Fest

Limburg steht bis Sonntag im Zeichen der 31. Rheingauer Weintage

  • schließen

Es ist schon die 31. Auflage, und doch auch eine Premiere: So heiß war es noch nie bei den Rheingauer Weintagen in Limburg. Am Abend strömten die Besucher trotzdem wieder in Massen in die Stadt.

Heiße Köpfe, kühle Getränke; feuchte Körper, trockene Weine: Die extreme Hitze brachte gestern Besucher und Winzer mächtig ins Schwitzen. Die Gäste mussten viel trinken, bei diesem Wetter freilich nicht nur Rebensäfte, sondern auch Wasser, und die Mitarbeiter an den Ständen entsprechend schuften. Mit dem Kühlen kamen sie da freilich kaum noch nach.

Am Nachmittag ging es langsam los, gegen Abend füllte sich die City zusehends. Gegen halb acht waren alle Plätze belegt, und auch danach strömten die Weinfreunde noch massenweise nach Limburg. Bis Sonntag steht die Stadt ganz im Zeichen der 31. Rheingauer Weintage. 28 Winzer aus dem renommierten Anbaugebiet zwischen Hochheim und Lorch präsentieren 350 verschiedene Gewächse. Allen voran natürlich Riesling, aber auch immer mehr Weiß- und Grauburgunder sowie Sauvignon Blanc; außerdem prickelnde Sekte und rote Spätburgunder. Für die nötige Grundlage sorgen Limburger Gastronomen.

Zur Eröffnung waren erneut zahlreiche Winzer und Ehrengäste gekommen. Am Stand des Bischöflichen Weinguts schenkte zeitweise Generalvikar Wolfgang Rösch die edlen Tropfen aus Rüdesheim aus. Bei der Auswahl für Thorsten Schäfer-Gümbel lag er allerdings zunächst falsch: Der zwischen zwei Veranstaltungen in Gelnhausen und Lich extra nach Limburg geeilte SPD-Landeschef wollte lieber einen Weißen als einen Roten.

Das Limburger Polizeiorchester spielte wie immer zum Auftakt auf dem Europaplatz; erstmals beobachtet von Polizeichef Frank Göbel. Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) begrüßte sonst jedoch in erster Linie alte Bekannte – vom „Vater“ und Ideengeber des Festes, Michael Jung und Bernd Lormann, über Landrat Manfred Michel (CDU) bis zu Ortsvorsteherin Siggi Wolf (CDU) und dem Diezer Stadtbürgermeister Frank Dobra.

Hahn freute sich über den großen Erfolg der Weintage, die sich prächtig entwickelt hätten. Das Fest, früher vor allem ein Treff der Generation 45 plus, sei inzwischen weit über die Grenzen der Region hinaus ein generationenübergreifender Anziehungspunkt.

„Vier Tage lang geht es in Limburg richtig rund“, sagte Hahn und ergänzte: „Bislang immer ohne Zwischenfälle“. Er stieß unter anderem mit der Rheingauer Weinprinzessin Alexandra Unger darauf an, dass es auch diesmal fröhlich und friedlich bleiben wird. Später ließen Tausende die Gläser auf dem Europaplatz, dem Neumarkt und dem Kornmarkt klingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare