Sie setzen sich auch in schwierigen Zeiten für den Tourismus in Limburg ein: Der Erste Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Limburg, Paul-Josef Hagen (rechts), und der Zweite Vorsitzende des City Rings, Reinhard Vohl, der die Werbegemeinschaft im Beirat des Vereins vertritt.
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Sie setzen sich auch in schwierigen Zeiten für den Tourismus in Limburg ein: Der Erste Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Limburg, Paul-Josef Hagen (rechts), und der Zweite Vorsitzende des City Rings, Reinhard Vohl, der die Werbegemeinschaft im Beirat des Vereins vertritt.

Tourismus in Limburg

Limburg: Trotz Pandemie die Zukunft des Tourismus im Blick

  • Stefan Dickmann
    VonStefan Dickmann
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Paul-Josef Hagen und Reinhard Vohl präsentieren Neuerungen, die nächstes Jahr kommen sollen

Limburg -Hinter den Führungen in der Altstadt steckt der Verkehrs- und Verschönerungsverein Limburg mit seinen mehr als 50 Stadtführern. Wer an einer solchen Führung teilnehmen will, bucht diese über die Tourist-Information, die der Verein mit Paul-Josef Hagen an der Spitze in der Altstadt betreibt. Trotz der Pandemie würden in der Adventszeit "extrem viele Stadt- und Nachtwächterführungen nachgefragt", erklären Hagen und der Zweite Vorsitzende des City Rings, Reinhard Vohl, der im Beirat des Vereins vertreten ist.

Die beiden Männer wissen um die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Gaststätten, Restaurants und Hotels. "Wir probieren jedes Wochenende, öffentliche Führungen anzubieten - trotz der großen Verunsicherung", sagt Vohl. Auch die Öffnungszeiten der Tourist-Info in der Barfüßerstraße würden nicht reduziert. Wer Limburg besucht, soll dort alle erforderlichen Infos erhalten.

Deutlich weniger Führungen möglich

Wie schwer das Geschäft mit den Altstadtführungen in der Pandemie ist, darüber berichtete Hagen in der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins (siehe Bericht auf dieser Seite). Im vergangenen Jahr hätten nur 300 Führungen gemacht werden können - und auch in diesem Jahr rechne er mit ähnlichen Zahlen.

Doch der Verkehrs- und Verschönerungsverein schaut nach vorn. So seien zum Beispiel für Limburg-Touristen modular buchbare Tagesprogramme fürs Wochenende geplant, die schon vom kommenden Frühjahr an über die Homepage der Tourist-Info angeboten werden könnten, also verschiedene Veranstaltungspakete mit Übernachtung, Stadtführung und Restaurantbesuch, berichten Hagen und Vohl. Außerdem sei es das Ziel, für Touristen nur noch ein Prospekt mit Stadtplan und Infos zu Sehenswürdigkeiten sowie allen Stadtführungen, Hotels und Restaurants anzubieten. "Das soll schon im nächsten Jahr umgesetzt werden mit Hilfe des Stadtmarketing", sagt Hagen.

Hagen berichtete zudem von der Idee, einen neuen Aussichtsturm auf dem Greifenberg zu schaffen. Schon vor einigen Jahren sei der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Werner Bendel, der zugleich Stadtführer ist, auf ihn zu gekommen, erklärte Hagen, und habe von dem historischen Aussichtsturm auf dem Greifenberg berichtet, der dort im Jahr 1902 errichtet und bereits 1919, vermutlich durch Brandstiftung, zerstört worden war. Mittlerweile habe sich eine Initiativ-Gruppe zusammengefunden, die den Wiederaufbau des Turms unterstütze. Nach einer Prüfung durch die Stadtverwaltung stehe fest, dass die Errichtung eines Aussichtsturms im Außenbereich "zulässig" ist. Jetzt gehe es um die Feinplanung und die Suche nach Sponsoren und Fördergeldern.

Wo sollen künftig die Reisebusse halten?

Keine Neuigkeiten gibt es hingegen zur Zukunft der Busempfangsstation am Katzenturm. Abgesehen von ihrer günstigen Lage ist mit dem Standort keiner so richtig glücklich. Wer aus dem Bus aussteigt, guckt auf eine mit Kritzeleien verschmierte Hausfassade. Mit Bedauern hat Hagen feststellen müssen, dass es für eine von ihm favorisierte Verlegung der Busempfangsstation auf die Schleuseninsel weder in der Politik noch bei den Stadtführern eine Mehrheit gibt.

Ein viel drängenderes Problem ist: Wo sollen die Reisebusse mit den Tagestouristen für eine längere Übergangsfrist halten, wenn die Lichfieldbrücke vom Jahr 2026 oder 2027 an zu einer vier- bis sechsjährigen Dauerbaustelle wird, weil sie abgerissen und parallel neu gebaut werden muss? Denn die Baufahrzeuge sollen dann auf dem derzeit noch genutzten Busparkplatz am Katzenturm stehen. Die Reisebusse mehrere Jahre lang in der Innenstadt halten zu lassen, damit die Touristen aussteigen können, und die Busse einige Stunden lang woanders parken zu lassen, halten weder Hagen noch Vohl für die beste Lösung. Die müsste also noch erst gefunden werden. "Die Politik hat den Wert der Busse für Limburg noch nicht erkannt", sagt Hagen, immerhin als langjähriger SPD-Stadtverordneter selbst Politiker, der offenkundig um die sehr dicken Bretter weiß, die da noch zu bohren sind. dick

Interesse an Stadtführung?

Die Tourist-Info in der Barfüßerstraße 6 hilft gerne bei der Planung und Organisation von Stadtführungen und ist erreichbar unter (0 64 31) 60 11 oder per E-Mail an touristinfo@stadt.limburg.de

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