Die Stadt bietet in Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Limburg E-Carsharing an. Die Stadtverwaltung (hier im Bild von links der erste Stadtrat Michael Stanke, Bürgermeister Dr. Marius Hahn sowie Muyessiere Laux, Abteilungsleiterin Verkehrsplanung) nutzen das Angebot auch selbst.
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Die Stadt bietet in Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Limburg E-Carsharing an. Die Stadtverwaltung (hier im Bild von links der erste Stadtrat Michael Stanke, Bürgermeister Dr. Marius Hahn sowie Muyessiere Laux, Abteilungsleiterin Verkehrsplanung) nutzen das Angebot auch selbst.

Green City Plan

Limburg: Viele Bausteine für eine bessere Luft

Die ersten Maßnahmen des 2018 beschlossenen "Green City Plans" sind inzwischen umgesetzt worden.

Limburg. Im August 2018 haben die Limburger Stadtverordneten den "Green City Plan" beschlossen - ein Maßnahmenpaket, dass die Schadstoffbelastung in der Stadt reduzieren soll und für das die Stadt Fördergelder aus dem Bundeprogramm "Saubere Luft 2020" bekommt. Der Magistrat wurde nun davon in Kenntnis gesetzt, was davon in letzter Zeit umgesetzt wurde: "Das Thema Verkehr ist sehr komplex. Verbesserungen in absehbarer Zeit sind nur durch viele kleine einzelne Vorhaben und Projekte zu erreichen", macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) deutlich. Das werde auch deutlich bei dem Blick auf die Vorhaben im Zusammenhang mit dem Green-City-Plan. Es gebe viele "Baustellen" mit unterschiedlichen Beteiligten. "Wir sind auf einem guten Weg", ist der Bürgermeister überzeugt.

Der 2017 in Betrieb gegangene Verkehrsleitrechner soll mit zusätzlichen Daten gefüttert und zu einem Verkehrsleitsystem ausgebaut werden. Die vorbereitenden Arbeiten laufen. Dieses System soll schließlich über Infotafeln wichtige Informationen über den Verkehrsfluss in der Innenstadt an die Autofahrerinnen und -fahrer weitergeben. Hier sind weitere Abstimmungsgespräche mit den Verkehrsträgern (Landkreis, Land, Hessen Mobil) notwendig.

In Abstimmung mit der EVL werden aktuell in allen Stadtteilen weitere Standorte für Ladesäulen für Elektrofahrzeuge geplant. Noch in diesem Jahr sollen die Säulen installiert werden. Des Weiteren werden Standorte für E-Carsharing und für Mobilitätsstationen in allen Stadtteilen und in Blumenrod geplant (siehe auch Bericht unten). Die Stadt selbst hat zwei E-Lastenräder angeschafft und baut ihre Fahrzeugflotte mit E-Antrieb weiter aus.

Die Stadtverwaltung erarbeitet außerdem ein betriebliches Mobilitätsmanagement. Dazu läuft aktuell eine Umfrage unter den Mitarbeitern, um die Grundlagen zu ermitteln. Auch andere Unternehmen sollen diesbezüglich beraten werden.

Aktuell laufen Vorbereitungen für ein City-Logistik-Konzept in der Innenstadt. Dazu wurde im Vorfeld ein Arbeitskreis mit CityRing, IHK und dem Altstadtkreis ins Leben gerufen, ein Interessebekundungsverfahren hat bereits stattgefunden und die Erstellung eines Konzepts kann jetzt ausgeschrieben werden, da nun der Förderbescheid vorliegt.

Parksuchverkehr reduzieren

Für die Erneuerung des Parkleitsystems in der Innenstadt ist im Haushalt eine Anlaufrate in Höhe von 180 000 Euro vorgesehen, außerdem weitere 60 000 Euro für ein Konzept zum Straßenparkraum und seiner Bewirtschaftung. Ziel ist es, den Parksuchverkehr zu reduzieren. Das Konzept wird in Kürze ausgeschrieben, nachdem nun der Förderbescheid vorliegt.

Für ein Fahrradparkhaus laufen aktuell Gespräche mit privaten Anbietern. Zudem ist ein Förderantrag für die Erstellung eines Radverkehrskonzepts beim Land gestellt worden. Mit Hilfe des Konzepts sollen Lücken im Wegesystem geschlossen, neue Wege sowie Abstellanlagen im gesamten Stadtgebiet geplant werden.

Seit März sind die Busse der Stadtlinie nach der Euro 6-Norm unterwegs und eine neue Buslinie verstärkt die Verbindung zwischen der Innenstadt und der Dietkircher Höhe.

Die Planung für dynamische Fahrgastinformationen sind abgeschlossen. Der Auftrag für die Installation der Anlagen für Nutzer des öffentlichen Personenverkehrs ist vergeben und die Anlagen sollen bis Ende September in Betrieb genommen werden. Geplant sind sieben Informationssystem in der Innenstadt und sieben in den Stadtteilen.

Geplant ist außerdem ein digitales Mobilitätsportal. Dazu laufen aktuell Abstimmungsgespräche mit dem Verkehrsverbund RMV bezüglich einer Fortentwicklung der RMV-App.

Das Anrufsammeltaxi soll zum On-Demand-Angebot ausgeweitet werden. Jeder kann damit per Telefon, Internet oder App ein Auto oder einen Kleinbus bestellen und wird zu hunderten Haltepunkte im Stadtgebiet gebracht. Ein Fahrplan oder feste Linien sind nicht notwendig. Eine spezielle Software entwickelt jede Route individuell und sorgt dafür, dass der Fahrgast in weniger als 15 Minuten an seinem Wunschpunkt einsteigen kann. Fahrgäste mit dem gleichen oder einem ähnlichen Weg teilen sich dabei das Fahrzeug.

Jobticket und

e-Bike-Leasing

Verschiedene Maßnahmen des Green-City-Plans sind bereits umgesetzt. Zusammen mit der EVL wurde ein E-Carsharing-Angebot aufgebaut, das die Verwaltung auch selbst nutzt. Das Jobticket sowie eBike-Leasing für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingeführt und werden rege genutzt. Das Angebot des Anrufsammeltaxis wurde deutlich kundenfreundlicher gestaltet und durch ein Anschlusslinientaxi ergänzt.

Verschiedene Lücken im Radwegenetz der Innenstadt wurden bereits geschlossen. Neue, benutzerfreundliche Abstellanlagen werden im Stadtgebiet aufgestellt, in ICE-Parkhaus wurden neue Fahrradboxen mit Stromanschluss aufgestellt.

Mit Aktionen wurde auf das Thema der Luftbelastung hingewiesen und auch Lösungsvorschläge aufgezeigt. Zu nennen sind da beispielsweise die Kampagnen für den Radverkehr "Stadtradeln", "Mit dem Rad zum Arbeit" und der jährliche Fahrradaktionstag, bei denen es jährlich steigende Teilnehmerzahlen gibt. In diesem Jahr musste aufgrund der Pandemie darauf verzichtet werden. Auch das Anrufsammeltaxi wurde inzwischen bekannter gemacht und wird seitdem sehr gut angenommen. Die jüngste Kampagne ist "Frischer Wind für Limburg ( www.limburg.de/ frischer-wind). red

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