Ein illustre Gesellschaft, die von der "Bühne 800" hier gespielt wird: "Alles Gute aus Schanghai" hieß es im Jahr 2001.
+
Ein illustre Gesellschaft, die von der "Bühne 800" hier gespielt wird: "Alles Gute aus Schanghai" hieß es im Jahr 2001.

Theatergruppe feiert Jubiläum

Limburg: Sie verbreiten seit 25 Jahren Theaterkultur im Dorf

"Bühne 800" blickt mittlerweile auf elf gelungene Inszenierungen zurück

Staffel -Eigentlich hätte es eine tolle Jubiläumsfeierlichkeit sein sollen, doch Corona hatte seine Auswirkungen und damit verbundene Bestimmungen, die so viele kulturelle Veranstaltungen seit zwei Jahren vereitelten. Doch hier sei besonders gedankt und gratuliert einem ganz besonderen Verein. Es geht hierbei um die Theatergruppe der Staffeler "Bühne 800", die seit ihrem Bestehen im Jahre 1996 unermüdlich für Spaß und gute Laune sorgt und auch jede Menge Theaterkultur im Dorf verbreitet.

Die "Bühne 800" in Staffel gründete sich als eine feste Abteilung aus dem Staffeler Kulturverein, der bereits 1982 aus Anlass der 300-jährigen Kirmesfeier geboren wurde. Die historisch belegte 800-Jahrfeier 1995 des Dorfes Staffel war der Beginn eines erfolgreichen Theaterlebens, welches beispielhaft die Dorfgemeinschaft und Kameradschaft entwickelte, förderte, pflegte und nun seit 25 Jahren treu zusammenhält.

Auf elf gelungene Inszenierungen blicken die inzwischen erfahrenen Mimen zurück. Meist waren es Freilichtaufführungen, zu Beginn noch im romantischen Bauernhof Unkelbach in der Koblenzer Straße, später im Innenhof der barocken Fachwerkwasserburg in Aull, und einige Male witterungsbedingt im Dorfgemeinschaftshaus in Staffel.

Es begann mit dem Mehrteiler mit sinnlich-historischem Hintergrund "So mag die Saat gedeihen", der von dem leider schon verstorbenen Diezer Heimatdichter und Schriftsteller Horst Helfrich eigens für Staffel geschrieben wurde. Der Erfolg blieb nicht aus und es folgte "Froste Nichte", ebenfalls von Horst Helfrich in Szene gesetzt. Mit Sketchen, Theaterabenden, Neujahrsempfängen, Jubiläen, Seniorennachmittagen, Geburtstagen und Hochzeiten verschönerten die Staffeler Theaterspieler in über 25 Jahren das gesellschaftliche Leben mit ihren Auftritten.

So ganz nebenbei gründete sich 2002 eine eigene Kinder- und Jugendgruppe - das Affentheater -, die nun auch nach dem ersten Theaterstück "Der Spielzeugdieb" auf Erfolge zurückblicken kann. In die Startlöcher halfen damals Ilse und Helmut Löb aus Diez. Nun lenkt seit einigen Jahren Julia Fröhlich behutsam und mit viel Gefühl die Geschicke der jungen Laienspielschar in Staffel.

Doch das 25-jährige Bestehen der Theatergruppe wäre nur halb so wichtig, wenn nicht an die engagierten Theaterspieler gedacht würde, die eigentlich dem Verein die anhaltende Treue und richtige Würze verpassen. Mit viel Freude denkt man an die vielen Auftritte, die von Staffeler Original-Mimen dominierend besetzt waren und immer noch, auch nach 25 Jahren, verkörpert werden. Gerade ihnen tut es besonders weh, dass die Corona-Pandemie solche negativen Folgen hat.

Nur um an einige zu erinnern: Jedes Mal, von Anfang an dabei ist Herbert Wittgen, inzwischen 85 Jahre und immer noch gut drauf. Elke Lindemann, Ina Stöber, Marija Hüttel, Lea Eschhofen und Hannelore Pillmann brillierten auf ihre so ganz eigene Weise. Gerne erinnert man sich an Rüdiger Eschhofen und Thomas Stauch, der inzwischen seit 2012 Regie führt. Immer treu zur Stelle war Masken- und Kostümbildnerin "Kleibersch Gertrud", die sogar in dunklen Ecken und alten Ställen dekorativen Schwung in das illustre Gesamtbild brachte. Und dann die vielen Ehrenamtlichen, die sich um den Bühnenbau, Licht, Ton und Sonstiges immer wieder kümmern. Hier sind unter anderem Manfred Weigand, Bruno Hüttel, Peter Höhn zu nennen, die immer wieder Großartiges freiwillig und ehrenamtlich leisteten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare