Frank Bauer (links) und Lüder Schulz-Nigmann präsentierten gestern Nachmittag ihre außergewöhnliche Spendenaktion. Im Hintergrund (von links) die Vorstandsmitglieder des Lions Clubs Limburg-Mittellahn: Ulrich Heep, Dr. Werner Fiebiger und Stefan Wagner.
+
Frank Bauer (links) und Lüder Schulz-Nigmann präsentierten gestern Nachmittag ihre außergewöhnliche Spendenaktion. Im Hintergrund (von links) die Vorstandsmitglieder des Lions Clubs Limburg-Mittellahn: Ulrich Heep, Dr. Werner Fiebiger und Stefan Wagner.

Limburg/Hünfelden

Spektakuläre Spendenaktion: An einem Tag 160-mal auf den Mensfelder Kopf

  • Joachim Heidersdorf
    vonJoachim Heidersdorf
    schließen

Frank Bauer und Lüder Schulz-Nigmann starten am Freitag eine spektakuläre Spendenaktion

Limburg/Hünfelden. Es klingt ziemlich verrückt - und das ist es auch: Frau Bauer und Lüder Schulz-Nigmann wollen am Freitag den Mount Everest erklimmen. An einem Tag! Ihr Gipfel liegt allerdings nicht im Himalaya, sondern im Goldenen Grund. Der Mensfelder Kopf ist auch nur 313 statt 8848 Meter hoch. Die beiden Männer wollen diese Höhendistanz mit dem Rennrad bewältigen.

Dafür müssen sie 160-mal rauf und runter strampeln und insgesamt 270 Kilometer zurücklegen. Der Erlös kommt drei guten Zwecken zugute: Dem Kinderhospiz Bärenherz, der Wissenswerkstatt Limburg und einer Augenklinik in Ruanda.

„Wir möchten einer ziemlich sinnlosen Sache einen Sinn geben“, sagten Bauer und Schulz-Nigmann gestern Nachmittag schmunzelnd vor Journalisten in Limburg.

Die Ausdauersportler wollen die aufgrund der Corona-Krise wettkampffreie Zeit mit einem sogenannten „Everesting“ überbrücken. Das bedeutet, in einer Radfahrt an einem Tag 8848 Höhenmeter (die Höhe des Mount Everest) zu schaffen. Prominentes Vorbild ist Emanuel Buchmann, im Vorjahr bester Deutscher bei der Tour de France, der vor Kurzem dabei knapp 20 000 Euro eingesammelt hat.

„Da wir seine Fahrzeit von 7:29 Stunden nicht unterbieten können, möchten wir gerne den Erlös übertreffen“, sagen Bauer und Schulz-Nigmann. „Wir werden den eingegangenen Spendenbetrag um zehn Prozent, mindestens aber um 884,80 Euro erhöhen.“ Dafür haben die Männer schon im Vorfeld fleißig bei Freunden und Geschäftspartnern geworben; am Freitag kann vor Ort gespendet werden.

Zwölf Stunden bergauf und drei bergab

Start ist in der Nähe der Gärtnerei Schumann in etwa 200 Metern Höhe, der Anstieg bis zur 258 Meter hohen Schönen Aussicht rund 900 Meter lang. Los geht‘s um 4.30 Uhr, zwischen 21 und 21.30 Uhr wollen die Sportler ihr Ziel erreicht haben. „Wir gehen davon aus, dass wir zwölf Stunden bergauf und drei Stunden bergab fahren und zwei Stunden Pause machen“, so Franz Bauer und Lüder Schulz-Nigmann. „Das ist eine einfache gerade Strecke“.

Beide fühlen sich gut gewappnet. Die Mitglieder der Elzer Triathlon-Equipe sind bewährte „Ironmänner“. Dieser Wettbewerb besteht aus 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Am vergangenen Wochenende ist Bauer 270 Kilometer durch den Taunus gefahren und Schulz-Nigmann beim „Schindertrail“ in 16:40 Stunden 127 Kilometer gelaufen und gegangen. Beim „Spartathlon“ in Griechenland legte er sogar 246 Kilometer zurück.

Die Idee zum „Everesting“ kam Bauer im Homeoffice und bei der Betreuung der beiden Kinder. . „Meine Frau hat die schwierigen Fächer übernommen und ich den Sportunterricht“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Erste Aufgabe war es, einmal am Tag mit dem Rad von Linter zum Mensfelder Kopf zu fahren.“

Mitveranstalter ist der Lions-Club (LC) Limburg-Mittellahn. „Diese tolle Aktion unterstützen wir gerne“, erläuterten LC-Past-Präsident Ulrich Heep sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Werner Fiebiger und Stefan Wagner. Frank Bauer ist seit 1. Juli 1. Vizepräsident des Serviceclubs. (Joachim Heidersdorf)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare