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Limburg: Ziel: Zwei E-Autos zum Mieten pro Stadtteil

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Von: Stefan Dickmann

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Seit Februar 2021 gibt es auch das E-Car-Sharing-Angebot der EVL in Offheim (von links): Geschäftsführer Gert Vieweg und Peter Spöhrer von der EVL sowie Bürgermeister Dr. Marius Hahn.
Seit Februar 2021 gibt es auch das E-Car-Sharing-Angebot der EVL in Offheim (von links): Geschäftsführer Gert Vieweg und Peter Spöhrer von der EVL sowie Bürgermeister Dr. Marius Hahn. © Stefan Dickmann

EVL will mit dem Bedarf vor Ort wachsen - Ahlbach und Dietkirchen sind im Herbst dran

Limburg -Die Standorte Ahlbach und Dietkirchen fehlen noch: Aber auch diese beiden Limburger Stadtteile sollen noch dieses Jahr mit einem Standort für ein E-Auto ausgestattet werden, das von der Energieversorgung Limburg (EVL) zu mieten ist. Derzeit gebe es nicht nur bei der Bestellung von E-Autos Lieferprobleme, die die EVL jeweils least, sondern auch bei den Ladesäulen, teilte EVL-Projektleiter Peter Spöhrer auf Anfrage dieser Zeitung mit. Er gehe allerdings davon aus, dass im Herbst auch in Ahlbach und in Dietkirchen das E-Car-Sharing-Angebot der EVL zur Verfügung gestellt werden kann. In Dietkirchen werde das zu leihende E-Auto am Bürgerhaus stehen, der Standort in Ahlbach steht noch nicht endgültig fest.

Spätestens dann können die Limburger Bürger in allen Stadtteilen von dem Angebot des heimischen Energieversorgers Gebrauch machen; erst vor Kurzem waren mit Lindenholzhausen, Eschhofen und Linter drei neue Standorte hinzugekommen. Noch könne er allerdings keine konkreten Zahlen nennen, wie in diesen drei Stadtteilen das E-Car-Sharing-Angebot angenommen werde, sagte Spöhrer in der Sitzung des Umweltausschusses am Montagabend in der Clubebene der Stadthalle (Thing). Der Stadtverordnete Robert Kleinmichel (SPD) aus Eschhofen hatte sich danach erkundigt. Kleinmichel war zuvor einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden des Umweltausschusses gewählt worden; er ersetzt damit seine Parteifreundin Sonja Hahn, die ihr Mandat als Stadtverordnete aufgegeben hat.

Für die drei neuen Standorte gebe es noch keine belastbaren Zahlen, erklärte Spöhrer, "aber es läuft gut an." Die EVL wolle dafür sorgen, dass in den Stadtteilen nicht nur jeweils ein, sondern zwei E-Autos gemietet werden können. "Wir haben großes Interesse, die Zahl der Fahrzeuge zu erhöhen. Wir versuchen, mit dem Bedarf zu wachsen." Allerdings musste er den Stadtverordnete Arne Piecha (CDU) enttäuschen: Der Ortsvorsteher von Offheim berichtete, in seinem Ort gebe es schon zwei E-Miet-Autos der EVL. "Das hat da einfach jemand abgestellt", sagte Spöhrer. "Da gehört es gar nicht hin." Das heißt, die ausgeliehenen Fahrzeuge müssen an den jeweiligen Standort zurückgebracht werden. Ein Auto in Eschhofen leihen und in Offheim abstellen, geht also nicht - dafür ist die Fahrzeugflotte zu klein.

Kritik an mangelnder Barrierefreiheit

In der Sitzung des Umweltausschusses war der Bericht des Magistrats zur Förderung der E-Mobilität in Limburg ein zentrales Thema, der vom Ausschuss zur Kenntnis genommen wurde. In der Diskussion machte der Stadtverordnete Frank König (FDP) auf ein großes Manko aufmerksam: So richtig zusätzliche Parkflächen für die Fahrer von privaten E-Autos mit Ladesäulen auch seien, so ärgerlich sei es, dass diese Parkplätze "nicht für alle Menschen gleichermaßen nutzbar sind". König kritisierte damit die fehlende Barrierefreiheit für Menschen mit E-Autos, die auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen seien, und deshalb beim Aussteigen mehr Platz benötigten. Er verstehe nicht, warum man bei der Einrichtung solcher E-Parkflächen nicht sofort darauf achte.

Die jeweiligen Standorte seien von der EVL nach Rücksprache mit der Stadt festgelegt worden, erklärte Spöhrer. Er räumte ein, dass es derzeit nur in der Tiefgarage der Stadthalle einen barrierefreien Parkplatz für E-Autos mit Ladesäule gebe. Aber zunächst sei es darum gegangen, eine Infrastruktur für E-Mobilität aufzubauen. Darauf wies auch der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) hin. "Wir haben normale Parkplätze genommen", sagte er. Er räumte auf einen weiteren Hinweis von König ein, dass es ein Problem mit E-Parkplätzen an der Diezer Straße gebe, weil beim Ladevorgang das Kabel ungünstig auf dem Gehweg liege, was zu gefährlichen Situationen mit Passanten führen könne. Dieses Problem mit E-Parkplätzen an der Straße gebe es leider auch andernorts. Die Stadt sei deshalb bemüht, möglichst viel E-Mobilität in die Parkhäuser zu integrieren, also vor allem dort Ladesäulen für E-Autos anzubringen, oder überall dort, wo direkt an einer Wand geladen werden kann.

Der in Limburg für E-Autos zur Verfügung gestellte Strom stammt nach Spöhrers Angaben aus regenerativen Energie-Quellen, antwortete der EVL-Vertreter auf eine Frage der Stadtverordneten Barbara Sylla-Belok (Grüne).

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