Die Ausgangsbeschränkung im Landkreis Limburg-Weilburg wird vorerst nicht aufgehoben.
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Die Ausgangsbeschränkung im Landkreis Limburg-Weilburg wird vorerst nicht aufgehoben.

Lockdown im Landkreis

Limburg-Weilburg: Inzidenz unter 200 – Ausgangssperre bleibt trotzdem bestehen

Der Kreis erklärt sein Festhalten an der Maßnahme trotz einer Inzidenz unter 200. Die Regelung gilt von 21 bis 5 Uhr.

Die Kreisverwaltung teilt nach der Sitzung des Katastrophenschutz-Verwaltungsstabes von Montag mit, dass gegenwärtig an der für den Landkreis Limburg-Weilburg verfügten Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr festgehalten werden müsse. Maßgeblich seien die hohen Inzidenzwerte im Landkreis. Seit dem 16. März lägen die Werte kontinuierlich über 100. In der Folgezeit seien die Werte, von kleineren Schwankungen abgesehen, bis zum 2. April auf 214,1 angestiegen. Im Anschluss daran sei dieser sehr hohe Wert zwar unterschritten worden, die Werte würden sich aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Teilweise hätten die Werte bei rund 160 gelegen, danach sei aber ein erneuter Anstieg erfolgt.

Limburg-Weilburg: Entscheidung der Ausgangssperre aufgrund Infektionen im Privatem

Diese Entwicklung habe der Landkreis sehr intensiv bewertet. Dabei sei auch eingeflossen, dass viele Infektionen auf den privaten Bereich beziehungsweise auf private Feiern und Begegnungen zurückzuführen seien, teilt der Kreis mit. Ausgangsbeschränkungen seien grundsätzlich geeignet, dem entgegenzuwirken. Das hessische Eskalationskonzept, das dabei zu berücksichtigen sei, biete für die Bewertung von Maßnahmen Orientierungshilfen. Maßnahmen seien demnach ab bestimmten Inzidenzwerten in Betracht zu ziehen. Ab einer Inzidenz von 200 würden dazu beispielsweise Ausgangsbeschränkungen zählen. Das Eskalationskonzept sei insoweit aber nicht starr, was bedeute, dass auch unterhalb der genannten Werte bei hohen Inzidenzwerten Raum für entsprechende Maßnahmen sei.

In verschiedenen hessischen Landkreisen seien daher Ausgangsbeschränkungen verfügt worden. Auch im Kreis Limburg-Weilburg ist am 2. April erneut eine Ausgangsbeschränkung wirksam geworden. Eine entsprechende Maßnahme habe bereits Ende vergangenen Jahres beziehungsweise zu Beginn das Jahres 2021 "erfolgen müssen". Dem habe sich auch eine Bewertung durch das Verwaltungsgericht Wiesbaden angeschlossen, wobei die Verfügung insoweit bestätigt worden sei.

Corona: Ausgangssperre in Limburg-Weilburg bleibt bestehen – Kreis sieht keine Alternative

Gegenwärtig sehe der Landkreis Limburg-Weilburg leider noch keine Möglichkeit, die Ausgangsbeschränkung aufzuheben. Die Kreisverwaltung ergänzt, dass auf Bundesebene eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes beabsichtigt sei. Auch wenn diese Regelungen nicht spruchreif seien, gäben sie gleichwohl einen Anhalt für Bewertungen. Die sogenannte Notbremse, wozu auch Ausgangsbeschränkungen zählen würden, solle demnach bereits ab einer Inzidenz von 100 greifen.

Man sei sich bewusst, welche Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger damit verbunden seien. Eine Alternative sehe man aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht, so der Kreis. Entscheidend sei nun, dass bereits ergriffene Maßnahmen wie Impfungen, Testungen und Kontrolltätigkeiten greifen würden, um die Inzidenzwerte nachhaltig zu senken und sich Schritt für Schritt der Normalität zu nähern. red

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