Die Lichter sind weiter rot. Im Landkreis Limburg-Weilburg gilt die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr nun bis 10. Januar.
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Die Lichter sind weiter rot. Im Landkreis Limburg-Weilburg gilt die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr wegen Corona nun bis zum 10. Januar.

Virus-Pandemie

Inzidenz bei 328,4: Limburg-Weilburg verlängert Corona-Ausgangssperre

Die Corona-Allgemeinverfügung im Kreis Limburg-Weilburg gilt nun bis zum 10. Januar. Der Grund ist traurig: Die Corona-Zahlen steigen weiter an.

Limburg - Die Allgemeinverfügung zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Limburg-Weilburg im sozialen und betrieblichen Bereich wird bis einschließlich 10. Januar 2021 verlängert. Dies teilte die Kreisverwaltung am Montag mit. Bisher galt sie bis einschließlich 22. Dezember.

Damit bleibt die Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr weiterhin bestehen, da der Landkreis hinsichtlich der Inzidenz, die die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen, bezogen auf 100.000 Einwohner, beschreibt, weiterhin über 200 liegt - und das weiterhin deutlich. Am Montag stieg der Wert von 309,3 auf 328,4. Hessenweit liegt Limburg-Weilburg damit nach Zahlen des Landes auf Rang drei. Den hohen Anstieg hatte der Kreis zuletzt unter anderem mit den vermehrten Tests in Alten- und Pflegeheimen erklärt.

Bei der Verlängerung der Allgemeinverfügung orientiert sich der Landkreis am Eskalationskonzept des Landes Hessen, das ein Ende der Ausgangsbeschränkungen erst dann vorsieht, wenn ein Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz von 200 unterschritten hat.

Corona im Kreis Limburg-Weilburg: Ausnahmen an Weihnachten

Für die Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 26. Dezember wird der genannte Zeitraum abgeändert. Die nächtliche Ausgangssperre beginnt an Heiligabend ab 0 statt 21 Uhr und endet um 5 Uhr. Am Ersten und Zweiten Weihnachtstag beginnen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen um 22 statt 21 Uhr. An Silvester bleibt es bei den allgemeinen Regelungen; die Ausgangsbeschränkung beginnt somit an diesem Tag um 21 Uhr.

In der Verlängerung der Allgemeinverfügung wurden die Ausnahmen der Ausgangsbeschränkungen ergänzend geregelt: Als gewichtige Gründe, die die Ausgangsbeschränkungen aufheben, gelten nun neben den bereits veröffentlichten Punkten die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher und zuschauender Einwohnerinnen und Einwohner an öffentlichen Sitzungen der kommunalen Volksvertretungen sowie ihrer Ausschüsse und gegebenenfalls Ortsbeiräte sowie an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. Alle Details und Erläuterungen zu den Allgemeinverfügungen des Landkreises sind unter www.landkreis-limburg-weilburg.de im Internet zu finden.

Corona-Krise: Vier weitere Todesfälle im Kreis Limburg-Weilburg

Wie schon bei der Inzidenz zu erkennen bleiben die Zahlen im Landkreis hoch. Am Montag musste der Kreis zudem leider vier weitere Todesopfer in Verbindung mit dem Coronavirus melden. Es handelt sich um zwei Personen in einem Altenpflegeheim in Weilburg, eine Person in einem Altenpflegeheim in Weinbach und eine Person im Krankenhaus in Limburg. Genauere Angaben macht der Kreis nicht. Insgesamt gab es bislang 57 Todesfälle.

Mit Stand Montagmittag sind im Landkreis Limburg-Weilburg 834 Personen aktiv mit dem Coronavirus infiziert. Sie verteilen sich auf Limburg (237), Hadamar (70), Dornburg (58), Elz (49), Beselich (47), Brechen (46), Waldbrunn (43), Runkel (42), Weilburg (42), Weilmünster (40), Bad Camberg (31), Hünfelden (27), Selters (26), Weinbach (24), Merenberg (17), Mengerskirchen (10), Villmar (10), Löhnberg (10) und Elbtal (5). Insgesamt gab es bislang 3381 bestätigte Fälle (+ 53 zum Vortag), 2490 Personen sind inzwischen genesen (+ 72). 2018 Menschen befinden sich im Landkreis derzeit in Quarantäne.

Corona-Krise in Limburg-Weilburg: Die Lage in den Krankenhäusern des Kreises

In den Krankenhäusern des Landkreises befinden sich aktuell 96 Corona-Infizierte (- 2), davon 22 im Intensivbett (- 3). Positive Corona-Fälle gibt es aktuell in zwölf Einrichtungen sowie in 17 Schulen und Kindertagesstätten. Auf ausdrücklichen Wunsch der Einrichtungen verzichtet der Landkreis Limburg-Weilburg auf die Nennung weiterer Details. red

Auch in Limburg hat sich die Corona-Situation in den vergangenen Wochen verschärft. Am St.-Vincenz-Krankenhaus wendet sich der Ärztliche Direktor mit einem Appell an die Bevölkerung.

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