Die PCR-Abstriche werden nun flächendeckend auf Mutationen untersucht.
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Die PCR-Abstriche werden nun flächendeckend auf Mutationen untersucht.

Pandemie Limburg-Weilburg

Corona-Variante B.1.1.7: Nachweis von Mutation deutet auf elf weitere Fälle im Kreis hin

Im Kreis Limburg-Weilburg wurden offenbar elf weitere Fälle der britischen Corona-Mutationen nachgewiesen. Auch im Nachbarkreis breitet sich die Variation aus - der Kreis ergreift Maßnahmen.

Limburg ‒ Durch die flächendeckenden Untersuchungen in allen Laboren sind dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg neben den drei Betroffenen im Seniorenzentrum St. Georg in Limburg inzwischen kreisweit elf weitere Fälle bekannt, in denen eine Mutation 501 und die Deletion 69/70 des Coronavirus nachgewiesen wurde. Dies ist nach Angaben des Kreises in allen Fällen ein deutlicher Hinweis auf die britische Variante B.1.1.7. Dem Kreis liegt aber noch kein einziges endgültiges Sequenzierungsergebnis vor.

Auf Grund der erhöhten Ansteckungsfähigkeit hat das Gesundheitsamt jedoch sofort Maßnahmen ergriffen. Oberstes Ziel ist es dabei, die Weiterverbreitung zu verhindern: Die von einer Mutation betroffenen Personen werden daher erst nach einem negativen PCR aus der Isolierung entlassen.

Corona Limburg-Weilburg: Verschärfte Quarantäne bei Nachweis einer Mutation

Der dafür notwendige Abstrich erfolgt bei mindestens 48-stündiger Symptomfreiheit frühestens am Tag 14. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses bleibt die Quarantäneanordnung bestehen. Ist der PCR-Test noch positiv, wird die Quarantäne um insgesamt eine Woche auf dann 21 Tage verlängert. Dann erfolgt ein erneuter Test und die Quarantäne bleibt bis zum Vorliegen des Ergebnisses bestehen. Das Prozedere wiederholt sich bis zum negativen PCR-Testergebnis oder einer gut geprüften Einzelfallentscheidung durch einen Arzt.

Falls die Quelle bekannt ist, die die mit der Mutation infizierte Person angesteckt hat, wird auch diese Person erneut in Quarantäne genommen und mittels PCR abgestrichen, da inzwischen deutlich wird, dass die mit der Mutation Infizierten das Virus oft noch über mehrere Wochen in infektiöser Form ausscheiden können, ohne symptomatisch zu sein. Auch mit einer noch davorliegenden, sicher bekannten Quelle wird laut dem Kreis Limburg-Weilburg ebenso verfahren. Kontaktpersonen der Kategorie eins von den vermutlich mit der Mutation infizierten Personen werden am Ende der Quarantäne mittels PCR abgestrichen.

Kontaktpersonen der Kategorie zwei wird eindringlich erläutert, welche Folgen diese Einstufung hat (Kontaktminimierung, aufmerksame Selbstbeobachtung, Symptomprotokoll, sofortiges Melden beim Auftreten von Symptomen für den Zeitraum von 14 Tagen). Es erfolgt zusätzlich eine schriftliche Mitteilung über die persönlich geltenden Corona-Maßnahmen. Sollten Kontaktpersonen der Kategorie zwei symptomatisch werden, wird sofort die Ermittlung aufgenommen, ohne auf das Abstrichergebnis zu warten.

Rhein-Lahn-Kreis: Zehn Personen mit Corona-Mutation infiziert

Auch im Rhein-Lahn-Kreis wurde bisher bei zehn Infizierten eine Mutation festgestellt. Diese stammen aus der VG Diez, VG Loreley und der Stadt Lahnstein. Die Kontaktermittlungen laufen. Die „nötigen Maßnahmen“ wurden durch das Kreisgesundheitsamt eingeleitet, so der Kreis. Um welche Mutationen es sich handelt, wurde allerdings nicht mitgeteilt. (red)

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