Zum Basisseminar im Priesterseminar trafen sich (von links) Ausbilder Heinz-Georg Muth, Silvia Heinze, Silke Lennartz, Manuela Schäfer, Grit Rodestock, Hedi Sehr, Hannah Falkenstein (hinten), Ausbilderin Regina Stelzner, Alexandra Rommel. Svenja Leimbach, Andrea Köhler, Nina Blisch, Maria Luise Höhler (vorne), Jessica Magnus und Ausbildungsleiter des Malteser Hilfsdienstes, Rainer Boos.
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Zum Basisseminar im Priesterseminar trafen sich (von links) Ausbilder Heinz-Georg Muth, Silvia Heinze, Silke Lennartz, Manuela Schäfer, Grit Rodestock, Hedi Sehr, Hannah Falkenstein (hinten), Ausbilderin Regina Stelzner, Alexandra Rommel. Svenja Leimbach, Andrea Köhler, Nina Blisch, Maria Luise Höhler (vorne), Jessica Magnus und Ausbildungsleiter des Malteser Hilfsdienstes, Rainer Boos.

Schwierige Zeiten

Limburg: Verstärkung für die Notfallseelsorge

  • vonKlaus-Dieter Häring
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Corona hat auch die Arbeit der Begleiter für die schwersten Stunden schwieriger gemacht

Limburg -Nahezu 25 Jahre ist die Notfallseelsorge Limburg-Weilburg Teil der Rettungskette des Landkreises Limburg-Weilburg. Über die Zentrale Leitstelle werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Führungskräften, Notärzten, Rettungsdiensten und Polizei bei Verkehrsunfällen, plötzlichen Todesfällen, Suizid, plötzlichem Kindstod, während einer Reanimation sowie bei der Überbringung einer Todesnachricht angefordert und stehen Tag und Nacht zur Begleitung und Betreuung von Familienangehörigen in diesen besonders belastenden Situationen zur Verfügung.

Der Tod des langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Alois Heun im vergangenen Jahr sowie die Corona-Pandemie, während der Mitarbeiter sich aus den verschiedensten beruflichen und privaten Gründen aus dem Bereitschaftsteam zurückzogen, schmälerten das bisherige Team. In der Folge verabschieden sich die beiden tatkräftigen Mitarbeiterinnen Elisabeth Geller und Karin Couvé wegen Umzug aus der Mitarbeitergruppe.

Elisabeth Geller hat seit 2007 viele Bereitschaften und Einsätze geleistet und stand stets für Betroffene zur Verfügung. Sie übernahm nach dem Tod von Alois Heun den kommissarischen stellvertretenden Vorsitz und war als zuverlässig und souverän bei der Zentralen Leitstelle sowie bei Rettungskräften bekannt. Sie hinterlässt, wie auch Karin Couvé, die seit 2018 im Team war, eine große Lücke.

Jetzt erfährt die Mitarbeitergruppe Verstärkung durch neun Mitarbeiter die sich zu einem Basisseminar im Priesterseminar in Limburg trafen. Durch die Pandemie war die Notfallseelsorge für das Basisseminar auf der Suche nach einem Veranstaltungsort, und das schon seit November des vergangenen Jahres. Die Neuen im Team erfuhren zu Beginn des Seminars eine fundierte fachliche Ausbildungs-Grundlage über den Malteser Hilfsdienst durch die Ausbilder Rainer Boos, Heinz-Georg Muth und Regina Stelzner unter der Koordination des stellvertretenden Diözesanreferenten PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung), Sebastian A. Schindler.

2019 haben sie 806 Menschen betreut

Ziel dieser Ausbildung an weiteren fünf Wochenenden ist die Zertifizierung. Annelie Becker (Runkel), Nina Blisch (Dauborn), Silvia Heinze (Oberbrechen), Maria Luise Höhler (Niederbrechen), Andrea Köhler (Falkenbach), Silke Lennartz (Wolfenhausen), Jessica Magnus (Oberzeuzheim), Grit Rodestock (Weilburg) und Manuela Schäfer (Obertiefenbach) haben sich entschieden, das bisherige Mitarbeiterteam zu verstärken und künftig für Alarmierungen zur Verfügung zu stehen. Am Basis-Kurs im Limburger Priesterseminar nahmen darüber hinaus auch Hannah Falkenstein (Frankfurt) sowie Svenja Leimbach und Alexandra Rommel (Hofheim-Main-Taunus-Kreis) teil.

Im Jahre 2019 betreuten die Mitarbeiter in 192 Einsätzen 806 Menschen in besonders belastenden Situationen. Corona-bedingt wurden 2020 insgesamt 132 Einsätze mit der Betreuung von 385 Menschen dokumentiert. Im laufenden Jahr 2021 konnten die Mitarbeiter Angehörige bislang bei 40 Alarmierungen unterstützen. Die Inzidenz lässt eine Alarmierung aktuell nur in besonderen Situationen zu. Nach den Corona-Impfungen sieht das Team unter der Vorsitzenden Hedi Sehr sowie der neuen kommissarischen stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Köhler den Anforderungen zu umfangreicheren Alarmierungen über den Meldeempfänger wieder positiv entgegen.

Das Team wird auch weiterhin die Prävention mit dem Vortrag "Stress und Stressbewältigung für Einsatzkräfte" anbieten. Darüber hinaus leisten die Mitarbeiter ebenso Einsatznachsorge nach besonders belastenden Einsätzen. Das Führungsteam freut sich auf Normalität, damit die monatlichen Treffen wie Supervision und Dienstabende sowie verschiedene Ausbildungsmodule zur Unterstützung der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter dazu gehören.

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