Um die Auswertung und die daraus abzuleitenden Verbesserungen kümmere sich derzeit das Bauamt. jl

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