Vize-Olympiasieger Andreas Mollandin hatte im Zweikampf gegen viele Kinder keine Chance.
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Vize-Olympiasieger Andreas Mollandin hatte im Zweikampf gegen viele Kinder keine Chance.

Training mit einem Europameister

Limburg: Sommercamp mit echter Olympia-Medaille

  • VonRobin Klöppel
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Der ehemalige Nationalspieler Andreas Mollandin trainiert Kinder beim Hockey-Club

Limburg -67 Kinder der Jahrgänge 2007 bis 2016 nahmen zum Ferienabschluss am Sommercamp des Limburger Hockey-Clubs (LHC) teil. Kurz nach den Olympischen Spielen von Tokio brachte Lagerleiter Andreas Mollandin seine Silbermedaille der Olympischen Spiele von 1988 in Seoul mit. Die Kinder, damals alle noch nicht geboren, konnten es gar nicht glauben, dass ihr Trainer mal Vize-Olympiasieger und Europameister geworden ist.

Der aus Malmeneich stammende Wahl-Limburger wollte mit der Medaille die Jugend motivieren, ihr zeigen, dass man mit der richtigen Trainings- und Wettkampfeinstellung im Hockey ganz nach oben kommen kann. Das sicherlich einfacher als im Profifußballbereich. Die Kinder durften dann auf dem Minispielfeld 1:1 gegen Mollandin antreten. Und wer den 61-fachen deutschen Nationalspieler und früheren Herren-Spielertrainer des LHC ausspielen und ein Tor erzielen konnte, hatte sich ein Päckchen Gummibärchen redlich verdient.

Nur mit frischem Test zum Training

"Molli" spielte natürlich so, dass jedes Kind eine Chance hatte. Zu den acht Übungsleitern zählten neben Spielern der heutigen Regionalliga-Mannschaft und älteren Nachwuchsakteuren auch der frühere Nationalspieler Götz Müller und der einstige Teammanager der Bundesligamannschaft, Alberto Collée. Da der LHC sich strikt an die Corona-Bestimmungen halten wollte, musste jedes Kind morgens einen frischen Schnelltest nachweisen. Folglich wimmelte es jeden Morgen beim Testcenter am Globus-Markt in Limburg vor LHC-Spielern.

Die Teilnehmer des Sommercamps, überwiegend LHC-Aktive, aber auch ein paar Neulinge, wurden in sieben Gruppen aufgeteilt, so dass die Corona-Ansteckungsgefahr so niedrig wie möglich gehalten werden konnte. Für jeden Tag hatten sich die Betreuer unterschiedliche Stationen ausgedacht, an denen die Kinder Hockey-, aber auch Teambuildings-Maßnahmen bewältigen mussten, wie der frühere 1. LHC-Vorsitzende Götz Müller erzählt. Die ersten Stationen waren laut Müller eher leicht.

Mädchen haben am besten kommuniziert

Der Schwierigkeitsgrad erhöhte sich dann von Station zu Station. Wichtig war den Betreuern, Aufgaben zu stellen, die man nur in der Gemeinschaft lösen konnte, um eine Woche vor Beginn der Feldrunde den Mannschaftsgeist zu fördern. So mussten die Gruppen neben einer Bobby-Car-Staffel unter anderem Tischtennisbälle über eine Tischdecke in die richtigen Ziele lenken oder im Wald im Eduard-Horn-Park eine matschige Leiste zusammen hochheben. Und das konnte eben nur gelingen, wenn jemand die passenden Kommandos gab und alle zeitgleich ansetzten.

"Interessanterweise haben bei den Aufgaben nicht die ältesten Spieler am besten kommuniziert, sondern die Mädchen", berichtet Müller. An anderen Stationen ging es um Technik, Passsicherheit, Stellungsspiel und Torschusstraining. Auch Tenniseinheiten wurden für die Camp-Teilnehmer auf dem LHC-Gelände angeboten. Götz Müller bedankte sich bei den Eltern, dass sie das Camp nach besten Kräften unterstützt, beispielsweise den Kindern jeden Tag frische Obstteller zusammengestellt hätten. Freitag zum Abschluss wurde noch zusammen gegrillt. LHC-Vorsitzender Robin Engelmann begrüßte die Kinder und dankte im Namen des Vorstandes auch den Sponsoren, die dafür gesorgt hatten, dass der Club für seine Jugendaktion kostenlos täglich warmes Essen, Mineralwasser und Früchte zur Verfügung hatte.

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