Ines Claus
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Onlinetreffen mit CDU-Politikerin Ines Claus

Limburg-Weilburg: Wahlkampf soll vorerst digital bleiben

  • VonRobin Klöppel
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Ines Claus (CDU) will mit gutem Beispiel vorangehen

Limburg-Weilburg -Mit dem Zuspruch auf die erste Online-Wahlkampfveranstaltung der Frauen-Union Limburg-Weilburg am Dienstagabend zeigte sich Kreisvorsitzende Christine Zips (Weilburg) sehr zufrieden. Fast 60 Mitglieder und sonstige Interessenten, auch Männer, wählten sich direkt oder über die Facebook-Seite des CDU-Kreisverbandes ein und konnten so von daheim bequem mit der Vorsitzenden der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ines Claus, diskutieren.

Die 44-jährige Mutter von drei Kindern stammt aus Bochum, kam aber schon als Studentin der Rechtswissenschaft und Politologie nach Frankfurt. Nach einer Tätigkeit in einer Frankfurter Kanzlei wurde sie für die CDU-Landtagsfraktion tätig und 2018 Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Groß-Gerau II. Letztes Jahr wurde sie gefragt, ob sie Fraktionsvorsitzende werden wolle, als ihr Vorgänger Michael Boddenberg neuer Hessischer Finanzminister wurde. Am Dienstag diskutierte sie mit den heimischen Unions-Frauen und Bürgern, aber auch den heimischen Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann und Andreas Hofmeister, dem Kreischef der CDU-Mittelstandsvereinigung, Willi Hamm, sowie dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Frederik Angermaier vor allem über die aktuelle Corona-Lage.

Kritik an den Vorgaben der Landesregierung wurde von den heimischen CDU-Aktiven nicht geäußert. Ines Claus warb um Verständnis für die aktuellen Einschränkungen im zweiten Lockdown. "Wir hätten gerne Schulen, Kindergärten und auch Einzelhandel normal offen gelassen, aber die Corona-Infektionszahlen waren einfach zu hoch", so die Fraktionsvorsitzende. In diesem Moment müsse dann der Gesundheitsschutz der Bevölkerung über allem stehen, so die 44-Jährige. Von daher sei es wichtig, dass alle, die dies könnten, die nächsten Wochen möglichst vom Homeoffice aus arbeiteten. Denn wichtig sei, die Infiziertenzahlen derart zu senken, dass wieder nachvollziehbar werde, über welche Ketten sich Kranke angesteckt hätten.

Die Fraktionsvorsitzende meinte, dass es gut und wichtig sei, dass die Akzeptanz der großen Mehrheit der Bürger für die aktuellen Maßnahmen vorhanden sei. Die Landesregierung wolle die Bürger mit ihren Vorgaben nicht überfordern. Jedoch müsse stark aufgepasst werden, dass sich neue Mutationen des Coronavirus nicht schnell über ganz Hessen verbreiten könnten. Wichtig sei, dass nun ein Impfstoff vorhanden sei, meinte Claus. Hessen habe genügend Impfzentren errichtet und sei bereit, den Impfstoff unter die Menschen zu bringen. Natürlich komme es aber immer auch darauf an, wie viel Impfstoff vorhanden sei.

Nächste Beratung am 10. Februar

Claus empfindet es als gerecht, den Menschen, die das höchste Risiko hätten, zuerst die Impfmöglichkeit zu geben. Die CDU-Landespolitikerin bat die Basis darum, Verständnis dafür zu haben, dass die Landesregierung jetzt noch nicht sagen könne, wie sich die Lage und damit auch die Einschränkungen fürs öffentliche Leben die kommenden Monate entwickelten. Am 10. Februar gebe es auf Landesebene das nächste Gespräch, um darüber zu sprechen, wie die Lage aktuell aussehe und wie man darauf reagieren müsse. Die derzeit gültigen Beschlüsse würden jetzt erst einmal bis 14. Februar gelten.

Die CDU wolle mit gutem Beispiel vorangehen und trotz der im März anstehenden Kommunalwahlen in Hessen erst einmal auf Präsenz-Wahlkampfveranstaltungen und Wahlstände verzichten. "Wir können nicht von den Bürgern verlangen, auf Treffen mit Freunden zu verzichten und dann selbst zu Wahlkampfveranstaltungen einladen", so Claus. Die durch Corona viel zügiger voranschreitende Digitalisierung der Berufswelt sieht Claus auch als Chance gerade für Frauen an, künftig Beruf und Familie besser als bisher miteinander vereinbaren zu können.

Christine Zips sagte, es sei wichtig, dass am 9. Februar das Limburger Impfzentrum endlich öffnen könne. Denn gerade älteren Menschen sei es nicht zumutbar, für eine Impfung nach Wiesbaden zu fahren. Auf dieses Thema sei sie von Bürgern häufig angesprochen worden.

Die nächste Online-Veranstaltung der Frauen-Union soll am 8. März, dem Internationalen Frauentag, ab 11 Uhr mit der Präsidentin der Handwerkskammer Rhein-Main, Susanne Haus, stattfinden.

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